Leserforum: Kritischere Haltung wäre wünschenswert

Zu den Meldungen über die Teilnahme am erweiterten Probebetrieb des Digitalfunks:

In den Tageszeitungen war öfter darüber zu lesen, welche Gemeinden unseres Landkreises am erweiterten Probebetrieb des Digitalfunks Tetra teilnehmen werden. Tetra soll den analogen Funkstandard des sogenannten Behördenfunks ersetzen und den Sicherheitskräften – Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst – einen schnelleren Einsatz ermöglichen. Es werden nun im Abstand von rund 15 Kilometer Sendemasten errichtet; für Bischofsheim zum Beispiel am Käuling in der Nähe des Neustädter Hauses.

Ich habe in letzter Zeit etliche Leute auf das Thema „Tetra-Funk“ angesprochen. Niemand wusste irgendetwas. Wahrscheinlich liest man über diesbezügliche Meldungen hinweg, weil man glaubt, die Sache betreffe einen sowieso nicht.

Ich denke jedoch, dass diese Angelegenheit uns alle etwas angeht. Denn Tetra – ein System, das schon jetzt als veraltet gilt – wird für die Gemeinden und somit für die Bürger einige Kosten verursachen. Zudem gibt es da gesundheitliche Bedenken. Fachleute warnen vor der Tetra-Strahlung, die aufgrund ihrer niederfrequenten Pulsstruktur eine gesundheitliche Gefährdung für die Bevölkerung darstellt, speziell für die Systembenutzer. (Weitere Informationen: www.diagnose-funk.org/technik/tetra)

Die Einführung von Tetra ist seitens der Regierung beschlossene Sache. Trotzdem muss in den Gemeinden abgestimmt werden. Eigentlich überflüssig! Man könnte jedoch wenigstens ein Zeichen setzen; auch von der Basis her lässt sich viel bewirken. Es ist schon erstaunlich, wie viel Eintracht in manchen Gemeinden unter den Räten herrschte hinsichtlich der Befürwortung des Probebetriebs. Hatten sich da wirklich alle über Vor- und Nachteile informiert? Oder haben sie sich vertrauensvoll der Meinung der Befürworter angeschlossen?

Unsere Verantwortlichen von Rhön-Grabfeld hätten am 29. Juni in Frankenheim die Kehrseite der Medaille kennenlernen können. Hier ging es hauptsächlich um gesundheitliche Gefahren durch Tetra, aber auch um Überlegungen zu Alternativen, zur Entwicklung eines unschädlicheren Funkstandards mit ungepulster Strahlung. Nur wenige sind der Einladung gefolgt. Schade!

Ich finde es gut, dass in Oberelsbach die Mehrheit die Zivilcourage hatte, nein zum Digitalfunk-Test zu sagen. Ob sich Frau Bürgermeisterin Erb einen Dienst erwiesen hat, als sie ihren Namen und die Namen der anderen Befürworter im Protokoll festhalten ließ, sei dahingestellt.

Irmtraut Bachmann 97653 Bischofsheim

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