Mellrichstadt

Mellrichstadt: Faschings-Nachwuchs aus Unterfranken zeigte sein Können

In der Oskar-Herbig-Halle in Mellrichstadt fand am Sonntag die Nachwuchssitzung des Fastnacht-Verbands Franken statt. Dabei betraten insgesamt knapp 300 Akteure die Bühne. Die Jüngsten waren besonders drollig, wie etwa die Helmstädter Purzelgarde. Foto: Eckhard Heise

Schlag auf Schlag geht es in der Oskar-Herbig-Halle in Mellrichstadt: Erst die Prunksitzung der Mellrichstädter Karnevalsgesellschaft (MKG) am Samstag und am Tag darauf mit der Nachwuchssitzung des Fastnacht-Verbands Franken die nächste närrische Großveranstaltung. Kinder der Faschingsvereine aus ganz Unterfranken haben dabei die Gelegenheit, außerhalb der Verpflichtungen in ihren Vereinen ungezwungen auf die Bühne zu gehen und sich zu präsentieren.

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Nachwuchsnarren in Mellrichstadt

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Etwa zwei Dutzend Vereine hatten sich angemeldet, nachdem die NES-KA-GE aus Bad Neustadt als ursprünglicher Ausrichter kurzfristig abgesagt hatte und der Mellrichstädter Karnevalsverein dafür eingesprungen war. Auf deren Akteure kam dann völlig unerwartet zum üblichen Faschingstreiben nun auch noch die Organisation der Nachwuchssitzung zu.

Der Großteil der Protagonisten waren Gardetänzer, es gab aber auch Einzeldarsteller

Ihren Dank erhielten die Ausrichter dafür von Schirmherrin Dorothee Bär, die in einer kurzen Ansprache erwähnte, dass sie selbst Mutter eines Gardemädchens sei. Landrat Thomas Habermann zeigte sich ausgesprochen angetan von der Begeisterung und der Lust, mit der die jungen Akteure zu Werke gehen.

Davon konnten sich die Zuschauer in der gut gefüllten Oskar-Herbig-Halle selbst ein Bild machen. Der Großteil der Protagonisten bestand aus Gardetänzern. Doch auch ein paar Einzeldarsteller trauten sich auf die Bühne, wie etwa Julian Höchel aus Thüngen, der sich auf lausbubenhafte Art ein kleines Geschwisterchen wünscht. Als Einzelkind habe er doch einen schweren Stand, klagte der Büttenredner. Als ihm dann jedoch die Vorteile bewusst wurden, etwa, weil er von den Eltern im Grunde ziemlich verwöhnt wird, wünschte er sich am Ende doch lieber einen Hund.

Die Begeisterung war allen Akteuren anzusehen. Auch die DJK Salz schickte gleich mehrere Garden zur Nachwuchssitzung des Fastnacht-Verbands Franken nach Mellrichstadt. Foto: Eckhard Heise

Die einzigen Vertreter aus Rhön-Grabfeld kamen aus Mellrichstadt und Salz 

Tom Ruppert beklagte als Tänzer aus Aschaffenburg seine Not in der Garde, weil er als männlicher Vertreter unter den Mädchen einen schweren Stand habe. Eine andere Einzelakteurin war beispielsweise noch Tanzmariechen Pauline Kuhn aus Salz, die eine unglaubliche akrobatische Tanznummer aufs Parkett legte. Aber ohnehin ist das Tanzen mehr eine Sache des weiblichen Geschlechts. Eine der wenigen Ausnahmen war das Männerballett der "Turedancer" aus Zellingen. Sie lieferten eine ganz ausgefeilte Darbietung ab und erzählten mit 15 Darstellern die Geschichte des Boxers Rocky.

Auch einige Einzelunterhalter trauten sich ans Mikrofon. Wie Tom Ruppert aus Aschaffenburg. Foto: Eckhard Heise

Etwa vier Stunden dauerte das Spektakel. Knapp 300 Akteure betraten die Bühne und wechselten sich in Garde- und Schautänzen ab. Die einzigen Vertreter aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld stellten die Mellrichstädter Karnevalsgesellschaft und die DJK Salz.

Tanzen ist eher eine Sache des weiblichen Geschlechts. Das Männerballett "Turedancer" aus Zellingen zeigte jedoch, dass sich auch Männer auf die Bühne trauen. Sie erzählten die Geschichte des Boxers Rocky. Foto: Eckhard Heise

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