Leutershausen

Mehr Bürgernähe und bessere Kommunikation

Christof Herbert will Bürgermeister von Hohenroth werden. In einer Wahlversammlung stellte er seine Pläne vor und beantwortete Fragen. Foto: Brigitte Chellouche

Christof Herbert will Bürgermeister von Hohenroth werden. Bekannt ist dies schon länger, nun stellte er den Bürgern von Leutershausen seine Pläne und sich selbst vor und beantwortete Fragen. Er wurde von der CSU Hohenroth nominiert als Gegenkandidat des amtierenden Bürgermeisters Georg Straub von den Freien Wählern.

Das Sportheim von Leutershausen war gut besetzt und so begann Christof Herbert seine Vorstellung. Er ist 41 Jahre alt, wohnt in Querbachshof und hat eine sechsjährige Tochter mit seiner Partnerin. Er führt einen ökologischen Landwirtschafts- und einen Pferdebetrieb. Christof Herbert wuchs in Querbachshof auf, lernte Schreiner und übernahm anschließend den Hof von den Eltern. Seit 20 Jahren ist er selbstständig und baute sich in dieser Zeit den Pferdebetrieb auf. Mit 18 Jahren trat er in die Junge Union Bad Neustadt ein, später wechselte er in die CSU Hohenroth. Seit 2008 ist er Mitglied im Gemeinderat und im Kreistag.

Das Bürgermeisteramt sei ihm angetragen worden, berichtete er der Zuhörerschaft. "Die Leute trauen mir das zu." Er habe im Kreistag viel gelernt, besonders die praktischen Dinge, die ein Bürgermeister können muss. Er habe alles genau mit seiner Familie besprochen. Seine Landwirtschaft und sein Pferdebetrieb würden organisiert.

"Politik muss mit den Bürgern gemacht werden"

Hohenroth sei die größte Gemeinde im Landkreis, die keine Stadt ist, sagte er weiter. Er habe entschieden, in Hohenroth Bürgermeister zu werden, weil die Menschen sich mehr Bürgernähe wünschten. Sie bräuchten einen Ansprechpartner, auf den sie zukommen könnten. Die beidseitige Kommunikation sei wichtig, so Herbert. Er gehe gerne auf Menschen zu. Das Amt des dritten Bürgermeisters habe ihm viel Freude bereitet. Auch das sei ein Grund für seinen Entschluss. Politik müsse mit den Bürgern gemacht werden und nicht über deren Köpfe hinweg, sagte Herbert. Als Beispiel nannte er die Diskussion über den Standort des Mobilfunkmastes in Leutershausen. Wichtige Punkte seien für ihn Pflege der Senioren im Alter, die Innenentwicklung im Dorf, die neue Schule mit Großküche und Häuser für mehrere Generationen.

Nachholbedarf bestünde bei der Jugendarbeit. Die Jugendlichen müssten Räume erhalten, denn sie seien die zukünftigen Entscheidungsträger. Eine große Diskussion habe der Kindergarten in Hohenroth entfacht. Dies sei momentan gelöst. Man sollte jedoch mit Blick auf das Baugebiet Burgblick langfristig eine gute Lösung finden. Die Wertschätzung des Ehrenamtes stehe auch auf seiner Agenda, sagte Herbert. Der Bürgermeister müsse mehr Präsenz bei den Veranstaltungen der Vereine zeigen. Er sei dankbar, dass sich so viele Menschen ehrenamtliche engagierten, sagte Herbert weiter.

Die Vereine finanziell unterstützen

Die Vereine müssten mehr finanziell unterstützt werden. Beim Klimaschutz habe die Gemeinde ihre Aufgabe erfüllt. Fotovoltaik auf der Schule sei selbstverständlich. In den Bebauungsplänen sollten ökologische Komponenten mit aufgenommen werden und die Bauvorschriften sollten strenger ausgelegt werden. In den jetzigen Baugebieten gäbe es wenig Struktur. Christof Herbert betonte, dass er sich darauf freue, als Bürgermeister die angefangenen Projekte fertigzustellen und zukünftige Projekte zu beginnen.

In der anschließenden Fragerunde ging es um eine Gemeinde-App, die schnell alle Bürger über Neuigkeiten informiert. Walter Handlos ist die Verkehrsüberwachung ein Dorn im Auge. Herbert betonte, dass ihm die lachenden und wütenden Smileys besser gefielen. Paul Hofgesang prangerte den teuren Umbau des Spielplatzes in Leutershausen an. "Den wollen wir nicht." Herbert erklärte dazu, dass er so wie er sei, in Ordnung sei. Er müsse nur hergerichtet werden. Dafür bekam er Beifall. Handlos betonte zudem, dass sich die Gemeinderäte öfters unter die Bevölkerung mischen sollten, dann könne man sie auch ansprechen. Das werde er ändern, versprach Herbert, "wenn ihr mich wählt".

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