Großbardorf

Leserforum: Geht es um Wasser oder Parteipolitik?

Zum Artikel „Der Landrat hat ein gutes Gefühl“ vom 29. Januar zur Wasserversorgung im Grabfeld erreichte die Redaktion folgender Leserbrief. 

Ich habe kein gutes Gefühl. In dem Artikel wird von Landrat Habermann der Bezug von Wasser aus der Talsperre Schönbrunn in Thüringen oder vom WZV Mellrichstadt mit maximal 330 000 Kubikmeter Liefermenge ausgeschlossen. Es wird der Bezug der Fernwasserversorgung Oberfranken mit Sitz in Kronach bevorzugt. Wenn ich mich an das Jahr 2000 zurückerinnere, sollte das gleiche Vorhaben, die  WZV Gruppe Mitte an die Fernwasserversorgung Oberfranken anzuschließen, beschlossen werden. Damals haben sich die Bürger eindeutig für den Erhalt der Eigenwasserversorgung entschieden. Jetzt - 20 Jahre - später wird wieder gesagt, dass unser Wasser nicht reicht und der Fernwasserbezug zu bevorzugen ist.

Was ich nicht verstehe, man will seit Jahren die vorhandenen Brunnen entlasten, aber neue eigene Brunnen zur Wassergewinnung werden ausgeschlossen. Zuletzt wurde ein Verbund der regionalen Wasserversorger vorgeschlagen, um mehr Sicherheit zur Wasserversorgung im Grabfeld zu haben.

Warum ist in den letzten Jahren wenig passiert, um die Entlastung der Brunnen voranzubringen? Würde bei einem Wasserverbrauch der WZV Gruppe Mitte von ca. 470 000 Kubikmeter pro Jahr nicht ein viel geringerer Zukauf als 330 000 Kubikmeter Wasser ausreichen, um die vorhandenen Brunnen zu entlasten? Da wäre doch wieder ein Bezug von der Mellrichstädter Gruppe interessant (Vorteil: Verbund der regionalen Wasserversorger) oder auch der Bezug von der Talsperre Schönbrunn eine Option.

Spielen bei der finanziellen Förderung zur Sicherung der Wasserversorgung der Bürger vielleicht parteipolitische Interessen eine größere Rolle? Eine große Menge Wasser brauche man natürlich, wenn es das Ziel ist, die eigenen Brunnen sowieso aufzugeben. Für mich ist es nicht zu verstehen, dass bei einem so sensiblen Thema wie die Wasserversorgung, mit der jeder Bürger täglich direkt in Kontakt kommt, über die Köpfe der Bürger hinweg zu entscheiden. Ich habe kein gutes Gefühl bei den momentan angestrebten Zielen der Wasserversorgung, den Bezug des Wassers aus der um einiges weiter entfernten Fernwasserversorgung aus Oberfranken.

Dieter Helmerich
97633 Großbardorf

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