Bad Neustadt

Mehr Männer von Arbeitslosigkeit betroffen

Im Monatsvergleich fällt der Anstieg der Arbeitslosenquote in Rhön-Grabfeld ziemlich deutlich aus, besser sieht es im Vergleich zum Vorjahr aus.
Der Winter sorgte im Januar für eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen Foto: Larissa Schwedes/dpa

"Die kalte Jahreszeit ließ die Arbeitslosigkeit saisonbedingt ansteigen. Die insgesamt positive Entwicklung 2019 am Arbeitsmarkt der Region Main-Rhön pausierte zu Beginn des neuen Jahres", so steht es im jüngsten Arbeitsmarktbericht.  Überwiegend Männer waren von der Winterarbeitslosigkeit betroffen, da diese oftmals in den Außenberufen arbeiten, heißt es. Als weiteren Grund für steigende Arbeitslosenzahlen nennt der Bericht außerdem das Ende des Weihnachtsgeschäfts. Die Arbeitslosenquote in Main-Rhön stieg im Januar von 2,9 auf 3,4 Prozent. 

Nur 2,8 Prozent in Rhön-Grabfeld

In Rhön-Grabfeld sieht die Situation dagegen deutlich besser aus. Da betrug die Arbeitslosenquote Ende Januar nur 2,8 Prozent. Zum Vergleich: In den Landkreisen Bad Kissingen und Haßberge lag die Quote bei 3,2 Prozent und in Stadt und Landkreis Schweinfurt bei 3,8 Prozent.

1299 Frauen und Männer waren in Rhön-Grabfeld Ende Januar auf Jobsuche. Allerdings ist auch hier ein Anstieg zu verzeichnen. Vor einem Monat, Ende Dezember, lag die Zahl der Erwerbslosen bei nur 1097, die Quote betrug 2,4 Prozent. Vergleicht man die Zahlen von Rhön-Grabfeld allerdings mit denen des Vorjahres, dann ist kaum eine Veränderung festzustellen. Ende Januar 2019 lag die Arbeitlosenquote im Landkreis ebenfalls bei 2,8 Prozent, ohne Job waren damals 1265 Personen.    

61,5 Prozent Männer

Schaut man sich die Zahlen für Rhön-Grabfeld genauer an, dann zeigt sich, dass mit 61,5 Prozent die Männer den deutlich größeren Anteil an der Zahl der Arbeitslosen stellen als die Frauen mit 38,5 Prozent. Die Zahlen belegen außerdem, dass diejenigen, die 50 Jahre oder älter sind, mit 44 Prozent oder 571 Personen den größten Anteil der Jobsuchenden im Landkreis stellen. Ende Dezember waren das nur 481.   

Die 15- bis 25-Jährigen machen dagegen nur 10,8 Prozent oder 140 der Erwerbslosen aus. Aber auch da gibt es einen Anstieg gegenüber Dezember um 18 Personen. Mit 19,2 Prozent (250 Personen) bleibt der Anteil der Langzeitarbeitslosen hoch, ist sogar um 23 Frauen und Männer gestiegen. Der Anteil der Schwerbehinderten hat sich mit 11,9 Prozent oder 155 Personen kaum verändert, die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg dagegen innerhalb des vergangenen Monats um 20 auf nun 166 (12,8 Prozent).

Kurzarbeit gestiegen

Angestiegen ist auch die Kurzarbeit in der Region Main-Rhön. Waren im Arbeitsamtsbezirk Ende Januar 2019 nur 454 Beschäftigte in 20 Betrieben betroffen, so sind es Ende Januar 2020 schon 71 Firmen, die Kurzarbeit angemeldet haben. Davon betroffen sind 2404 Arbeitnehmer.

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