Niederlauer

Michael Greiner führt erneut die Niederläurer Wehr

Kommandantenwechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Niederlauer: Bürgermeister Richard Knaier freute sich, dass Alt-Kommandant Michael Greiner wieder als 1. Kommandant die Feuerwehr führt und bedankte sich beim scheidenden Kommandanten Sebastian Müller, der aus beruflichen Gründen, verbunden mit einem Wohnortwechsel, sein Amt zur Verfügung stellte. Rechts Kreisbrandinspektor Michael Omert. Foto: Manfred Mellenthin

Mit einem eindeutigen Vertrauensvotum wurde Michael Greiner, auf dessen Kommando die Wehr schon einmal hörte, erneut als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Niederlauer gewählt. Die Neuwahl war nötig geworden, da der amtierende Kommandant Sebastian Müller seinen Wohnort aus beruflichen Gründen in die Nähe von Würzburg verlegt hat.

Bürgermeister Richard Knaier würdigte die Verdienste des scheidenden Kommandanten Sebastian Müller, der als Ausbilder an der Würzburger Feuerwehrschule tätig ist, und als absoluter Fachmann hervorragende Arbeit in der Aus- und Weiterbildung seiner Heimatwehr geleistet habe. Auch bei der Materialbeschaffung hatte die Wehr vom profunden Wissen Müllers profitiert. Neben den fachlichen Qualitäten betonte Knaier auch die menschlichen Führungsfähigkeiten Müllers, der für einen guten Zusammenhalt und eine harmonische Kameradschaft in der Truppe gesorgt habe.

Michael Greiner stellt sich noch einmal der Verantwortung

Ausdrücklich dankte Knaier Alt-Kommandant Michael Greiner, der sich nach zwölf Jahren als 1. und 2. Kommandant nochmals der Führungsverantwortung stellte und die Wehr führen wird. Stark gefordert war die Freiwillige Feuerwehr Niederlauer im Dienstjahr 2019. Kommandant Sebastian Müller berichtete von 15 Einsätzen, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Neunmal wurde die Wehr zu Brandeinsätzen gerufen, wobei der Scheunenbrand in Oberebersbach im Januar den größten Brandeinsatz darstellte. Fünf Mal war man im Einsatz bei technischen Hilfeleistungen wie Ölspuren oder Türöffnungen und rückte zu einem Übungseinsatz aus. Dazu kamen drei Verkehrsabsicherungen und 30 Übungen.

„Aktiv bei der Feuerwehr zu sein bedeutet auch, regelmäßig an den Übungen teilzunehmen, zwei, drei Übungen im Jahr sind zu wenig“, forderte Sebastian Müller. Müller wies darauf hin, dass tagsüber ab und an wegen Beruf, Schule oder Ausbildung Probleme mit der Einsatzbereitschaft auftreten könnten. Als sehr positiv wertete er deshalb, dass die Gemeinde bei der Einstellung der Gemeindearbeiter die Arbeit in der Gemeinde mit dem Feuerwehrdienst im Ernstfall koppelte.

Christian Vorndran absolvierte die meisten Übungen

Die Sicherstellung einer personell starken Mannschaft soll nun auch durch eine intensive Zusammenarbeit mit der Burgläurer Wehr bei den teils gefährlichen Einsätzen auf der Autobahn sichergestellt werden. Ein Lob gab es vom Kommandanten für Marco Schneider, der den Atemschutzlehrgang absolvierte und Michael Greiner und Bruno Back, die ein Fahrsicherheitstraining ablegten. Beschafft wurde ein Türöffnungswerkzeug, an dem auch Aktive bereits geschult wurden. Beantragt sind zwei neue Führerscheinplätze, um das Feuerwehrfahrzeug im Ernstfall steuern zu können.

„Über manche Situationen habe ich mich geärgert, aber die positiven Erinnerungen überwiegen deutlich“, lautete das Fazit von Sebastian Müller, der seinen motivierten Floriansjüngern viel Engagement und eine „Super Zusammenarbeit“ mit ihm und der Führung bescheinigte. Für die meisten Übungsteilnahmen wurde Christian Vorndran mit 23 und Bruno Back mit 22 Übungen ausgezeichnet. Mit Timo Weisenseel und Linus Diemer stellen sich zwei junge Männer künftig für den Feuerwehrdienst zur Verfügung.

Bürgermeister Knaier lobt die Feuerwehr als Aktivposten der Gemeinden

Von einem „gutem Jahr mit vielen Aktivitäten im gesellschaftlichem Bereich“, sprach Florian Becher, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins. Als absolutes Highlight des vergangenen Jahres sah er den mehrtägigen Ausflug nach Amsterdam. Bürgermeister Richard Knaier stellte die Bedeutung einer örtlichen Wehr heraus, die zum einem den Brandschutz gewährleiste, bei Unfällen und kleinen und größeren Katastrophen immer zur Stelle ist, aber auch die gesellschaftlichen Aktivitäten, mit der sie das Dorfleben bereichere. Kreisbrandinspektor Michael Omert wies auf die vielfältigen Aufgabenbereiche hin, die von der Feuerwehr abgedeckt werden.  

Als Termine für 2020 nannte Florian Becher die Nachtwanderung am 29. Februar nach Brendlorenzen, das zweitägige Brauhausfest am 23. und 24. Mai, eine Kreuzbergwanderung und die Teilnahme an den örtlichen Meisterschaften der Vereine.

Ein Ausbilder für eine mögliche Jugendfeuerwehr fehlt

„Mit Blick auf eine zu schaffende und durchaus wünschenswerte Jugendfeuerwehr sind wir noch nicht entscheidend weitergekommen. Es fehlt uns ein Ausbilder, der sich dieser zeitintensiven Maßnahme widmet. Außerdem war die Resonanz auf einen Schnuppertag im Herbst absolut ernüchternd“, informierte Becher mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung.

Ein Höhepunkt war die Auszeichnung von Michael Greiner und Werner Simon, die seit 40 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr Niederlauer angehören und die Auszeichnung des 2. Kommandanten Thorsten Trenk , der für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurde.

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