Mellrichstadt

Mellrichstadt: Der Volkstrauertag als wichtiges Erbe

Die offiziellen Vertreter am Volkstrauertag auf dem Großenberg waren (von links): Pfarrer Andreas Werner, Renate Brandstädter (stellvertretende Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes), Bürgermeister Eberhard Streit, Oberstleutnant a.D. Gerd Höhn und Oberstleutnant a.D. Ulrich Bucher. Foto: Brigitte Gbureck

Abordnungen aller Mellrichstädter Vereine mit Fahnen und dazu die Feuerwehr in stattlicher Anzahl hatten sich am Volkstrauertag vor dem Mahnmal am Großenberg zur Gedenkstunde versammelt. Die Stadtkapelle Mellrichstadt unter Leitung von Johannes Ballweg spielte zunächst die Deutschlandhymne „Einigkeit und Recht und Freiheit“, gesanglich begleitet vom Mellrichstädter Sängerverein um Marianne Klemm.

Am Volkstrauertag würden die Menschen sich an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft erinnern, begann Bürgermeister Eberhard Streit seine Ansprache. Er empfinde Kriegsgräberstätten und Soldatenfriedhöfe als Zeichen für die Versöhnung zwischen den Völkern. Die Soldaten aller kriegsbeteiligten Länder, egal welcher Nationalität, würden unter einer Erde ruhen. Die Sinnlosigkeit des Krieges werde hier besonders deutlich.

Die Erinnerung an die Jugend weitergeben

Niemals in der Geschichte der Menschheit seien so viele Menschen Opfer von Kriegen, Gewalt und Terroranschlägen geworden wie im vergangenen und in diesem Jahrhundert. Die hunderttausend Toten stünden aber auch für einzelne Schicksale der betroffenen Familien. Der Volkstrauertag ist für Eberhard Streit kein Heldengedenktag, denn nicht Kriegshelden stehen im Mittelpunkt, sondern Kriegsopfer, Opfer von Gewalt und Terror. Die Erinnerung, das Gedenken und die Trauer an diesem Tag gelten allen Opfern von Krieg und Gewalt. Er sei ein zeitloses Erbe, auch für künftige Generationen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge trage dazu bei, dass Völker Vorurteile abbauen und dass aus ehemaligen Feinden Freunde werden – „Versöhnung über den Gräbern“. Frieden sei dringende Aufgabe aller Staaten, Hass bringe uns nicht weiter. Die Erinnerung müsse an die Jugend weitergegeben werden. Nur so könne aus den Fehlern der Vergangenheit langfristig gelernt und die Zukunft in Frieden und Freiheit bewahrt werden.

Abordnungen legen Kränze nieder

Der Sängerverein sang „über den Sternen“. Als Zeichen der Trauer und des Gedenkens wurden Kränze im Namen der Stadt und des Stadtrates, des VdK und der Bundesrepublik Deutschland niedergelegt. Oberstleutnant a.D. Ulrich Bucher hielt das Totengedenken. „Näher mein Gott zu dir“ spielte die Stadtkapelle. Pfarrer Andreas Werner betonte, dass die beiden Kirchen den gemeinsam erhaltenen Auftrag zur Verkündigung wahrheitsgemäß erfüllen.

Nach dem gemeinsamen Vater unser sprach er den Segen. Die Stadtkapelle spielte das Lied vom guten Kameraden. Kränze zum Volkstrauertag wurden niedergelegt vom VdK-Ortsverband Mellrichstadt, der Stadt und dem Stadtrat Mellrichstadt und im Namen der Bundesrepublik Deutschland vom Kameradschafts-Freundeskreis der Garnison Mellrichstadt.

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