Oberelsbach

Langeweile in Corona-Zeiten: Wie wärs mit Tomatenzüchten ?

Ein Mini-Gewächshaus für die Fensterbank lässt sich zum Beispiel aus Eierkartons bauen. In Zeiten von Corona ist zum Beispiel das Züchten von Tomaten ein interessante Abwechslung für den Alltag zuhause.
Ein Mini-Gewächshaus für die Fensterbank lässt sich zum Beispiel aus Eierkartons bauen. In Zeiten von Corona ist zum Beispiel das Züchten von Tomaten ein interessante Abwechslung für den Alltag zuhause. Foto: Janina Goldbach

Die aktuelle Nachrichtenlage ist ernst, die Rhöner müssen ihren Alltag neu organisieren. Manch einen plagt auch die Langeweile. Diese Situation bietet zum Beispiel aber auch die Chance, gute Ideen für ein nachhaltigeres Leben weiterzuentwickeln. In den kommenden Wochen finden Interessierte auf der Homepage des Biosphärenreservats Rhön Anregungen für die ganze Familie, wie sich die Zeit zuhause gestalten lässt.

"So können wir auch einen neuen Blick auf unser Zuhause und unsere direkte Umgebung werfen. Wir wollen die Menschen ermutigen, gemeinsam neue Blickwinkel zu entdecken", sagt Julia Rösch von der Bayerischen Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön

"Lasst uns die freie Zeit, neu gewonnene Energie und die Möglichkeit, neue Pläne zu machen, nutzen – die Frühlingssonne hilft uns dabei. Wir wollen die Menschen ermutigen, einen neuen Blick auf ihr Zuhause und ihre direkte Umgebung zu werfen“, wird Julia Rösch von der Bayerischen Verwaltung des Biosphärenreservats in einer Mitteilung zitiert. Auf der Seite https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/ideen-zuhause werden daher in regelmäßigen Abständen zu unterschiedlichen Themenbereichen Ideen für Kinder und Erwachsene geboten.

Tipp 1: Tomaten in den Garten

Zum Vorziehen von Pflanzen fürs Freiland ist jetzt der richtige Zeitpunkt. So lässt sich jetzt zuhause die Balkon- und Gartensaison – zum Beispiel mit dem Pflanzen von Tomaten starten. Saatgut läast sich in einem Lebensmittelladen besorgen. Zunächst kommt Erde, fein gekrümelt oder extra Anzuchterde, in kleine Töpfchen (es reichen auch Eierkartons). Dann wird ein Tomatensamen pro Töpfchen etwa 0,5 Zentimter unter die Erde gedrückt.

Die Jungpflanzen brauchen viel Wärme und Sonnenlicht und dürfen nicht austrocknen.
Die Jungpflanzen brauchen viel Wärme und Sonnenlicht und dürfen nicht austrocknen. Foto: Janina Goldbach

Nun heißt es, die Erde gut feucht halten – das geht am besten in einem Mini-Gewächshaus für die Fensterbank. Sobald die Pflanze gekeimt hat, mag sie es warm und sonnig – Südfensterbretter sind dafür gut geeignet. Wie es weitergeht, wenn aus den Samen kleine Keimlinge entstanden sind, lässt sich dann hier verfolgen: https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/rhoentomate.

Hintergrund

Die Idee mit den Tomanten war übrigens naheliegend. Janina Goldbach und Julia Rösch vom Biosphärenreservats Rhön arbeiten gerade am Projekt „Nützliche Vielfalt: Biodiversität auf dem Acker und im Garten“. Bei den Recherchen zur Nutzpflanzenvielfalt sind sie auf das Hausgarten-Tomaten-Züchtungsprojekt HATO  des Vereins Dreschflegel gestoßen. Viele Gärtner entwickeln gemeinsam Tomatensorten weiter, statt die Züchtung nur den Saatgutfirmen zu überlassen.

Begonnen hat das Projekt 2011: Auf einen Aufruf hin bekam Dreschflegel neben 60 weiteren Sorten eine „Rhöntomate“ geschickt. Alle Sorten wurden getestet, gekreuzt und vermehrt – und gehen nun wieder in die Hausgärten, zum Anbau und zur Selektion der besten Pflanzen. "Und da sind wir nun dabei: Die Nachkommen der Rhöntomate wollen wir im Rhöner Klima von 2020 anbauen und sind gespannt, was daraus wird", erklären Julia Rösch und Janina Goldbach.

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