BAD KÖNIGSHOFEN

Kreativ, spannend und voller neuer Ideen

In welcher Familie wird heute noch gemeinsam gespielt?. Diese Frage stellte sich im Mehrgenerationenhaus Bad Königshofen, wo zu einem Spielenachmittag eingeladen worden war. Eltern kamen mit ihren Kindern, um verschiedene Spiele auszuprobieren. Mit dabei war Michael Keim aus Obertheres, der Spiel- und Theatertrainer ist und daheim mehr als 400 verschiedene Spiele hat. Im Haus St. Michael stellte er 60 davon vor.
Zu einem Spielenachmittag mit dem Spiele- und Theatertrainer Michael Keim aus Obertheres hatte das Mehrgenerationenhaus St. Michael eingeladen. Eltern waren mit ihren Kindern gekommen, ließen sich über die verschiedensten Spielmöglichkeiten informieren und probierten selbst die Spielangebote aus. Hier ging es darum aus Einzelteilen und nach Vorgaben einen Baum zu bauen.
Zu einem Spielenachmittag mit dem Spiele- und Theatertrainer Michael Keim aus Obertheres hatte das Mehrgenerationenhaus St. Michael eingeladen. Eltern waren mit ihren Kindern gekommen, ließen sich über die verschiedensten Spielmöglichkeiten informieren und probierten selbst die Spielangebote aus. Hier ging es darum aus Einzelteilen und nach Vorgaben einen Baum zu bauen. Foto: FOTO Hanns Friedrich

Sein Ziel ist, Kinder und ihre Eltern wieder zum Spielen zu bringen. Ein Plakat mit der Aufschrift „Knospe“ warb für das Spielen und Knospe steht ganz einfach für „Knobeln, Spielen und Erzählen", so Michael Keim. Der Spieletrainer will der Jugend das klassische Spielen wieder schmackhaft machen. gründete deshalb 2007 als begeisterter Brettspieler die Firma „MainSpielMobil“. Wie er im Mehrgenerationenhaus sagte, legt er Wert auf Spielprojekte, bei denen den Teilnehmern keine fertigen Spielgeräte zur Verfügung stehen. Es seien die Materialien, die Spielfreude und Fantasie anregen. Als Spieletrainer geht es ihm darum, die Spieler zum experimentieren anzuregen. Gefördert werde damit das unbewusste Lernen.

In St. Michael waren denn auch viele Spiele teils aufgebaut, teils lagen sie zur Verwendung auf den Tischen. Da konnte man seine Geschicklichkeit testen, zum Beispiel an Rollen, in die man eine Kugel einwarf, die dann durch geschicktes Drehen nach unten zu befördern war.

Spiele wie „Die Siedler“, „Times up“, „Villa Paletti“ oder auch „Bamboleo“ lagen bereit. Die Eltern, die mit ihren Kindern gekommen waren, fanden es schön, dass es die Möglichkeit gab, Spiele zwanglos auszuprobieren. Wichtig sei, dass Kinder und Eltern wieder gemeinsam spielen. Zu Hause sei das nur selten der Fall und wenn gespielt wird, dann meist der Spiele-Klassiker „Mensch ärgere dich nicht“ oder Kartenspiele. Natürlich sei es schön mal zu Hause zusammen zu spielen, aber so in der Gemeinschaft mache es mehr Spaß, fügen die Kinder an.

Was wird zu Hause sonst noch gespielt? „Wenn ich Zeit habe, dann spiele ich Fußball mit meinen Jungs“, sagt ein Vater und die Mutter bevorzugt Brettspiele, die man zu Hause hat. Gerne genutzt wird auch ein Kicker, mit dem Tischfußball gespielt wird.

„Es sollte wieder mehr gespielt werden“, sagen die Eltern, erinnern sich aber auch daran, dass schon die eigenen Eltern früher wenig Zeit hatten mit den Kindern zu spielen.

Jenseits der Spielklassiker gab es an diesem Nachmittag viele neue Spiele zu entdecken. Zum Beispiel das Geschicklichkeitsspiel, bei dem ein Baum zusammengesetzt werden muss. Allerdings gibt es dazu anhand von Karten, konkrete Vorgaben. So galt es einen Ast, ein Blatt oder eine Kirsche anzubringen und zwar so, dass der Baum nicht umfällt. Eine, wie sich zeigte, nicht einfache Aufgabe.

Für Spieletrainer Michael Keim hat sich schnell gezeigt, dass er hier in eine Marktlücke gestoßen ist. Natürlich musste auch investiert werden. Es geht nicht nur darum, viele Spiele vorzustellen, sondern diese auch zu beherrschen. Keim selbst hat schon immer gerne gespielt, vor allem Scrabble, Monopoly und diverse Brettspiele. Der Spieletrainer weiß bestens über die Spiele Bescheid und kann beratend zur Seite stehen. Wichtig sind ihm Spiele, die generationsübergreifend eingesetzt werden können, weil sie nur dann ihren das Familienleben fördernden Sinn erfüllen.

Hintergrund eines solchen Spielenachmittags, der im kommenden Jahr wiederholt werden soll, ist es auch, sich über neue Spiele zu informieren und sie selbst zu testen. Und was sagen die Kinder zum Spielenachmittag: „Es ist schön, wenn man zusammen etwas unternimmt und ein oder gleich mehrere Spiele spielen kann." Die anwesenden Eltern haben sich vorgenommen, jetzt öfter mal ein Spiel hervorzukramen und nicht nur an den Festtagen im Jahr gemeinsam mit den Kinder zu spielen.

Der gute alte Kreisel macht immer noch Spaß. Rechts im Bild Spieltrainer Michael Keim
Der gute alte Kreisel macht immer noch Spaß. Rechts im Bild Spieltrainer Michael Keim Foto: FOTO Hanns Friedrich

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