Mellrichstadt

Konzert in Mellrichstadt: Musik sagt mehr als tausend Worte

Der Frauenchor und der Kirchenchor unter der Regie von Dirigent Wolfgang Heuring erfreuten die Zuhörer beim Konzert zum Ende der Weihnachtszeit in St. Kilian mit besinnlichen Liedern. Foto: Brigitte Gbureck

Pfarrer Thomas Menzel begrüßte am Sonntagabend die Besucher in der Mellrichstädter Kirche St. Kilian zum Konzert zum Ende der Weihnachtszeit, das schon eine gute Tradition habe und sich immer großer Beliebtheit erfreue, wie unschwer an der gefüllten Kirche abzulesen war.

Es sei gut, dass an der Schwelle vom Weihnachtsfestkreis zum Jahreskreis noch einmal inne gehalten werde, sagte Menzel. Die Zuhörer können mit Hilfe der Musik nochmals bewusst die Botschaft von Weihnachten erleben, denn Musik vermittle ihre Inhalte mit einem emotionalen Erleben und vermag viel besser die Botschaft zu übermitteln als Worte.

Mandolinenklänge im Kirchenraum

Pfarrer Menzel begrüßte den Organisten Elias Mack, die Kirchenband „denkmal“ sowie den Kirchenchor unter Leitung von Wolfgang Heuring und freute sich besonders über vier junge Leute, die sich vom Bayerischen Landesjugendzupforchester kennen und jetzt gemeinsam als Ensemble musizieren. Zur Gruppe gehört als fünfter Mitspieler Nils Rösner aus Oberstreu. Das Ensemble gastierte auf Einladung von Pastoralassistent Manuel Thomas, Beisitzer beim Landeszupforchester, in Mellrichstadt. Er hat bereits in einer Rorate mit seiner Mandoline verzaubert. Pfarrer Menzel wünschte ein gutes und erfüllendes Konzert, das auch im Alltag noch nachklingt.

Bereits von Anfang an dabei: die Band „denkmal“, die das Konzert zum Ende der Weihnachtszeit in der Kirche St. Kilian bereicherte. Von links: Rebecca Zoll am Keyboard, Anna-Lisa Schultheis, Saxophonist Daniel Griebel, Jasmin Muhr, Hanna Staude und Linda Hartmann (mit Gitarre). Foto: Brigitte Gbureck

Mit Fanfare, Intermezzo und Toccata über „Eer zij God in onze dagen“ von Jan Peter Teeuw eröffnete Elias Mack an der Hey-Orgel das Konzert. Zwischen den kräftigen Tönen waren die „Engel auf den Feldern singen“ gut auszumachen. Sanfte und leichte Töne wechselten sich mit kräftigen und flott gespielten ab – ein imposanter Einstieg in das Konzert.

Kirchenband "denkmal" verzaubert mit schönen Stimmen

Mit Rebecca Zoll am Keyboard, Daniel Griebel am Saxophon und den Sängerinnen Anna-Lisa Schultheis, Jasmin Muhr, Hanna Staude und Linda Hartmann (mit Gitarre) trat die Kirchenband „denkmal“ mit drei Stücken in Aktion. „Yet not I but through Christ in me“ war ein christlicher Song, ebenso „10 000 Reasons – Bless the Lord“ (Preise den Herrn o meine Seele) mit einer Solo-Einlage von Linda Hartmann. „Dreimal – Werd ich dir folgen“ von Albert Frey erinnerte an die dreimalige Verleugnung von Petrus in der Passionsgeschichte. Daniel Griebel tauschte dabei das Saxophon mit Anna-Lisa Schultheis und verstärkte die drei Sängerinnen mit seiner Stimme. 

Neu dabei war in diesem Jahr das Zupfensemble um Pastoralassistent Manuel Thomas (Mitte). Foto: Brigitte Gbureck

Zart, leise, wie ein Wiegenlied spielte Elias Mack auf der Orgel „Noël alsacien – Schlaf wohl du Himmelsknabe, du“. Dann nahmen die Musiker des Zupfensembles auf den Stufen vor dem Altar Platz und erfüllten mit dem Wohlklang ihrer Mandolinen das Gotteshaus. „Ein kleines Weihnachtskonzert“ von Ursula Barthel eröffnete den Part, bei dem auch „Maria durch den Dornwald ging“ zu erkennen war. Die irische Suite „Planxty O’Carolan folgte, wobei Komponist O’Carolan das Wort „Planxty“ kreierte, das so viel wie musikalische Grüße bedeutet. Und natürlich darf „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda in keinem Weihnachtskonzert fehlen.

Auch die Zuhörer stimmten ein

 Mit vier Liedern beeindruckte der Frauenchor des Kirchenchors unter Leitung von Wolfgang Heuring. Bei „Fürchtet Euch nicht“, „Gloria, Gloria“, „Wunder von Bethlehem“ und „Kommet ihr Hirten“, von Elias Mack an der Orgel im Chorraum und Flötistin Hanna Baumeister begleitet, kamen die wunderbaren Frauenstimmen bestens zur Geltung. Großartig anzuhören war dann der gesamte Kirchenchor mit dem Klassiker „Zu Bethlehem geboren“. Ebenso berührend auch „Jesukind zart aus Jesse Art“. Wolfgang Heuring hatte den Chor wieder optimal vorbereitet und dirigierte ihn mit Hingabe. Gemeinsam hieß es dann „Auf, Christen, singt festliche Lieder“, wobei es der Dirigent auch verstand, die Besucher einzubeziehen.

Gerda Staude, die Sprecherin des Gemeindeforums, dankte allen Mitwirkenden und nicht zuletzt Pfarrer Thomas Menzel, einem großen Musik-Fan, der das Konzert initiiert und organisiert hat. Am Ende gab es für alle lang anhaltenden Applaus. Mit der „Toccata sur Il est né, le divin Enfant“, gespielt von Elias Mack an der Orgel, klang der Abend aus und die Besucher traten froh gestimmt ihren Heimweg an.

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