Heustreu

Mehrere Körperverletzungen beim Fasching in Heustreu

Polizei zieht dennoch ein positives Fazit. Weniger Straftaten und Störungen als in den vergangenen Jahren.

Die Polizei und die Veranstalter zogen insgesamt ein positives Fazit nach dem Faschingsumzug in Heustreu am Samstag, wie die Polizeiinspektion in einer entsprechenden Pressemitteilung bekannt gab. Zu tun hatten die Beamten in Heustreu aber dennoch einiges.

Am Umzug und an der Anschlussveranstaltung nahmen wie gewohnt mehrere tausend Besucher teil. Bedingt durch den derzeitigen Umbau der Festhalle in Heustreu musste die Veranstaltung an den gemeindlichen Festplatz verlagert werden. Nach intensiven und einvernehmlichen Gesprächen hatte die Gemeinde die sicherheitsrelevanten Vorschläge der Polizei in ihrem Veranstaltungsbescheid umgesetzt. Zudem wurde durch die Verantwortlichen in enger Zusammenarbeit mit Polizei und der Abteilung Verkehrswesen des Landratsamts Rhön-Grabfeld das bestehende Verkehrskonzept überarbeitet und auf die neue Situation angepasst.

Um potenzielle Aggressoren von Anfang an auszuschließen, wurden von der Gemeinde bereits im Vorfeld insgesamt 14 Betretungsverbote für das Veranstaltungsgelände ausgesprochen. Die betroffenen Personen waren bei vorangegangenen Veranstaltungen durch Sicherheitsstörungen aufgefallen und wurden deshalb vorsorglich ausgeschlossen. "Aufgrund der guten und engen Zusammenarbeit des Veranstalters mit den Behörden und Institutionen und des beschlossenen Maßnahmenpaketes konnten die zu verzeichnenden Sicherheitsstörungen und Straftaten auch in diesem Jahr weiter reduziert werden", lautet das abschließende Fazit der Polizei Bad Neustadt.

Mehrere Körperverletzungen, meist war Alkohol im Spiel

Dennoch gab es für die Polizeibeamten noch genug zu tun, vor allem mit Körperverletzungsdelikten mussten sie sich befassen. So verletzte eine stark alkoholisierte 16-Jährige eine 29-jährige Festbesucherin durch einen Kniestoß gegen deren Kopf. Die Geschädigte erlitt eine Platzwunde und musste vom anwesenden Rettungsdienst behandelt werden. Die Jugendliche wurde in Gewahrsam genommen und später in die Obhut einer Vertrauensperson gegeben. 

Zwei junge Männer wurden am Rande der Veranstaltung von einer Streifenbesatzung im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung angetroffen. Ein 19-Jähriger erlitt dabei eine Platzwunde unter dem rechten Auge. Sein 26-jähriger Kontrahent blieb augenscheinlich unverletzt. Beide Beteiligte waren ebenfalls deutlich alkoholisiert. Reichlich Alkohol war wohl auch dafür verantwortlich, dass sich ein 25-Jähriger und ein 20-jähriger Mann zunächst umher schubsten. Im weiteren Verlauf gab es dann noch Ohrfeigen.

Des Weiteren wurde eine 17-jährige Jugendliche im Festzelt einer Faschingsveranstaltung von einem bislang unbekannten Mann mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Die alkoholisierte Geschädigte klagte über Schmerzen in der linken Gesichtshälfte.

Als eine 19-jährige Frau ihrer 18-jährigen Freundin zu Hilfe kommen wollte, da diese offensichtlich von einem ebenfalls 18-jährigen Mann bedrängt wurde, würgte dieser die Helferin am Hals und trat ihr im Anschluss noch mindestens zweimal mit dem Fuß in den Unterleib. Die alkoholisierte Geschädigte musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der bekannte Täter konnte vor Ort nicht mehr angetroffen werden.

Maske nützte 19-Jährigem nichts

Bei der Personenkontrolle eines maskierten Festbesuchers wurde festgestellt, dass gegen den 19-Jährigen ein Betretungsverbot für die Veranstaltung bestand. Er wurde in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird wegen eines Vergehens des Hausfriedensbruchs ermittelt.  

Durch eine Streifenbesatzung wurde am Rande einer Faschingsveranstaltung dann noch ein Fußgänger angehalten, der einen offensichtlich entwendeten Leitpfosten bei sich trug. Der geständige 16-Jährige brachte den Leitpfosten reumütig wieder an seinen angestammten Platz  zurück.

Fensterscheibe eingeschlagen

Im Bergweg wurde von einem bislang unbekannten Täter dann auch noch eine Fensterscheibe eines freistehenden Einfamilienhauses eingeschlagen. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Junger Mann, ca. 175 cm groß, schlank, kurze dunkle lockige Haare. Er trug eine dunkle Hose mit weißen Streifen an der Seite und eine grüne Jacke und war offensichtlich alkoholisiert.

Die Polizeiinspektion Bad Neustadt bittet um sachdienliche Hinweise zu den noch ungelösten Fällen, Tel.: (09771) 6060.

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