Kleineibstadt

Konzert in Kleineibstadt: Ein erlebnisreicher Ausflug in die Blasmusik

Mit Jona Emes und Janis Schneider stellten sich zwei junge Trompeter vor, die zur Nachwuchstruppe des Musikvereins Kleineibstadt gehören. Sie wurden von Jacob Mendel und Bastian Gollhard unterstützt und von Pius Ziegler dirigiert. Foto: Hanns Friedrich

Als einen "erlebnisreichen Ausflug in die Musik" hat Josef Friedrich, Moderator des Abends, das schon traditionellen Konzert der Musikkapelle Kleineibstadt bezeichnet. Und damit lag er genau richtig, wie die zahlreichen Besucher in der Kleineibstädter Kirche St. Bartholomäus bestätigten. Dass die Kapelle keine Nachwuchssorgen plagen, zeigte der Auftritt der jungen Trompeter Jona Emes und Janis Schneider, die von Jacob Mendel und Bastian Gollhard unterstützt wurden. Die Leitung lag in den Händen von Pius Ziegler, der an diesem Abend auch das Orchester dirigierte.

Mit "Up on a House Top" spielten die beiden Trompeter das Weihnachtslied von Benjamin Russell Hanby. Vierstimmig erklang dann  die bekannte Melodie "Hang down your head, Tom Dooley" von Gillian Grayson. Viel Beifall bekamen die Nachwuchsmusiker für ihren Auftritt. Eingangs hatte Vorsitzender Udo Mauer die Gäste in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche begrüßt.  Wie jedes Jahr führte wieder Josef Friedrich durch das Programm. Er verstand es, durch fundiertes Wissen und persönliche Eindrücke die einzelnen Musikstücke zu präsentieren.

Musikalische Liebeserklärung an den Bodensee

So berichtete er zum Musiktitel "A whole new world" aus dem Film Aladdin, dass der Prinz seiner Prinzessin Jasmin auf dem fliegendem Teppich die Welt zeigt und es dazu ein Duett gibt. Dieses war in der Kirche Kleineibstadt im Wechsel der Trompeten und Hölzer zu erleben. Weiter ging es mit einer Liebeserklärung an den Bodensee aus der Feder von Alexander Pfluger aus Kaufbeuren. Auf dem Programm stand im Anschluss "Don’t Stop Believing", ein Rocksong der Band Journey. Ein Titel aus dem Musical "König der Löwen" gehörte ebenso ins Programm wie "Crazy little thing called love" von Queen.

Erinnerungen an den  Welthit "Wind of Change" wurden beim Konzert ebenso wach wie, sozusagen als Kontrast, eine bömische Polka, die vor allem die Mentalität der Böhmen widerspiegelt: Gemütlichkeit, Bodenständigkeit und Besinnlichkeit. Die Polka tauchte Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Norddeutschland, London und den USA auf. Es kam damals zu einer regelrechten Polka-Mode; alle Zeitungen berichteten über diesen Tanz. Josef Friedrich: "Man trug die Haare à la polka, man salbte sich mit Polkapomade, man aß Kuchen à la polka, trug Kleider à la polka." Der Titel nannte sich "Der Strohwitwer".

Beendet wurde der gelungene Konzertabend mit einem Marsch, der den Titel "Dem Lande Tirol die Treue" trägt und von Florian Pedarnig in der Theinfelder Fassung geschrieben wurde. Dirigent Pius Ziegler hat ihn bearbeitetet und so wurde daraus ein Marsch, der immer wieder bei Konzerten gewünscht wird mit dem Titel "Dem Lande Unterfranken die Treue".

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