Windshausen

Keine Nachtbeleuchtung mehr am Gemeinschaftshaus

Tag und Nacht brennt das Licht am Gemeinschaftshaus. Auch die Kirche muss nicht die ganze Nacht beleuchtet sein. 'Lichtverschmutzung', nach Meinung der Bürger.
Tag und Nacht brennt das Licht am Gemeinschaftshaus. Auch die Kirche muss nicht die ganze Nacht beleuchtet sein. "Lichtverschmutzung", nach Meinung der Bürger. Foto: Brigitte Chellouche

Großes Interesse zeigten die Bürger von Windshausen an den Ausführungen des Bürgermeisters über die aktuellen Zahlen und Aktivitäten der Gemeinde. Mehr als 60 Windshäuser fanden daher den Weg zur Bürgerversammlung ins Sportheim.

Bürgermeister Georg Straub begann mit den üblichen statistischen Zahlen. So zählt Windshausen derzeit 689 Einwohner. 33 Zuzügen stehen 24 Wegzüge gegenüber, zu verzeichnen waren außerdem fünf Geburten, vier Sterbefälle und zwei Eheschließungen. Gebaut wird in Windshausen auch gerne. So konnten sechs Bauanträge mit einem Volumen von knapp einer Million Euro verwirklicht werden. Auch die Gemeinde baut im Ortsteil. So ist das Gemeinschaftshaus zum größten Teil fertiggestellt und erstrahlt in neuem schicken Glanz, einzig der Aufzug fehlt noch. Laut Bürgermeister soll er bald eingebaut werden und auch die Außenanlage wird in Angriff genommen. Die Verzögerung hier sei den Genehmigungsbehörden geschuldet, die länger Zeit für die Bearbeitung brauchten.

Parkplatzprobleme durch Kindergartenanbau?

Das zweite gemeindliche Bauvorhaben in Windhausen ist der Anbau an den Kindergarten. Er dient unter anderem zur räumlichen Erweiterung der Kinderkrippe und der Neustrukturierung des gesamten Gebäudes. Die Arztpraxis bleibt weiterhin in den angestammten Räumen und auch Parkplätze für Patienten seien vorhanden, betonte Straub. Positives konnte er auch zur Bebauung des Grundes der ehemaligen Gärtnerei vermelden. So baut dort ein privater Investor Gebäude mit Miet- und Eigentumswohnungen. Bevor der Bürgermeister zur Diskussion aufforderte, bedankte er sich bei den Bediensteten, den Ehrenamtlichen und den Vereinen für die Arbeit im Dorf zum Wohle der Bürger.

Die Aussprache begann Rainer Sterzinger, der seine Befürchtungen aussprach, dass beim Anbau am Kindergarten die Parkplätze wegfallen würden. Ferner prangerte er den Hol- und Bringdienst der Kinder am Kindergarten durch die Mütter mit ihren PKW an: "Das ist richtig gefährlich." Der Bürgermeister betonte, dass am Erdmannstal ein Parkplatz zur Verfügung stünde. "Die Patientenparkplätze für den Arzt bleiben unangetastet."

Entrüstung über radikalen Heckenschnitt

Herbert Palige zeigte sich entrüstet über den Radikalschnitt der Hecken am Ebersbacher Weg. Hier schaltete sich stellvertretender Bürgermeister Erwin Kruczek ein. "Das waren wir nicht. Das war der Anlieger. Er hat die Hecken zerstört. Ich habe Anzeige erstattet." Die Gemeinde hätte die Hecken wie üblich auf Stock gesetzt. Sie hätten schon wieder ausgetrieben. Dann sei der private Anlieger mit seinem Werkzeug gekommen und hätte die Hecken bis auf den Grund zerstört. Empörung war im Saal darüber zu hören.

Rainer Sterzinger monierte die bereits beendeten Arbeiten in der Weinbergstraße. Die Nachbegehung und die Abnahme der Straße seien zwar erfolgt, aber die Nachbesserungen seien nur bedingt durchgeführt worden, monierte er. Ferner prangerte er die schlechte Schneeräumung dort an. Eine Kieskiste könnte Abhilfe schaffen, meinte er. Hier meldete sich Bauhofleiter Thorsten Griebel zu Wort, der bat, bei solchen Problemen direkt auf auf ihn zuzukommen oder ihn anzurufen. Um die nochmalige Nachbegehung der Straße wird sich der Bürgermeister gemeinsam mit der VG kümmern.

Gefährliche Situation an der Bushaltestelle

Weiterhin wollte Sterzinger wissen, wann die Außenanlage am Gemeinschaftshaus gebaut wird und der Aufzug hinkommt. "Wenn die Genehmigung da ist (Außenanlage)", sagte Straub und der Aufzug komme bald. Ferner wies Sterzinger darauf hin, dass der Weg am Spielplatz in der Weinbergstraße in schlechtem Zustand sei. Er wisse das, erklärte der Bürgermeister. Die Gemeinde sei bestrebt, dort die Gärten zu kaufen und die Straße herzurichten.

Die Bushaltestelle in der Salzforststraße sprach Peter Steinmüller an. "Dort warten die Kinder auf den Bus und springen umher. Es ist sehr gefährlich.", sagte er.  Man habe sich mit der Polizei die Situation angesehen, erklärte Straub, und kenne die Probleme. Lösung hätten sie keine. "Es ist eine Kreisstraße."

Bürger fahren in der Salzforststraße zu schnell

Günter Moret wies darauf hin, dass an der Innentreppe des Gemeinschaftshauses ein Geländer fehlt. "Wird sofort gemacht", sprang Thorsten Griebel dem Bürgermeister zu Hilfe. "Auf der Toilette geht immer das Licht aus", monierte Moret weiter. "Der Sensor wird nachjustiert", sagte Straub. "Auf der Salzforststraße wird zu schnell gefahren. Was kann da gemacht werden?", fragte Romina Katzmann. Das Problem sei bekannt, sagte der Bürgermeister . Er empfahl als bremsende Maßnahme, dort PKW zu parken. Auf einer Kreisstraße dürften 50 km/h gefahren werden, ergänzte er. Dass im Kindergartenbereich eine 30er-Zone sei, wüssten die Bürger nicht, sagte Franz Schröder. "Die fahren dort alle zu schnell. Das Schild ist schlecht sichtbar." Straub wird sich kümmern.

Ein Lob kam von Kurt Then. Der neue Standort des Glascontainers sei gut gewählt, betonte er. Jetzt müsse nur noch der Grund befestigt werden. Die anwesenden Bürger stimmten dieser Aussage zu. Irmgard Neuenfels stören die Birken am Friedhof. "Sie werden zuviel Laub ab. Macht Arbeit." Dem konnte sich der Bürgermeister nicht anschließen. Es gäbe auch gegensätzliche Meinungen. Udo Keidel fragte nach, warum der Winterdienst den Radweg räume, aber nicht die anschließende Brunnengasse. "Das müssen die Anlieger machen", sagte Straub. Franz Schröder wies auf das unnötig durchgängig brennende Licht am Gemeinschaftshaus hin. Gleichzeitig kam auch der Hinweis aus der Runde, dass die Kirche nicht die ganze Nacht beleuchtet sein müsse. "Lichtverschmutzung." Zur Kirche konnte Straub nichts sagen. Zum Gemeinschaftshaus schon. "Es wird geändert und war auch nicht so geplant."

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