Mellrichstadt

Mellrichstadt: Klima-Musical zeigt Kampf für bessere Zukunft

Die Putzfeen fegten und wischten, der Schmutz hatte keine Chance. Aber die verwendeten Mittel belasteten auch die Umwelt.
Die Putzfeen fegten und wischten, der Schmutz hatte keine Chance. Aber die verwendeten Mittel belasteten auch die Umwelt. Foto: Brigitte Gbureck

Pauline Beck, die die Gesamtleitung des Musicals "Fridays for Future" inne hatte, begrüßte am Samstagabend im Namen der Darsteller, Helfer aus Bad Neustadt und des Sängervereins Mellrichstadt in der Aula der Realschule das Publikum, darunter auch Bürgermeister Eberhard Streit und Realschuldirektor Ulrich Kluge.

Marianne Klemm vom Mellrichstädter Sängerverein sei auf Pauline Beck zugekommen und meinte, ein Musical, das sie 1997 mit über 50 Kindern aus zwei Kinderchören aufgeführt hat, sei heute aktueller denn je. Es entstand die Idee, das Musical im Rahmen des Ferienprogramms einzuüben - Pauline Beck gestaltete das Musical mit seinen Texten etwas um - und dann aufzuführen nach dem Motto „Fridays for future trifft Musical“. 19 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren probten an vier Tagen gemeinsam.

Skaterinnen wollen zur Klimakonferenz

Zum Stück selbst: Eine Stimme aus dem Off erzählte, dass es den Tieren und Pflanzen eines Tages reichte, sie hatten es satt, zuzusehen, wie die Menschen ihren Lebensbereich zerstören. „Wir wollen nicht mehr, ihr werdet schon noch sehn', wir werden einfach gehn“', damit strebten fünf Tiere und Pflanzen singend auf die Bühne, musikalisch unterstützt von abseits sitzenden Kindern. Zwei Mädels sind ganz erschrocken über das, was die Tiere und Pflanzen sagen. „Beim letzten Ton des Zeitzeichens war es 5 vor 12“, ertönte es laut.

Drei Putzfeen eroberten die Bühne und fegten und wischten, der Schmutz hatte keine Chance. Vier Rapper erschienen, die von drei Skaterinnen verjagt wurden. Ihren Müll ließen sie liegen. Die Skaterinnen änderten ihre Strategie und malten Plakate für die Umwelt. Damit wollten sie unbedingt zur Klimakonferenz. Eine Tagesschausprecherin berichtete über die Konferenz der Vereinten Nationen. Eine CO2-Steuer – lasst uns abwarten, erneuerbare Energien – das geht zu weit, da fallen Arbeitsplätze für die Kohle weg, keiner solle in Hysterie verfallen, sagten die Politikerinnen, ein Aufschrei der Protestierenden folgte.

Protest am Rande der Klimakonferenz.
Protest am Rande der Klimakonferenz. Foto: Brigitte Gbureck

Die Protestierenden wurden abgespeist. Langsam hatten die Kinder auch keine Lust mehr. Niemand störte sich am Müllberg, der täglich wächst. Da ist es 12 Uhr. Und nun gingen die Tiere und Pflanzen wirklich. „Wird das Wirklichkeit?“ fragte die Sprecherin. Bisher sei es nur ein Alptraum. Das Artensterben habe schon begonnen, einige Tiere und Pflanzen seien verschwunden, die Weltmeere verschmutzt, die Pole würden schmelzen. Aber zum Glück sei es noch nicht zu spät. „Deswegen stehen wir auf für unsere Erde und unsere Zukunft“, gemeinsam wollten sie es noch einmal versuchen. Und die Tiere und Pflanzen kamen zurück. „Nur gemeinsam sind wir stark – together we are strong“ sangen alle Kinder voll Inbrunst.

Am Ende des Musicals knüpften alle gemeinsam ein Band und demonstrierten, dass sie nur zusammen stark sind.
Am Ende des Musicals knüpften alle gemeinsam ein Band und demonstrierten, dass sie nur zusammen stark sind. Foto: Brigitte Gbureck

Sie knüpften ein Band, das sie zusammenhält. „Gemeinsam für die Umwelt, das geht uns alle an, die Welt ist nur ein Einzelstück, das kein Mensch ersetzen kann“, hieß es weiter. Viel Applaus und begeisterte Jubelrufe aus dem Publikum belohnten die Akteure, die teilweise auch Doppelrollen gespielt haben, für ihr hervorragendes Spiel.

Musical hat teilnehmende Kinder umweltbewusster gemacht

Der Dank galt den Helfern und Akteuren. Der letzte Applaus aber gebührte Pauline Beck, die das Musical auf die aktuelle Situation umgeschrieben habe.  Auch Marianne Klemm bekam einen großen Applaus. Zum Schluss gab es noch eine Einladung für Sonntag, 22. September, zu einem großen Klimafest in der Krone in Unsleben.

Barbara Schneyer-Straub aus Wollbach, von deren sechs Kindern fünf im Stück mitgewirkt haben, hatte sich gefreut, dass es so ein Team geworden ist, sagte. Die Kinder seien mit Freude hingegangen und hätten Begeisterung entwickelt. Sie seien sehr umweltbewusst. Auch Oma Gerda Hickl bestätigte, dass die Kinder sehr auf die Umwelt bedacht seien.

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