BAD KÖNIGSHOFEN

Katholische Kirchengemeinde sorgt für Wasser in Tansania

Endlich reichlich sauberes Wasser: In Tansania ist nicht selbstverständlich das klares Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Diese Kinder wissen den neuen Brunnen zu schätzen. Foto: Thomas Hälker

Vor zwei Jahren unterstützte die katholische Pfarrgemeinde Bad Königshofen ein Projekt in Tansania, das von dem dortigen Pfarrer Tumaini Ngonyani Litereku ins Leben gerufen wurde. In der Pfarrei Namabengo, die 35 Kilometer von der Stadt Songea liegt, startete mit Unterstützung der hiesigen Pfarrei in Bad Königshofen das Projekt Sankt Nikolaus, das jetzt erste Früchte trägt.

Mit den Spenden aus Bad Königshofen, die 2200 Euro betrugen und den Zuwendungen über 4500 Euro von den Schwestern aus Untermarchtal, konnten die Anfangskosten gedeckt und mit dem Bau begonnen werden. Auftakt war eine Brunnenbohrung, die erfolgreich zu Ende geführt wurde. Mittlerweile ist der Brunnen geschützt in einem Haus untergebracht. Von dort aus wird mittels Wasserturm, Auffangbehälter und einer Wasserpumpe effektiv die Bevölkerung mit dem kostbaren Nass versorgt. Grundvoraussetzung, um mit dem Projekt weitermachen zu können. Mit dem Geld wurden heimische Handwerker bezahlt die die Arbeiten für Elektrik, Installation und Hausbau durchführten.

Das Wasser wird unter anderem im Kindergarten für einen eigenen Gemüsegarten verwendet. Der versorgt die Kinder mit frischem Gemüse, der Brunnen liefert sauberes Trinkwasser. Ausgeglichene Ernährung für die Kinder trägt zur Gesundheit bei und die ist Basis für effektive Ausbildung. Hier hat das Projekt angesetzt, die Gelder konnten in vollem Umfang zweckgebunden verwendet werden, heißt es.

Für die Erweiterung des Projektes gibt es umfangreiche Pläne. Ein nahe gelegenes größeres Krankenhaus soll ebenfalls mit Wasser aus dem Brunnen versorgt werden, da dort noch kein fließendes Wasser zur Verfügung steht. Es fehlen jedoch nochmals knapp 4000 Euro um das Hospital an den Brunnen anzuschließen. Gleichzeitig soll auch die Getreidemühle, die ebenfalls am Kindergarten angrenzt, mit Wasser versorgt werden um dort den Produktionsablauf effektiver gestalten zu können. Das Geld soll für Wasserrohre, sanitäre Einrichtungen und Hygieneabteilungen im Krankenhaus verwendet werden.

Hilfe zur Selbsthilfe ist das Motto und so gesehen ist die Getreidemühle ein lebenswichtiger Faktor für den gesamten Betriebsablauf. In der Nähe des Kindergartens ist ein Stromaggregat installiert. Die Getreidemühle produziert während des Mahlens Strom und gibt die Energie an die Gemeinde ab. Das Aggregat erzeugt Strom, der wiederum die Wasserpumpe antreibt, die das Wasser in den Hochbehälter pumpt, der den Kindergarten versorgt. Die Betriebskosten für Diesel und Reparaturen werden mit dem Geld gedeckt, das die Gemeinde für das Mahlen ihres Getreides bezahlen muss.

Wichtig ist allen Beteiligten, das das Geld zu 100 Prozent dort ankommt, wo es benötigt wird. Durch die enge Zusammenarbeit mit Ordensschwestern und Ordensbrüdern vor Ort sei dies gewährleistet.

Wer mehr über das Projekt wissen möchte, kann sich mit Pfarrer Tumaini Ngonyani Litereku am Samstagabend in der katholischen Kirche von Bad Königshofen nach dem Vorabendgottesdienst um 18.30 Uhr über das Projekt unterhalten oder am Sonntagmorgen nach dem Hauptgottesdienst, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Kontakt mit dem Pfarrer aus Tansania aufnehmen. Beide Gottesdienste werden von dem afrikanischen Geistlichen zelebriert.

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