IRMELSHAUSEN

Kleiner, aber aktiver CSU-Ortsverband

Begrüßung: CSU-Ortsverbandsvorsitzender Bernhard Witz begrüßte als besonderen Ehrengast Landtagspräsidentin Barbara Stamm gemeinsam mit zweitem Vorsitzenden Thomas Steinschauer (links). Foto: Regina Vossenkaul

Ein Familienfest anstatt eines Herbstfestes richtete der CSU Ortsverband Milzgrund am Sonntag zum ersten Mal aus. Auf dem Kirchplatz trafen sich zahlreiche Bürger, um einen Nachmittag mit Diskussionen und besonderen Gästen aus der Politik zu verbringen. Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, Landrat und Bezirkskandidat Thomas Habermann und Landtagskandidatin Juliane Demar machten Station in Irmelshausen, nachdem sie Knetzgau und Neubrunn besucht hatten.

Der Ortsverband Milzgrund zählt 22 Mitglieder und ist dafür bekannt sich für die Belange in der Umgebung einzusetzen. Durchschnittlich zweimal im Jahr wird zu interessanten Vorträgen mit Referenten der Hans-Seidel-Stiftung eingeladen, zu den Festen kommen oft hochrangige Politiker. Vorsitzender Bernhard Witz berichtete in einem Gespräch von dem Besuch des Staatssekretärs Gerhard Eck, der dafür gewonnen werden konnte sich für den Radwege-Lückenschluss Gollmuthhausen-Waltershausen stark zu machen. Die Aktion der jetzigen Staatsministerin Dorothee Bär „Wo drückt der Schuh“ nutzte der Ortsverband für eine Eingabe und ebnete damit den Weg für die Zuwendung von 300.000 Euro aus einem Denkmalschutz Sonderprogramm für die Sanierung des Kirchturms in Irmelshausen.

Besonders eingesetzt hat sich – gemeinsam mit vielen Mitstreitern – der zweite Vorsitzende des Ortsverbands, Thomas Steinschauer, der sich extra Urlaub nahm, um Präzedenzfälle herauszusuchen, bei denen die Behördenverlagerung nicht in eine Kreisstadt, sondern in eine andere Gemeinde des jeweiligen Landkreises vorgenommen wurde. Es ging um 50 Finanzamts-Arbeitsplätze, die nach den Plänen des damaligen Heimatministers Markus Söder nach Bad Neustadt kommen sollten, viele Bürger und Politiker wie der Landrat und Steffen Vogel, waren der Meinung, jetzt müsste mal Bad Königshofen zum Zuge kommen – so ist es auch schließlich beschlossen worden.

Bernhard Witz konnte dann mit einiger Verspätung die Ehrengäste begrüßen und lobte die Verlässlichkeit und das christliche Handeln von Barbara Stamm, die zur beliebtesten bayerischen Politikerin gewählt wurde. Die Landtagspräsidentin bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement im Ortsverband und in den Vereinen und streifte in ihrer Rede zahlreiche Themen aus der Landespolitik wie Ausgleichszahlungen für Dürreschäden, die Ausstattung und den Erhalt der Schulen, das Familiengeld, das nach Meinung des CSU anrechnungsfrei bleiben soll, ebenso wie das Pflegegeld (die einmalige Zahlung von 1000 Euro pro Jahr ab Pflegestufe zwei). Die Themen Mütterrente und Altersarmut sowie ein Lob für alle jungen Leute, die sich für eine Familie mit Kindern entscheiden, erwähnte Stamm ebenfalls in ihrer Ansprache.

Ein Grußwort sprach Steffen Vogel, der unter anderem auch auf die Behördenverlagerung einging und die kürzlich bestätigte Zuwendung von 800 000 Euro für den Abriss des alten Bad Königshöfer Krankenhauses – auf dem Grundstück soll der neue Finanzamts-Bau entstehen. Auf das Thema „gleichwertige Lebensverhältnisse“ in Stadt und Land ging er ein und bedauerte die Menschen in den Ballungsräumen, besonders in München, die sich als Normalverdiener kaum eine Wohnung leisten können. Statt Steuergeld auszugeben, um die Mieten niedriger zu gestalten, sollten die Leute lieber auf dem Land wohnen bleiben. Landrat Thomas Habermann bedankte sich bei den anwesenden Politikern, die bei anstehenden Entscheidungen oft den letzten Impuls gegeben hätten. Er rief dazu auf sich zahlreich an den Wahlen am 14. Oktober zu beteiligen. Viele Länder beneideten Deutschland um die ehrlichen, freien und geheimen Wahlen.

In der geplanten Diskussion, die Juliane Demar moderierte, gab es nur eine einzige Frage, bezogen auf die unterschiedlichen Parteien, denen Barbara Stamm und Tochter Claudia Stamm angehören. Es gebe keine Streitigkeiten in der Familie, nur unterschiedliche Meinungen, war die Antwort. Ihre Tochter habe eine eigene Partei namens MUT gegründet. Für sich selbst habe Stamm entschieden noch einmal für den Landtag zu kandidieren nach dem Motto „In schwierigen Zeiten geht man nicht von Bord“.

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