MÜHLFELD

Junger Schwan und alter Hase

Helfen mit Musik: Organist Christoph Jobst am Flügel und Tabita Öhlein an der Geige gaben im Schloss Wolzogen ein Konzert zugunsten der Hilfsorganisation „Medair“. Dabei spannten sie den musikalischen Bogen sehr weit.
Helfen mit Musik: Organist Christoph Jobst am Flügel und Tabita Öhlein an der Geige gaben im Schloss Wolzogen ein Konzert zugunsten der Hilfsorganisation „Medair“. Dabei spannten sie den musikalischen Bogen sehr weit. Foto: Astrid Hagen-Wehrhahn

Es war die letzte Veranstaltung in der Reihe „Leben im Schloss“ in diesem Jahr, zu dem das Aktive Mellrichstadt und Stadträtin Edeltraut Rapp am vergangenen Sonntag viele Musikfreunde im Schloss Wolzogen begrüßen konnten. Der langjährige Organist der Gemeinden Roßrieth, Sondheim/Grabfeld und Mühlfeld, Christoph Jobst aus Würzburg, sowie die junge Geigenschülerin Tabita Öhlein aus Willmars gaben ein Benefizkonzert. Die beiden präsentierten ihrem Publikum ein kurzweiliges Konzert, wobei Jobst, dieses Mal am Flügel, für eine ganz ungezwungene Atmosphäre sorgte.

Den weiten musikalischen Bogen spannten der Profi und die Schülerin sehr weit, er reichte von klassischen Stücken bis hin zu modernen Arrangements, mal getragen-melancholisch, mal heiter-beschwingt oder auch lebhaft-dramatisch. Sonaten, barocke Tänze und sakrale Lieder gehörten ebenso zum abwechslungsreichen Programm wie Filmmusik und Swing.

Tabita Öhlein ist Schülerin des musischen Zweigs am Martin-Pollich-Gymnasium in Mellrichstadt und wird von Musiklehrerin Magdalena Schmid-Schindler im Fach Violine unterrichtet. Obwohl erst 13 Jahre alt, wirkte sie bei ihrem Auftritt im Schloss Wolzogen cool und unaufgeregt, fast wie ein alter Hase auf der Musikbühne.

Zum Auftakt präsentierte Jobst mit „Gabriellas Song“ die Titelmusik aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“, und auch eines seiner nächsten Stücke, „Chocolat“, wurde von Rachel Portman für den gleichnamigen Kinostreifen aus dem Jahre 2000 geschrieben.

Eine Reihe klassischer Stücke folgten. Dabei stellte Jobst nicht nur sein Können am Flügel unter Beweis, er zeigte auch, dass er sich in allen Musik-Genres zu Hause fühlt. Zu hören gab es den „Schwan“ aus „Karneval der Tiere“, Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate F-Dur sowie eine Sonate von Georg Philipp Telemann. Gemeinsam mit der jungen Geigerin präsentierte Jobst dann die beiden heiteren Weisen „Wandervögel“ und „Erzählung“ und beeindruckte vor der Pause mit „Gabriels Oboe“, ein Stück, das Ennio Morricone für den Film „Mission“ komponiert hat.

Auch nach der Pause stellten die Musiker einen bunten Mix aus verschiedensten Musikstilrichtungen vor; er reichte von Johann Sebastian Bachs berühmter Kantate „Jesu bleibet meine Freude“, über den schwedischen Song „Stay with me“ und einer Gavotte bis hin zu Jazz- und Swing-Stücken, die Jobst modern interpretierte.

Trotz dieser Vielfalt an Stilrichtungen sorgten Christoph Jobst und Tabita Öhlein auch für Augenblicke des Innehaltens, die durchaus zum Volkstrauertag passten.

Das Publikum zollte dem Duo am Ende viel Beifall. Christoph Jobst, der dem Wunsch nach einer Zugabe gerne nachkam, setzte mit „The black Pearl“ aus dem Kinofilm „Fluch der Karibik“ dann einen imposanten Schlusspunkt.

Der Erlös aus den Spenden für das eintrittsfreie Konzert geht im Übrigen an „Medair“, eine Organisation, die in Krisen- und Kriegsgebieten auf der ganzen Welt unterwegs ist, um Menschen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen. Mühlfelds Pfarrer Gerhard Jahreiß bedankte sich daher stellvertretend bei den beiden Musikern und gab allen Besuchern einige Gedanken zum Volkstrauertag mit auf dem Heimweg.

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