BAD KÖNIGSHOFEN

Kurt Schimeczek – Der Mathelehrer und die Malerei

Motivgeber für den Lions-Adventskalender: Der Bad Königshöfer Kurt Schimeczek

griff vor über 35 Jahren zum ersten Mal zum Pinsel, malt auch mit 87 Jahren noch gern.

Vor 37 Jahren entstanden: Kurt Schimeczek mit seinem allerersten Bild, das er 1979 gemalt hat.
Vor 37 Jahren entstanden: Kurt Schimeczek mit seinem allerersten Bild, das er 1979 gemalt hat. Foto: Kordwig

Wer noch eines der 2500 Lionsclub-Adventskalender-Exemplare ergattern möchte, sollte sich bald auf den Weg zu einer der Verkaufsstellen machen. Denn nach den Worten von Lionsclub-Mitglied Brigitte Schmitt, die den Kalender vor knapp zwei Wochen zusammen mit den Bad Königshöfer und Bad Neustädter Lions-Präsidenten vorstellte, ist er auch in diesem Jahr wieder heiß begehrt.

Genaue Absatzzahlen liegen ihr zwar noch nicht vor, doch geht sie fest davon aus, dass bis Ende des Monats alle 2500 Exemplare an Mann und Frau gebracht sein werden und so wieder ein hübsches Sümmchen für den guten Zweck zusammenkommt.

„Der Verkauf ist jedenfalls sehr gut angelaufen“, sagt die Bad Königshöferin, und auch Ela Schiller, die den Adventskalender in ihrem Geschäft ausliegen hat, ist überaus zufrieden mit der Resonanz. „Ich habe in den vergangenen Tagen schon viele Exemplare des Kalenders verkauft, so die Buchhändlerin. Vielleicht liegt es ja auch an dem ausgefallenen Motiv, das den Kalender in diesem Jahr ziert. Zu verdanken ist es dem Bad Königshöfer Kurt Schimeczek, der das Bild „Nr. 95“ vor 13 Jahren gemalt hat. Dass es nun die neunte Auflage des Lions-Adventskalenders schmückt, hat sich eher zufällig ergeben.

„Als mich die Künstlerin Christine Wehe im Frühjahr gefragt hat, ob ich nicht einige meiner Bilder für die Praxisräume des Bad Königshöfer Ärztehauses zur Verfügung stellen könnte, hab' ich ihr einen Aktenordner mit Fotos meiner Arbeiten in die Hand gedrückt“, erzählt der pensionierte Mathe- und Physiklehrer, der von 1967 bis 1990 stellvertretender Direktor am Gymnasium war. Beim Durchblättern sei sie dann auch auf ein paar weihnachtliche Motive gestoßen. „Eines hat ihr so gut gefallen, dass sie es in Abstimmung mit den Lions schließlich für den Adventskalender ausgewählt hat“, so der 87-Jährige, der in Troppau im heutigen Tschechien aufgewachsen ist und 1946 mit seiner Familie nach Hofheim ausgesiedelt wurde.

1979 mit dem Malen begonnen

Kurt Schimeczek begann Ende der 1970er-Jahre mit der Malerei. Der Anstoß kam von seiner 1998 verstorbenen Frau, die einen VHS-Kurs besuchte, der von Willi Pflüger, damals Kunstlehrer am Gymnasium, geleitet wurde.

„Mir hat sehr gut gefallen, was meine Frau gemalt hat, und so habe auch ich mit dieser schönen Beschäftigung begonnen“, erzählt der pensionierte Gymnasiallehrer, der mit der Fotografie und dem Sammeln von Mineralien zwei weitere Hobbys pflegt und noch fit genug ist, um regelmäßig zu ausgedehnten Spaziergängen aufzubrechen.

Bis heute setzt sich Kurt Schimeczek an seinen großen Maltisch im Gästezimmer und beginnt immer mit einer kleinen Bleistiftskizze, die er auf den Karton überträgt, bevor er das Bild schließlich farbig ausmalt. „Ich orientiere mich an der konkreten Kunst“, kommt er auf seinen Malstil zu sprechen, der durchaus Parallelen zu seiner früheren Lehrtätigkeit aufweist. Denn immer wieder tauchen in seinen Bildern geometrische Formen wie Dreieck, Quadrat, Rechteck, Kreis und Ellipse auf. Exakt 266 Bilder hat Schimeczek in den vergangenen mehr als 35 Jahren gemalt. Dabei entstanden auch etliche abstrahierte Blumenbilder, weihnachtliche Motive und Plakate von Städten.

Besonders interessant sind mehrere Kartons, auf denen seine Lebensstationen festgehalten sind, indem er die ortsbildprägenden Gebäude aufgemalt hat: Troppau, wo er geboren wurde, Hofheim in Unterfranken, wohin er 1946 mit seiner Familie ausgesiedelt wurde, und Bad Königshofen, wo er ab 1955 unterrichtete und seit 1961 im eigenen Haus lebt.

Dass nun eines seiner Motive den aktuellen Lionsclub-Adventskalender schmückt, darauf ist Kurt Schimeczek schon ein wenig stolz. „Ich hoffe, dass der Kalender möglichst viele Menschen anspricht und ein schöner Betrag für den guten Zweck zusammenkommt“, so Schimeczek, der selbst gut vorgesorgt hat, indem er kurz nach der Präsentation gleich fünf Adventskalender gekauft hat: einen für sich und vier Exemplare, die er verschenken wird.

Die Verkaufsstellen im Landkreis

Jeder Lions-Adventskalender ist mit einer Nummer versehen. Die Nummern, die einen Gewinn erhalten, werden Ende November ermittelt. Ob man gewonnen hat, erfährt man im Lokalteil der Mainpost und im Internet auf der Seite www.spenden-helfen-gewinnen.de. Der Kalender kann für fünf Euro erworben werden in allen Sparkassen- und Volksbank/Raiffeisenbankfilialen im Landkreis, bei Papier Schmitt und beim Überlandwerk in Bad Neustadt, in Saal in der Ahorn-Apotheke, in Mellrichstadt bei Aktives Mellrichstadt und in Bad Königshofen in der Frankentherme, in der Mohren- und Stadtapotheke, bei Pick Up Sport, im Wohnstudio M, bei Landfuxx Guck, bei Optik Mack, in der Schiller Buchhandlung und bei Elektro Leupold. Hinter den 24 Türchen verbergen sich 130 Gewinne im Wert von 6500 Euro, angefangen von Einkaufsgutscheinen über Elektrogeräte und Eintrittskarten bis hin zu einer Ballonfahrt. Die Gewinne haben 77 Sponsoren zur Verfügung gestellt.
Erinnerung an die eigene Kindheit: Kurt Schimeczek wuchs in Troppau auf, dem heutigen Opava. Markante Gebäude seiner Geburtsstadt hat er auf einem seiner Bilder festgehalten.
Erinnerung an die eigene Kindheit: Kurt Schimeczek wuchs in Troppau auf, dem heutigen Opava. Markante Gebäude seiner Geburtsstadt hat er auf einem seiner Bilder festgehalten. Foto: Kordwig
2003 ist das Motiv entstanden, das den Lionsclub-Adventskalender ziert.
2003 ist das Motiv entstanden, das den Lionsclub-Adventskalender ziert.

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