NEUSES

Kirche mal wieder voll

Mal klassisch und getragen, mal modern und schwungvoll: Eine abwechslungsreiche Einstimmung auf das Weihnachtsfest bot der Gospelchor “Voice of Glory“ bei seinem Konzert in Nassach.
Mal klassisch und getragen, mal modern und schwungvoll: Eine abwechslungsreiche Einstimmung auf das Weihnachtsfest bot der Gospelchor “Voice of Glory“ bei seinem Konzert in Nassach. Foto: Beate Dahinten

Mal klassisch und getragen, mal modern und schwungvoll: Eine abwechslungsreiche Einstimmung auf das Weihnachtsfest bot der Gospelchor „Voice of Glory“ zusammen mit talentierten Nachwuchsmusikern aus dem klassischen Bereich.

Schon gleich am Anfang des Konzerts in der Heiligkreuz-Kirche hatte Wolfgang Neuhöfer eine Besonderheit ausgemacht. „Eine volle Kirche, das sieht man selten“, sagte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats. Und was auch nicht so oft vorkommt in einem Gotteshaus: Im Lauf des Abends kam Bewegung in die Reihen – ob in den Bänken, auf den Stehplätzen ganz hinten oder oben auf der Empore. Der Chor aus dem Raum Stadtlauringen schaffte es, die Zuhörer mit hinein zu nehmen in die Freude an der Musik und die Freude darüber, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, um diese Welt zu retten.

In Liedern wie „Jesus what a wonderful child“, „Joy to the world“ – dem ersten Höhepunkt des Abends – oder „Adeste fidelis“ kam diese Freude besonders deutlich zum Ausdruck. Unter anderem bei dem letztgenannten Stück wurden die Sängerinnen und Sänger von klassischen Instrumenten begleitet. Der junge Chorleiter Alexander Schuhmann hatte Unterstützung von der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen organisiert: Elisabeth Schöneck, Judith Kuntz, Magdalena Wolf und Leonard Hölldampf (Geige), Leonie Fritsch (Bratsche), Leo Heidingsfelder (Trompete) und Johanna Kraus (Cello, Klavier). Wobei Schuhmann auch selbst als Cellist sowie am Klavier mitwirkte und Johanna Kraus ihn auch am Dirigentenpult vertrat.

In der Kombination von Chor und Streichern erlebte zudem eine Eigenkomposition von Schuhmann eine Erstaufführung: Rein instrumental präsentierte das kleine Streicherensemble über den Abend verteilt die Sätze eines Concerto grosso mit weihnachtlichen Motiven von Arcangelo Corelli aus dem Jahr 1680.

Der Chor selbst konnte auch gesanglich überzeugen, etwa mit dem stimmgewaltigen „Gloria“. Zwar gab es im ersten Drittel bei „Machet die Tore weit“ ein paar aufregungsbedingte Dissonanzen, doch ließen sich die Akteure davon nicht die Freude rauben. Und spätestens als sie das gleiche Lied gegen Ende noch mal als Zugabe präsentierten, war allen Zuhörern klar, dass sie's wirklich drauf haben. Zuvor hatten sie sich beim Medley „Amen“ ganz in ihrem Element gezeigt.

Statt Eintritt zu verlangen, sammelte der Chor Spenden für das Kinderhilfsprojekt „Lentch“ in Peru, wo Jan Eisenmenger aus Hofheim gerade mitarbeitet.

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