BAD NEUSTADT

Keine Spenden für den Klinikkonzern

Die Arbeit, die auf der Palliativstation der Kreisklinik geleistet wird, fand erneut große Anerkennung bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins. Den „exzellenten Ruf weit und breit“ hob auch Landrat Thomas Habermann hervor.

Bedingt durch die Übernahme der Kreisklinik durch die Rhön-Klinikum AG zum 1. Januar 2016 musste der Förderverein seine Satzung ändern. Denn bisher war es kein Problem, die Spendengelder des Vereins an die Palliativstation weiterzuleiten, da das Neustädter Krankenhaus als Klinik des Kreises eine gemeinnützige GmbH war. Bei einer AG, zu der die Station künftig gehört, ist die Gemeinnützigkeit nicht mehr gegeben, erläuterte Schatzmeisterin Angelika Zotter die Hintergründe.

Weil aber vermieden werden soll, dass mit Spenden eine Unterstützung der Rhön-Klinikum AG erfolgt, musste die Satzung so geändert werden, dass ganz klar formuliert ist, wofür die Gelder verwendet werden: für die Förderung der stationären und ambulanten Palliativmedizin, palliativmedizinische Fortbildung, verschiedene Therapien und Ausstattungsgegenstände. Zuschüsse zu Gehältern kann der Förderverein nicht mehr übernehmen.

Namensänderung

Für den – eigentlich nicht vorgesehenen – Fall einer Vereinsauflösung muss in der Satzung angegeben werden, wer dann begünstigt würde. Man entschied sich für das Kinderhospiz Allgäu in Memmingen. Mit der Satzungsänderung einher ging auch die Namensänderung. So heißt der Verein jetzt „Verein zur Förderung der Palliativmedizin“. Betont wurde von allen Seiten, dass es mit der Palliativstation weitergehen werde wie bisher. Der Umzug wird voraussichtlich in drei Jahren erfolgen.

In seinem Rückblick ging Vereinsvorsitzender Michael Schneider auf das Jubiläum zum fünfjährigen Bestehen der Palliativstation ein. Zugenommen habe die Zahl der Patienten, sie liegt zwischen 250 und 260 im Jahr. Die acht Betten seien momentan zu 75 Prozent ausgelastet.

Schriftführer Ralf Baumeister bezifferte die aktuelle Mitgliederzahl mit 159, und Schatzmeisterin Angelika Zotter gab einen Überblick über die Finanzen. Im Jahr 2014 waren rund 35 500 Euro an Spenden eingegangen. Gefördert wurden die verschiedenen Therapien mit 9100 Euro, die Aus- und Weiterbildung mit 6800 Euro, Anschaffungen mit 12 600 Euro und der Einsatz der Brückenschwester mit 18 600 Euro.

Auch 2015 seien bereits wieder viele Spenden eingegangen, und der aktuelle Stand biete gute Voraussetzungen für die weitere Unterstützung der Palliativmedizin, so Zotter.

Neuwahlen

Problemlos gestalteten sich die Neuwahlen, denn der bisherige Vorstand wird den Förderverein auch in den kommenden drei Jahren leiten. Er setzt sich zusammen aus Michael Schneider (Vorsitzender), Ebba-Karina Sander (stellvertretende Vorsitzende), Schatzmeisterin Angelika Zotter, Schriftführer Ralf Baumeister, den Beisitzern Thomas Habermann, Klaus Wutke, Hannelore Schneider, Rolf Kurz, Angelika Ochs, Gaby Gehrhardt, Benedikte Bauer, Heinz Helm, Hermann Steinhardt und Thomas Fischer, den Kassenprüfern Alois Gensler und Peter Suckfüll sowie kraft Amtes den Ärzten der Palliativstation Ute Hiby und Peter Diehl.

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