UNTERWEIßENBRUNN

Meister in der fünften Generation

Vier Generationen des Unterweißenbrunner Zimmereiunternehmens Baumeister trafen sich bei einer kleinen Betriebsfeier anlässlich der Überreichung des Meisterbriefes an Manfred Seifert, welcher nunmehr die fünfte Generation im Familienunternehmen repräsentiert. Von links: Martin Seifert, Jürgen Baumeister, Leo Baumeister. Auch die Jüngsten in der Familie zeigen sich schon in Zimmerertracht: Emma und Leo. Foto: Manfred Zirkelbach

Länger als ein Jahrhundert gibt es in Unterweißenbrunn den Zimmereibetrieb Baumeister. Von Generation zu Generation wurde das Unternehmen ausgebaut. Martin Seifert wird nach seiner Meisterprüfung neben Firmenchef Jürgen Baumeister die Betriebsleitung übernehmen und damit das Unternehmen in die Zukunft führen. Für Senior Leo Baumeister bei einer kleinen Betriebsfeier ein Grund zur Freude, denn er hat das Unternehmen von 1958 bis 1995 fast 40 Jahre geführt.

Schaut man sich die Historie des Betriebes nach über 100 Jahren an, wurde hierbei von den „Baumeisters“ Erstaunliches geleistet. Leos Baumeisters Großvater, ebenfalls mit dem Vornamen Leo, hat nach der Jahrhundertwende einen kleinen Betrieb in der heutigen Brendstraße in Unterweißenbrunn gegründet. Mit Fleiß und Können hat er sich behauptet und mit seinem Sohn Eustach dann sogar den Betrieb ausbauen können.

Natürlich ist so eine Betriebsführung früher mit heute nicht mehr vergleichbar. Das Herrichten des Bauholzes fand damals in der Regel an den Baustellen statt oder eben an den von jeweiligen Gemeinde zugewiesenen Plätzen, so der heutige Seniorchef. Der Großvater und auch Vater Eustach waren für die Eigenwerbung in den Dörfern vor allem im Winter unterwegs, um Aufträge für den Sommer zu erhalten. Der Bauboom der 50er Jahre habe dem Unternehmen sehr geholfen, er selbst ist im elterlichen Betrieb ab 1953 ausgebildet worden, so Leo Baumeister. In dieser Zeit wurde der Betrieb von der Brendstraße zum heutigen Standort in der Schützeneller ausgesiedelt. Von da an wurde immer wieder erweitert, ausgebaut, und dem Zimmererbetrieb das Sägewerk angefügt.

Zu den Baustellen auf Wohn- und Wirtschaftsgebäuden kamen nun auch viele Zweckgebäude dazu: Schulen, Fest-und Sporthallen, kirchliche Gebäude. Die meisten der Ferienhäuser Haselbach und am Kreuzberg tragen die Handschrift der Baumeisters; die Aufträge gingen über die Region hinaus nach Hessen und in weite Teile Frankens. Im Jahr 1995 übernahm Jürgen Baumeister bereits in der vierten Generation das Unternehmen. Mehr als 40 Zimmerer wurden in all den Jahren im Unterweißenbrunner Betrieb ausgebildet, acht Mitarbeiter qualifizierten sich als Meister. „Es gibt inzwischen im gesamten Landkreis keine einzige Ortschaft, in welcher wir nicht tätig waren“, sagt Jürgen Baumeister stolz. Derzeit sind 17 Fachkräfte in der Firma beschäftigt.

Zimmermann auf Umweg

Martin Seifert, in die Familie Baumeister eingeheiratet, hat ursprünglich Elektroniker gelernt, hat aber eine zweijährige Lehrzeit absolviert und noch einmal eine zweijährige Vorbereitungszeit zum Zimmerermeister. Und Uropa Leo schaut schon ganz erwartungsvoll auf Leo, den jüngsten Spross in der Familie.

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