MELLRICHSTADT

Kein Funkmast am Stelenfeld

(sto) Das Thema bewegt die Gemüter. Es geht um den Aufbau des Digitalfunks der „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS) in Bayern, deshalb hat das Staatliche Bauamt Schweinfurt für einen Mastneubau auf dem Reuthberg das baurechtliche Verfahren eingeleitet. Der Betonmast ist immerhin 44 Meter hoch, das vorgesehene Grundstück ist als Ackerland ausgewiesen. Die Stadt sieht den geplanten Standort als „sehr kritisch“ an und befürwortet stattdessen eine Konzentration von Funkanlagen, wie sie beispielsweise am Reuthof, am Heidelberg oder Wasserhochbehälter in Sondheim/Grabfeld schon bestehen.

Sie begründet ihre Haltung damit, dass aus Sicht der Bevölkerung durch die Häufigkeit der Anlagen eine Verspargelung der Flächen im landwirtschaftlichen Raum befürchtet wird. Der Stadt Mellrichstadt liegt sehr daran, keine Zerstreuung einzelner Masten in der Landschaft zu erhalten, machte der Bürgermeister bei der Stadtratssitzung deutlich.

„Es gilt, den Standort mit allem Nachdruck abzulehnen“, forderte Stadtrat Robert Mack. Und hatte einen guten Grund dafür: Der Mast positioniert sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kunstprojekt „Stelenfeld Mellrichstadt“, das sich dort entwickelt. Die ersten fünf der geplanten 18 Eichenholzskulpturen sind auf dem Flurstück am Reuthberg bereits aufgestellt. Die Ratskollegen teilten Macks Ansicht, dass das Stelenfeld unter einem 44 Meter hohen Funkmasten fürchterlich „leiden“ wird.

Die Haltung des Stadtrats ist eindeutig: Da es mit den Standorten Reuthof und Heidelberg aktuell zwei Funkanlagen im hiesigen Bereich gibt, sprach sich das Gremium gegen einen weiteren – und zwischen diesen beiden Punkten liegenden – Standort aus.

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