Leinach

Leinach bleibt lebenswert

Den Friedhof neu zu gestalten und mit ansprechenden Eingangstoren zu versehen (Bild), war eine wichtige Maßnahme in Leinach Foto: Josef Kleinhenz

Leinach steht gegenwärtig im Zeichen seiner 800-Jahr-Feier, die über Pfingsten mit einem  Festprogramm über die Bühne geht. Erwartet werden zahlreiche Gäste. Der kleine Ort am Fuße der Haßberge in der Gemeinde Sulzfeld hat sich zu diesem Jubiläum bereits herausgeputzt. Nicht zuletzt  dank der Dorferneuerung, die die Gemeinde durchführte.  

Die Zeit der Sperrungen und Einschränkungen für den Straßenverkehr infolge Bauarbeiten an der Dorfstraße, die laut Heusinger täglich etwa 50 bis 60 Fahrzeuge passieren,  sind nun vorbei. Was inzwischen  geschah? Für jedes Haus sei ein Glasfaseranschluss erfolgt, um im digitalen Bereich auf der Höhe der Zeit zu sein.  „Kaputte Kanalrohre“ wurden durch neue ersetzt, während auch die Dorfstraße selbst ein neues Aussehen erhielt.   

„In Leinach haben wir sehr viel gemacht, weil da auch noch viel auf dem alten Stand  war“, beschrieb Heusinger schon in der Bürgerversammlung in Kleinbardorf das Arbeitsprogramm im kleinsten Ortsteil. Auch LED-Dorflampen seien neu installiert worden. Weiter berichtete Heusinger in einem Gespräch mit dieser Redaktion, dass entlang der Dorfstraße elf Bäume gesetzt wurden, um mit natürlichem Grün das Ortsbild  aufzulockern.  

Die Gesamtkosten von Leinachs Dorferneuerung bezifferte der Bürgermeister auf rund 630 000 Euro. Bei einer  Förderung von 230 000 Euro, rechnete er vor,  verbleibt ein Eigenanteil der Gemeinde von 400 000 Euro. Die Kanalkosten betrugen laut Heusinger 222 000 Euro. Umgelegt werden müssten diese  jedoch  auf die Gesamtgemeinde  über die Abwassergebühren. Denn Zuschüsse habe es beim Kanalprojekt nicht gegeben.  

Neu gemacht wurde in eigener Regie der Friedhof von Leinach, der ebenso nicht in die Förderung des Dorferneuerungsprogramms falle. Bauhofmitarbeiter der Gemeinde Sulzfeld hätten dort die Arbeiten auf kostengünstigem Weg durchgeführt. Dabei holten sie sich zuvor fachlichen Rat ein.   Der Friedhof zeige sich jetzt unter anderem  mit kleinen Urnengräbern und Gehwegen.   

Erst vor wenigen Tagen wurde von der Firma Schüller aus Eyershausen am Eingang ein zweiteiliges Tor angebracht, das den Friedhof von außen optisch aufwertet. Bei allem Fortschritt wird allerdings das  Friedhofswesen  nicht billiger. Der Preisn für ein Grab, so Heusinger, sei von einst 300 bis 350 Euro inzwischen auf das Drei- bis Vierfache gestiegen.  

Kostengünstig hergerichtet wurde auch noch ein  schadhafter Flurweg, dessen Asphalt „komplett zertrümmert“ und  auf neuer Grundlage geschottert worden sei.   Der Weg führe von der Rothöfer Straße zum Schäfer-Hotel.     

Was weitere Baumaßnahmen angeht, sei ein Platz zum Bau eines kleinen Backhauses  nahe des Jugendheims ins Auge gefasst.  Die Gemeinde habe  dafür von privat eine Teilfläche erworben. Das neue Backhäuschen soll ebenfalls  in Eigenleistung erstellt werden. Das alte Backhaus, unweit der Baufläche,  taugt nicht mehr und soll dem Erdboden gleichgemacht werden.  

Bei der Ortsbildgestaltung konnten die Bürger von ihrem Mitspracherecht Gebrauch machen. Regelmäßig  seien sie zu einem Bürgerstammtisch zusammengekommen, um Wünsche zu äußern und Anregungen zu geben oder über Details zu diskutieren, so der Bürgermeister.

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