BISCHOFSHEIM

Markise als Ausnahme möglich

Einmal mehr sorgte ein Antrag, von der Gestaltungssatzung für die Altstadt abweichen zu dürfen, für eine rege Debatte im Bischofsheimer Stadtrat. Diesmal war es Bruno Werner, der den Antrag stellte, entgegen der Satzung eine bis auf 2,5 Meter ausfahrbare Markise als Sonnenschutz vor der Filiale der Metzgerei Gutermuth in der Innenstadt anbringen zu dürfen. Das ist nach dem genannten Regelwerk nicht erlaubt.

Alternativen nicht umsetzbar

Der Antrag war in der Vergangenheit deshalb bereits abgelehnt worden. Bei einem Ortstermin hatte sich allerdings gezeigt, dass die vom Stadtplaner Jürgen Bergemann angeregten Alternativen praktisch nur schwer umsetzbar sind. Daher stand das Thema nun erneut zur Behandlung an.

Nicht aus der Satzung nehmen

Bürgermeister Georg Seiffert plädierte dafür, dem Gewerbebetrieb unter diesen Voraussetzungen eine Ausnahme zu genehmigen. Schließlich seien bei sechs bis sieben weiteren Betrieben schon Markisen vorhanden. Wenn das so sei, könne man das Thema Markisen doch gleich aus der Satzung nehmen, forderte daraufhin unter anderem Edgar Schöppner. Dem widersprach der Bürgermeister. Die Stadt solle weiterhin steuernd eingreifen können. Ziel der Gestaltungssatzung sei Ortsbildverträglichkeit, entsprechend müssten Ausnahmen möglich sein, forderte Egon Sturm.

Bei einer Gegenstimme sprach sich der Stadtrat dafür aus, die Ausnahme zuzulassen. Allerdings müsse die Gestaltung, Farbe und Art der Anbringung der Markise mit dem Stadtplaner abgestimmt werden.

Mehr Schäden als Einnahmen

Heftige Kritik übte Manfred Reder am Holztransport bei feuchten Böden in den Wäldern um Bischofsheim. Wege würden kaputt gefahren, Gräben seien zu, Durchlässe verstopft, zudem würden die Lkw ohne Rücksicht über Loipen fahren. Die Schäden an den Wegen dürften ja bald die Einnahmen des Holzverkaufes übersteigen.

Das Problem gebe es nicht nur in Bischofsheim, es sei bekannt, erklärte der Bürgermeister dazu. Es habe schon Gespräche mit den Beteiligten gegeben. Eine Lösung kenne er auch nicht. Hier seien eine bessere Abstimmung und möglicherweise Auflagen beim Holzverkauf nötig.

Aus nicht öffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass der Stadtrat das Büro arc.grün mit der Erstellung des Bebauungsplans für den Bereich „Pfarrstreich“ in der Nähe des Sportplatzes in Wegfurt für 20 000 Euro beauftragte. Der Auftrag für die Lieferung eines Storage-Systems (Speichersystem für die EDV) für das Rathaus ging für rund 12 000 Euro an die Firma MR Datentechnik.

Schlagworte

  • Bischofsheim
  • Thomas Pfeuffer
  • Bruno Werner
  • Egon Sturm
  • Markisen
  • Metzgereien und Schlachtereien
  • Stadtplanerinnen und Stadtplaner
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!