Mellrichstadt

Mellrichstadt investiert in die Sicherheit der Feuerwehrleute

Ein neuer Warnanhänger soll dafür sorgen, dass die Kameraden bei der Absicherung von Unfällen nicht mehr die Straße betreten müssen. "Sicherheit geht vor", so der Stadtrat.
Bei einem schweren Unfall im Januar 2020 war ein Lkw-Fahrer auf der A 71 auf einen Warnleitanhänger gefahren. 
Bei einem schweren Unfall im Januar 2020 war ein Lkw-Fahrer auf der A 71 auf einen Warnleitanhänger gefahren.  Foto: Eckhard Heise

Die Feuerwehr Mellrichstadt will einen neuen Verkehrssicherungsanhänger anschaffen, um für mehr Sicherheit für die Kameraden im Einsatz zu sorgen. Dass das dringend nötig ist, habe der schwere Unfall am 21. Januar auf der A 71 bei Hollstadt gezeigt, als ein Lkw-Fahrer mit einem Warnleitanhänger zusammengestoßen war . Für den Lkw-Fahrer kam jede Hilfe zu spät, ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei wurde schwer verletzt.

Der Mellrichstädter Kommandant Timo Kolano hatte bei Bürgermeister Eberhard Streit auf die Dringlichkeit der Anschaffung verwiesen, der Stadtchef beriet mit seinem Gremium in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend über den Kauf eines modernen Verkehrssicherungsanhängers. Der alte im Bestand der Feuerwehr muss noch von Hand aufgebaut werden, wodurch die Kameraden insbesondere bei Einsätzen auf der Autobahn hohen Gefahren ausgesetzt sind. Außerdem verfügt der Anhänger nur über zwei Warnlichter. Ein neuer Anhänger ist besser ausgerüstet und maschinell aufklappbar, so dass die Kameraden die Fahrbahn bei der Absicherung von Unfällen nicht mehr betreten müssen.

Investition in die Sicherheit der Feuerwehrleute

17 000 Euro kostet der Verkehrssicherungsanhänger, die Regierung von Unterfranken bezuschusst die Anschaffung mit 8400 Euro, so dass die Stadt noch 8600 Euro tragen muss. "Das ist kein Luxus, sondern dient der Sicherheit unserer Feuerwehrleute", machte Eberhard Streit deutlich. Das Gremium sah das genauso und stimmte der Anschaffung zu. Kämmerin Janine Schauk will noch abklären, ob sich auch der Landkreis finanziell am Kauf beteiligt, der so schnell wie möglich getätigt werden soll.

Markus Groenen regte in dem Zusammenhang an, dazu noch einen Repeater für den Anhänger anzuschaffen, dessen Signal "Achtung Gefahrenstelle" für Lkw-Fahrer auf allen Kanälen empfangbar ist, was ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen soll.

Wasserversorgung Mühlfeld: Beiträge werden erhoben

Im Zuge des Anschlusses des Stadtteils Mühlfeld an den Wasserzweckverband Mellrichstädter Gruppe wurde die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung geändert und angepasst. Insbesondere wurde eine Neuregelung für übergroße Grundstücke in unbeplanten Gebieten beschlossen. Die Kosten des Wasseranschlusses an die Gruppe werden nun über Verbesserungsbeiträge abgerechnet, die entsprechende Satzung tritt zum 5. März 2020 in Kraft.

Um den Investitionsaufwand von rund 262 850 Euro netto für den Anschluss zu decken, ergeben sich Beitragssätze von 54 Cent pro Quadratmeter beitragspflichtige Grundstücksfläche und 3,56 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Die Beiträge werden in zwei Raten eingezogen, je zur Hälfte am 1. Juni 2020 und am 1. Juni 2021.

Bedenken gegen Naturteich ausgeräumt

Der Verein Behrunger Natur-Teich hat das Gelände des ehemaligen Schwimmbads Behrungen von der Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gepachtet und will das verwahrloste Gelände kultivieren. Für die Aufstellung eines Bebauungsplans wurde Mellrichstadt als Träger öffentlicher Belange und auch als Nachbargemeinde in der Stadtratssitzung am 13. Februar 2020 um eine Stellungnahme gebeten.

Bürgermeister Eberhard Streit und die Mitglieder des Stadtrats waren davon wenig begeistert. Da der geplante Naturteich durch einen offenen Graben mit dem Fließgewässer Bahra verbunden ist, wurde befürchtet, dass in trockenen Monaten zu wenig Wasser in die Bahra fließt. Das Wasserwirtschaftsamt sollte zur Prüfung eingeschaltet werden. Nach einer erneuten Vorsprache der Grabfelder bei Bürgermeister Eberhard Streit konnten diese Bedenken jedoch vollends ausgeräumt werden. Die Mellrichstädter hoben daher in der Sitzung am Donnerstag ihren alten Beschluss auf und bekundeten keine Einwendungen gegen die Bauleitplanung der Gemeinde Grabfeld.

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