BAD NEUSTADT

Kreisumlage sinkt um einen halben Punkt

Im Haushaltsentwurf des Kreises sind gut 400 000 Euro für den Neubau der Eisenbahnbrücke fürs Rhönzügle in Stockheim vorgesehen. Foto: ArchivHanns Friedrich

Die Kämmerer in den Städten und Gemeinden werden sich freuen, denn wie Kreiskämmerer Winfried Miller im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Tourismus erklärte, kalkuliert er im Kreishaushalt nicht wie bisher mit einer Kreisumlage von 48 Prozent, sondern nur noch mit 47,5 Prozent. Diese Senkung um einen halben Prozentpunkt bedeutet alleine für Bad Neustadt, dass die Stadt knapp 100 000 Euro weniger an den Kreis überweisen muss.

Weil es den Kommunen insgesamt besser geht und sie über eine höhere Umlagekraft verfügen, kommt trotz des gesunkenen Prozentsatzes unter dem Strich mehr an Kreisumlage in die Kassen. Miller kalkuliert für 2017 mit fast 35,9 Millionen Euro, die er an Kreisumlage bekommt – fast 1,8 Millionen Euro mehr als 2016. Über eine Million Euro davon muss der Kreis allerdings wegen der Erhöhung der Bezirksumlage an den Bezirk weiterreichen.

Insgesamt schließt der Haushaltsentwurf 2017 des Kreises bei Ausgaben von rund 84 Millionen Euro und Einnahmen von knapp 81,2 Millionen Euro mit einem Überschuss von rund 2,8 Millionen Euro ab. Dieser Überschuss steht für künftige Investitionen zur Verfügung.

Brücke fürs Rhönzügle

Im Bereich Kultur stehen unter anderem für die Museumsbahn nach Fladungen 412 000 Euro für den Neubau der Brücke bei Stockheim im Haushalt. Für die Neuausrichtung des archäologischen Museums in Bad Königshofgen stehen 150 000 Euro bereit. Um das Umfeld des Klosters Wechterswinkel herzurichten, sind 45 000 Euro eingeplant. Zu den Ausgaben des Kulturhaushalts gehört aber auch die Finanzierung des Defizits der Kreismusikschule von 765 400 Euro.

Egon Sturm regte an für die kulturelle Arbeit in den Ortschaften einen höheren Ansatz als die bisherigen 1000 Euro im Haushalt aufzunehmen. „Das wäre ein gutes Signal“. Er traf damit auf die Zustimmung von Landrat Thomas Habermann, der feststellte, dass vor Ort viel an kultureller Basisarbeit geleistet werde. Das Gremium stimmte seinem Vorschlag zu, diesen Haushaltsposten auf 5000 Euro zu erhöhen.

Warum im Finanzplan für 2020 stetig steigende Aufwendungen für die Kulturagentur stehen, die Erträge dagegen gleich bleiben, wollte René van Eckert wissen. Dazu erklärte der Landrat, dass die Kulturagentur enorm viel zu leisten habe. Das sei auf Dauer mit dem derzeitigen Personal nicht zu schaffen, deshalb sei da eine Aufstockung nötig.

Van Eckert regte außerdem eine spezielle Kulturarbeit für die Jugend an. Die Jugend habe einfach andere Interessen, unterstützte ihn Sabine Stührmann. „Sollen wir dann in die Organisation von Konzerten einsteigen?“, fragte Landrat Thomas Habermann. Darüber müsse man zunächst in den Fraktionen sprechen.

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