Hohenroth

Kurz geschnüffelt, dann gingen die "Profis auf vier Pfoten" los

Der siebenjährige „Danny“ von Ausbildungsleiter Thilo Pirzer, ein „Black+Tan Coonhound“, schnüffelte kurz, nahm die frisch gelegte Spur auf und dann ging es zielstrebig zur Personensuche. Foto: Andreas Sietz

Eine kalte Schnauze und ein überaus feines Näschen haben die acht Personensuchhunde der „Personensuche Bayern Nord“ der Polizei. In Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken leisten die ausgebildeten Hunde wertvollen Polizeidienst im Bereich ihrer Präsidien. Beim Auffinden von vermissten Personen oder bei der Suche nach Straftätern. Und das muss regelmäßig geübt werden.

Der Hausmeister des Hohenrother Lebenshilfe Wohnheims Werner Floth lernte den Ausbildungsleiter Thilo Pirzer in Nürnberg kennen und schnell wuchs die Idee, eine Personensuchübung im und rund um das Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Hohenroth abzuhalten. Wohnbereichsleiterin Franziska Kneuer und ihr Team nahmen den Gedanken gerne auf und kündigten ihre Mithilfe an.  So machten sich fünf Polizeibeamte nun mit drei Hunden auf den Weg in die Vorrhön.

Enger Kontakt wichtig

Während in den Kellerräumlichkeiten ein Einsatzlager zur Besprechung eingerichtet wurde, stieg die Aufregung in der Aula, denn vier Bewohner der Rhön Grabfelder Lebenshilfe Einrichtung durften an dem Übungsszenario mitwirken. „Es macht Sinn, in Einrichtungen wie dieser zu üben“, bemerkte Thilo Pirzer und fügte an, dass die letzte Personensuche in der Kreisstadt gerade einmal eine Woche her sei. Die beiden unterfränkischen Hunde, die ausschließlich für Personensuche geschult sind, sind in Würzburg stationiert. Für den Ausbilder ist der enge Kontakt zu seinem Hund extrem wichtig und auf Vertrauen aufgebaut. Die ausgebildeten Vierbeiner der Polizei freuen sich regelrecht darauf, etwas erschnüffeln zu dürfen.

Es war für so manchen Bewohner des Lebenshilfe Wohnheims in Hohenroth ein wohl unvergessliches Erlebnis, einmal von eine... Foto: Andreas Sietz

Roland, Alfons, Jürgen und Irmi, vier Bewohner der Wohnstätte, mussten jeweils kurz zuvor getragene Kleidungsstücke bei den Beamten abliefern. Gemeinsam mit Wohnbereichsleiterin Franziska Kneuer und Teammitgliedern machten sich die Vier nacheinander auf den Weg. In Richtung Cafe, zum Lebensmittelmarkt, zu einer Seeumrundung oder zu einem Sparziergang, der wieder im Wohnheim endete. So waren die Spuren für die Hunde ganz frisch gelegt.

Einmal kurz am Kleidungsstück geschnüffelt und schon gingen die Hunde zielstrebig ihrem „Job“ und zugleich ihrer Leidenschaft nach. Dabei legten sie mächtig viel Tempo vor. Da die Bewohner der Lebenshilfeeinrichtung in der Gemeinde besten integriert  und oft  durch die Straßen und Gassen unterwegs sind, war das Aufspüren der frischen Spur eine „Harte Nuss“ für die Hunde, so der Ausbilder. Dies entspreche aber der Realität. Stark frequentierte Fußgängerzonen in Großstädten geben eine wahre Reizflutung für die feinen „Näschen“. In Hohenroth ging alles gut. Alle vier Gesuchten wurden gefunden. Und die haben nun viel zu erzählen. Die Ausbildungsgruppe der Personensuche Bayern Nord zeigte sich mit dem Übungsverlauf zufrieden und dankte für die Übungsmöglichkeit, für das Mitwirken des Personals und für die herzliche Art der „Vermissten“.

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