Eußenhausen

Komödie, Satire und Kokolores beim Dorfball in Eußenhausen

Helmut Dietz als "Schackeline" und Andreas Hoch als Anton waren optisch und akustisch eine Augenweide und sorgten für Lachsalven. Foto: Brigitte Gbureck

Eußenhausen bürgt immer für gute Unterhaltung, ob beim Theater oder auch im Fasching. Gut gelaunt saß ein bunt gemischtes, närrisch kostümiertes Feiervolk bei der zweiten Auflage des Dorfballs im Kulturheim und ließ sich vorab schon von Alleinunterhalter Michael Kern in Stimmung bringen.

Protokoller Konrad Then eröffnete mit geschliffenen Versen den Dorfball. Foto: Brigitte Gbureck

Nachdem der Elferrat auf der Bühne Platz genommen hatte, begrüßte Moderator Marcel Schmitt das Publikum. Und wie bei den großen Karnevalssitzungen, so ließ auch in Eußenhausen der Protokoller Konrad Then mit geschliffenen Reimen die Weltpolitik Revue passieren. Vom "Realitätsverlust" als Wort des Jahres über Gauland, Grundrente, Steuern, Wohnungsnot bis hin zu Greta beleuchtete er alles. Natürlich beleuchtete er auch Lokales.

"Ministrant" Siegbert Seifert mit seiner Puppe Theodor hatte die Lacher auf seiner Seite. Foto: Brigitte Gbureck

Zugaben waren an der Tagesordnung

"Zwischen Erde und Himmel" tanzten die Jüngsten als kleine Außerirdische. Und wie bei allen kommenden Beiträgen musste eine Zugabe sein. Trainerinnen waren Iris Dietz und Emily Gensler. Eine Ordensschwester als Vorhut mit einer Liedtafel bereitete den Weg für das kommende Spektakel. Ein Ministrant (Siegbert Seifert) zog prozessionsmäßig mit dem "Te Deum", verschiedenen Fahnen- und Himmelträgern und mit einer sprechenden Puppe in der Hand auf die Bühne. Er nannte den heiligen Bimbam als Schutzpatron der Glockenläuter und den St. Nimmerlein als den der Zukunft. Ministrant Siegbert hielt dann sehr professionell Zwiesprache mit Puppe Theodor. Aus dem Buch der Eußenhäuser, dem Struwwelpeter, wurden witzig-weltliche "Glaubensfragen" gestellt. Dabei kamen viele Dorfbegebenheiten zum Vorschein. Helmut Dietz und Andreas Hoch machten bei einem kleinen Puppenspiel mit schrägen Masken und noch schrägeren Kommentaren mit, was zum Brüllen komisch war. "Schwanensee" hieß der Tanz der großen Garde.

"Schwanensee" tanzte die große Garde. Foto: Brigitte Gbureck

"Sie sind schöner als Frickenhäuser, intelligenter als Söndemer und hübscher als Mellerschter", so wurden die Teilnehmer am politische Frühschoppen angekündigt, vertreten durch Bündnis 90/Die Grünen (Günther Krines), SPD (Felix Stingl), Freie Wähler (Steffen Krines) und CSU (Thomas Stingl), ein absolutes Highlight. Politische Witze waren nicht zimperlich, eher deftig und derb. Begleitet wurden die Lieder von Christina Dietz am Klavier. Flott war der Saisontanz der großen Garde, trainiert von Jasmin Dietz und Jacqueline Voll.

Niedlich anzusehen war die Miniongarde. Foto: Brigitte Gbureck

Partnervermittlung mit Augenzwinkern

Federleicht mit Charme, Akrobatik und entsprechender Gestik tanzten die beiden Mädchen des Tanzduos, Lisa Dietz und Miriam Then, trainiert von Jasmin Dietz und Laura Krines. In einem anderen Stück bediente ein Sachse (Felix Stingl) in seiner Partnervermittlung einen Kunden (Benedikt Kirchner), der eine Partnerin für ein Zeugenschutzprogramm suchte. Ein uriger Vortrag, bei dem das Zähneklappern und die Mimik von Felix Stingl wahre Lachsalven auslösten.

Günther Krines erzählte dann vom Weinseminar, das er, nach dem Dübelabend im letzten Jahr, mit seinen Kumpels Willibald, Walter, Dieter und Norbert in der Pfalz besucht hat. Zum Trinken braucht man nicht wegfahren, man kann auf den Kreuzberg, war die Erkenntnis daraus und endete mit dem Lied "Droben auf der Höh", frei nach Ed Sheeran.

Partnervermittlung mit Felix Stingl und Benedikt Kirchner. Foto: Brigitte Gbureck

Klimaterroristen beim Müllverbrennen

Als "Klimaterroristen" erschienen dann Fiete der Friedliche (Alexander Endres) und Volker (Lukas Zorychta) auf der Bildfläche. "Wastepickers", Müllsammler, waren sie bei Demonstrationen, der Müll wird sauber getrennt, bevor sie ihn im Wald verbrennen. Danach ging es auf das sinkende Schiff: Als Matrosen und Meerjungfrauen legte die große Garde ihren Showtanz hin, Trainerinnen waren Jacqueline Voll und Jasmin Dietz.

Coole Herren, die Elferräte der Eußenhäuser. Foto: Brigitte Gbureck

Alle Aktiven versammelten sich am Schluss noch einmal auf der Bühne, wo Günther Krines als Programmchef gelobt wurde und das Publikum als das beste, das sie je hatten. "Das ist der Dorfball, das ist unsre Fasenacht", sangen Akteure und Publikum begeistert gemeinsam. Die Eußenhäuser hatten sich alle Mühe gegeben, ein eindrucksvolles, unterhaltsames Programm auf die Beine zu stellen, das bestens ankam.

Ein absolutes Highlight: der politische Frühschoppen mit (von links) Steffen Krines, Thomas Stingl, Günther Krines und Felix Stingl. Foto: Brigitte Gbureck

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