WEIMARSCHMIEDEN

Landleben in der Rhön macht echte Laune

Zum Abschluss der erlebnisreichen Woche im Enkel-Camp packten die Mädchen fleißig an, als es darum ging, mit Jürgen Holzhausen und Fred Metzner den Enkel-Camp-Baum zu pflanzen.
Zum Abschluss der erlebnisreichen Woche im Enkel-Camp packten die Mädchen fleißig an, als es darum ging, mit Jürgen Holzhausen und Fred Metzner den Enkel-Camp-Baum zu pflanzen. Foto: FOTOS (2): Eva Wienröder

Ferien bei Oma und Opa und dann auch noch auf dem Land – für Kinder in heutiger Zeit mag dies eher langweilig und wenig verlockend klingen. Aber von wegen! Dass solche Tage richtig viel Spaß machen können, zeigte einmal mehr das Enkel-Camp in Weimarschmieden.

Es war das vierte seiner Art und die Initiatoren Jürgen Holzhausen und Fred Metzner hatten sich jede Menge einfallen lassen. Die Woche verging wie im Flug, die Kinder waren hellauf begeistert – und die Erwachsenen auch! Ganz klar, Großeltern freuen sich auf den Besuch ihrer Enkel, zumal, wenn man sich sonst nur selten sieht. Wenn man dann in der gemeinsamen Zeit noch zusammen allerlei Schönes erlebt, ist das umso besser.

Heimatgefühl entwickeln

Am Abschlusstag des Enkel-Camps spürte man regelrecht, dass eine ganz besondere Verbindung zwischen den Generationen herrscht. Der Altersunterschied zwischen Omas, Opas und ihren Enkelkindern schien unerheblich geworden, man hatte den Eindruck, hier sind einfach beste Freunde zusammengekommen.

Dass die Mädchen und Jungen immer wieder gerne zu ihren Großeltern kommen, das ist ein Anliegen des Enkel-Camps. Aber es geht Ideengeber Holzhausen und seinem Freund Metzner auch darum, dass sie die Rhön kennen- und liebenlernen, möglicherweise gar so etwas wie ein Heimatgefühl entwickeln und damit vielleicht auch später, wenn sie erwachsen sind, noch einen Draht zum „Land der offenen Fernen“ haben. Wer weiß, vielleicht kommen sie irgendwann später, um dauerhaft hierzubleiben. Das Leben auf dem Land bietet schließlich seine Vorzüge und das Klischee, vom Rest der Welt abgehängt zu sein, dürfte im digitalen Zeitalter zunehmend der Vergangenheit angehören.

Zwölf Mädchen und ein Junge

Die Enkel waren wieder eingeladen, Freunde mitzubringen. Insgesamt waren 13 Camp-Teilnehmer im Alter von vier bis 13 Jahren dabei: zwölf Mädchen und ein Junge. „Zicken-Alarm“ war nicht zu vermelden, alle waren mit Freude dabei. Gute Erinnerungen dürften sie mit nach Offenbach, Höchstadt, Rodgau und wo sie sonst so zu Hause sind, genommen haben. Dafür haben die Großeltern aus dem 50-Seelen-Ort mit weiteren Freunden gesorgt. Die jungen Rhön-Besucher erwartete sozusagen ein Nonstop-Programm.

Die Woche stand dieses Mal ganz im Zeichen der Fledermaus, zahlreiche Aktionen drehten sich um die „Jäger der Nacht“. Dazu gab es einen Film zu sehen. Im Laufe der Woche bauten Holzhausen, Metzner und Frank Michalowski mit den Kids Fledermausbehausungen. Mit Barbara Abt, die mit Iris Dyhr auch wieder einen Meditationsabend veranstaltet hat, konnten die Kinder beim Bemalen von T-Shirts mit Fledermausmotiven ihrer Kreativität freien Lauf lassen und schließlich war auch noch Fledermaus-Experte Georg Warnke da. Er hielt einen spannenden Vortrag, bei dem man viel über die Lebensweise der schützenswerten Flattertiere erfahren konnte.

Beliebter Treffpunkt im Dorf war die ganze Woche über neben dem Spielplatz der Teich. Bootfahren und Schwimmen und Spiele zwischendurch sorgten für Kurzweil. Fest eingeplant war das gemeinsame Mittagessen, hier sorgten „Camp“-Koch Siegfried Just und Uschi Metzner für die Verköstigung und an einem Nachmittag schürte Thomas Hepp den Ofen im alten Backhaus zum Pizzabacken an.

Etliche Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung wurden unternommen. Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen begaben sich die Kinder auf Gutenbergs Spuren, Fred Metzner als Mann vom Fach führte sie dabei in der Druckwerkstatt in die „schwarze Kunst“ ein. Der Tierpark in Gersfeld wurde besucht und auch die Wasserkuppe mit der Sommerrodelbahn war ein Ausflugsziel.

Die gesamte Ferienwoche hat Jürgen Holzhausen als passionierter Fotograf ständig mit der Kamera begleitet, alle Aktivitäten wurden festgehalten und zur Erinnerung für die Teilnehmer wieder in einer „Camp-Zeitung“ dokumentiert.

Eine Fichte gepflanzt

Zum Abschluss der ereignisreichen Tage wurde auf der Wiese vor dem Spielplatz in einer Gemeinschaftsaktion ein Baum gepflanzt - eine Fichte, der „Baum des Jahres 2017“. Dann kamen auch noch die Eltern dazu und die Familien feierten zusammen ein Grillfest. Die Kinder hatten da natürlich jede Menge zu erzählen von vielen schönen Erlebnissen. Die unbeschwerten Tage in der Rhön bleiben ihnen vielleicht ein Leben lang im Gedächtnis und sind später einmal liebgewordene Kindheitserinnerungen, die sie nicht missen möchten.

Aktiv für den Naturschutz: Stolz präsentierten die jungen Camp-Teilnehmer mit Frank Michalowski ihre selbst gebauten Fledermausbehausungen.
Aktiv für den Naturschutz: Stolz präsentierten die jungen Camp-Teilnehmer mit Frank Michalowski ihre selbst gebauten Fledermausbehausungen.

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