Kreuzberg

Kreuzberg: Landrat und Bürgermeister als Sternsinger unterwegs

Thomas Habermann und Georg Seiffert gehen in den prächtigen Gewändern der heiligen drei Könige von Gasthaus zu Gasthaus. Was wollen die beiden Mandatsträger damit bezwecken?
Eine außergewöhnliche Aussendung der Sternsinger gab es am Kreuzberg. Das Bild zeigt (von links): Matthias Hüttner, Bürgermeister Georg Seiffert, Landrat Thomas Habermann als Sternträger und Georg Kirchner. Foto: Marion Eckert

"Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gottes Hand. Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr - Kaspar, Melchior und Balthasar", sangen die vier Sternsinger in der Klosterkirche am Kreuzberg. Die Gottesdienstbesucher staunten nicht schlecht, wer sich da hinter den prächtigen Gewändern verbarg: Bischofsheims Bürgermeister Georg Seiffert und Landrat Thomas Habermann. Mit dabei waren auch Matthias Hüttner und Georg Kirchner. 

Seit 2012 ist es auf dem Kreuzberg und in Gaststätten rund um Bischofsheim guter Brauch, dass erwachsene Sternsinger sich auf den Weg machen und die Botschaft von Christus unter die Menschen bringen. Die Idee, am Kreuzberg als Sternsinger tätig zu werden, hatten Matthias Hüttner und Georg Kirchner. Seitdem waren sie in immer wieder wechselnder Begleitung in den Gaststuben, aber auch in den Hütten und Gastwirtschaften von Bischofsheim unterwegs. Vor einigen Jahren stieß Bürgermeister Georg Seiffert zu den Sternsingern, mit dabei war auch einige Jahre Pfarrer Gabriel Gnanathiraviam.

Am Kreuzberg fühlt sich jeder daheim

Beim gemütlichen Beisammensein im Anschluss an das Gedächtnissingen des Fränkischen Sängerbundes, das im November in Bischofsheim stattfand, hatte Bürgermeister Seiffert Landrat Thomas Habermann spontan angesprochen, ob er es sich vorstellen könne, am Kreuzberg als Sternsinger unterwegs zu sein. "Ich habe mich sehr gefreut und gleich zugesagt", erinnert sich Habermann an die Anfrage. Natürlich ist ihm klar, dass er damit Fragen aufwirft. Warum am Kreuzberg? Warum nicht auch in der Kreisstadt? Für Habermann ist das einfach zu beantworten: "Der Kreuzberg vereint die Menschen im Landkreis. Am Kreuzberg fühlt sich jeder daheim." 

Auch im Berggasthof Elisäus hatten die Sternsinger einen Auftritt. Foto: Marion Eckert

Für Bürgermeister Georg Seiffert ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, mit seinen Sangeskollegen als Sternsinger unterwegs zu sein. Sie möchten damit ein Zeichen setzen für andere Erwachsene, die diesem Vorbild ebenso folgen könnten. Aber auch für Eltern, um ihre Kinder zu motivieren, sich als Sternsinger in der eigenen Gemeinde zu engagieren. Auch wenn in den Orten in der Seelsorgeeinheit um den Kreuzberg noch viele Sternsinger ausgesandt werden können, so sei das doch nicht mehr überall der Fall. In manchen Gemeinden kämen Sternsinger nur noch auf Bestellung. "Wir möchten darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Sternsinger sind", sagte Seiffert und verwies auf die weltweiten Projekte, die durch die Gelder finanziert werden können. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Thema "Frieden! Im Libanon und weltweit".

Christliche Tradition erhalten

Georg Kirchner betonte die christliche Tradition, die es zu erhalten und weiter zu geben gelte. "Es ist entscheidend, dass wir unseren Kindern den Glauben und die Werte vermitteln. Dafür sind wir heute als Sternsinger unterwegs."

Damit die Sternsinger auch wieder perfekt dreistimmig auftreten können, wurden sie von Edith Hüttner (Liedertafel Bischofsheim) gecoacht. Sie haben sich zu mehreren Proben getroffen, denn sie wollten schon einen guten Eindruck in den Wirtsstuben machen.

Verkündung der Botschaft des Friedens

Ihren ersten Auftritt hatten sie im Berggasthof Elisäus. Die Gäste freuten sich über die überraschenden Besucher, die mit ihrem Lied die Botschaft des Friedens verkündeten. Da wurden die Handys gezückt und der besondere Moment festgehalten. Für den Kirchenchor Oberweißenbrunn, der im Nebenraum Platz genommen und zuvor den Gottesdienst musikalisch gestaltet hatte, wurde das Lied noch einmal gesungen. Im übrigen waren die vier Sternsinger im Gottesdienst, der von Pater Georg Andlinger, dem Guardian des Klosters, zelebriert wurde, als Ministranten tätig. Für alle Vier war das kein Problem, waren sie doch in jungen Jahren auch Ministranten und Sternsinger.

Nach dem Elisäus ging es in die Wirtsstuben der Klosterschänke und dann fuhren sie mit dem Auto von Station zu Station: Gasthaus Roth, Gemündener Hütte, Neustädter Haus, Holzberghof, Rhönhäuschen, Rotes Moor und die Tagungsstätte Hohe Rhön. Besucht wurden auch die Bischofsheimer Gastwirtschaften rund um den Marktplatz und zum Abschluss ging es in die russisch-orthodoxe Kirche, die nach ihrem Kalender den Heiligen Abend feierten. "Pfarrer Hölldobler legt großen Wert drauf, dass wir zu ihnen kommen", freute sich der Bürgermeister über das gute Miteinander in Bischofsheim.

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