Stockheim

Koppelfest in Stockheim: Von Pferden und dem großen Glück

Die Mädchen auf den Schwarzwälder Pferden: (links) Franca Friedrich aus Berlin und Luca Krumke aus Herrmannsfeld auf „Domingo“ sowie (rechts) Clara Hartung aus Nordheim und Virginia Tief aus  Walldorf auf „Monsun“.
Die Mädchen auf den Schwarzwälder Pferden: (links) Franca Friedrich aus Berlin und Luca Krumke aus Herrmannsfeld auf „Domingo“ sowie (rechts) Clara Hartung aus Nordheim und Virginia Tief aus Walldorf auf „Monsun“. Foto: Katrin Lennartz

Seit 50 Jahren kommen Pferdefreunde zum „Reiterhof am Waldrand“ in Stockheim. Die Familie Fuchsberger feierte das 50-jährige Bestehen ihres Hofs am Sonntag mit einem Jubiläums-Koppelfest. Im Mittelpunkt des unterhaltsamen Programms stand die Segnung der heute rund 30 Pferde des Reiterhofs.

Das Jubiläums-Koppelfest lockte zahlreiche Pferdefreunde in das Reiterdomizil, denn gemeinsam feiern ist doch am schönsten. Eingeladen hatten Regina und Michael Fuchsberger, doch den Grundstein hatten die Eltern der Gastgeberin, die durch das bunte Showprogramm führte, gelegt. Oskar und Johanna Müller siedelten 1962 mit ihrem Bauernhof von Stockheim in die Flur Richtung Willmars aus. Dort drehte sich dann alles um die Schweinezucht.

Das Schicksal wollte es aber anders. „Opa Rudolf“ Müller schenkte 1969 seinen fünf Enkeln das Pony „Funny“. Der damals noch junge Tourismusverein aus Ostheim fragte an, ob jüngere Touristen mit Funny ein paar Runden drehen dürften. „Seine Frau, sein Musikinstrument und sein Pony“ verleiht man nach einem alten Sprichwort nicht. Doch diese Maxime wurde schnell beiseite gelegt, als die ersten Groschen in die Kinderhände wanderten. Pony Funny hatte Auslauf und das Taschengeld konnte mühelos aufgebessert werden – das fand der Nachwuchs einfach toll.

Oskar und Johanna Müller legten 1962 mit ihrem Umzug von Stockheim in den Aussiedlerhof am Waldrand den Grundstein für den zukünftigen Reiterhof. In einer festlich geschmückten Kutsche fuhren sie beim Koppelfest vor.
Oskar und Johanna Müller legten 1962 mit ihrem Umzug von Stockheim in den Aussiedlerhof am Waldrand den Grundstein für den zukünftigen Reiterhof. In einer festlich geschmückten Kutsche fuhren sie beim Koppelfest vor. Foto: Andreas Sietz

30 Ponys und Pferde leben auf dem Hof

Der Grundstein für den Reiterhof war gelegt. Im Laufe der Jahre hat sich viel auf dem Hof und dem Bewusstsein rund um die Tiere geändert, so Regina Fuchsberger. Heute leben 30 Ponys und Pferde auf dem Hof, darunter auch die einst unter eigenem Dach geborene „tierische Rentnergang“, an deren Spitze der 35-jährige Senior Max steht.

Mit Schrecken und zugleich voller Dankbarkeit erinnerte sie an den Brand des Heu-Lagers im Jahre 2015. Dank immer wiederkehrenden Brandschutzübungen vor Ort hatten die Wehren Schlimmeres verhindern können. Mit vereinten Kräften wurde ein neuer Trakt zur Heulagerung aufgebaut, blickte Fuchsberger zurück.

Junge Generation steht in den Startlöchern

Die Zukunft des Reiterhofes ist gesichert. Der 21-jährige Sohn Niklas Fuchsberger ist Landwirt mit Leib und Seele und arbeitet in einem Unternehmen im Bereich “Lohnarbeiten am Feld“. Tochter Maja, 17 Jahre, möchte Pferdewissenschaften studieren. Beide wollen zusammen den Betrieb einmal übernehmen, so Regina Fuchsberger voller Stolz.

Pfarrer Andreas Hutzler erhielt nach der Segnung der Pferde von Regina und Michael Fuchsberger die erste Jubiläumsplakette überreicht.
Pfarrer Andreas Hutzler erhielt nach der Segnung der Pferde von Regina und Michael Fuchsberger die erste Jubiläumsplakette überreicht. Foto: Andreas Sietz

Richtig anmutig begann dann das Festprogramm. Ponys und Pferde wurden auf die Koppel geführt, vorgestellt und bei den Liveklängen von Alina Senf, die mit einer Ballade für Gänsehautfeeling sorgte, durften sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: ganz gechillt grasen. Nachdem Pfarrer Andreas Hutzler die Pferde und ihre Reiter unter Gottes Schutz gestellt und zahlreiche Ehrengäste, unter anderem Landrat Thomas Habermann und Bürgermeister Martin Link, zum Jubiläum gratuliert hatten, zogen Oskar und Johanna Müller mit einer festlich geschmückten Kutsche ein. Sie hatten den Grundstein für das heutige Gehöft gelegt.

Es folgten zahlreiche anmutende und leidenschaftsvolle Show-Darbietungen, die mit dem Ausritt der Jubiläumsquadrille endeten. Ein langanhaltender Applaus war den zahlreichen jungen Reiterinnen und den Programmakteuren sicher. So manches Reiterherz schlug an diesem Tag auf jeden Fall höher.

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