FULDA

Milseburghütte bleibt Wahrzeichen

Tradition bewahren: Bei der Sanierung der Milseburghütte soll der vordere Teil mit dem Gastraum erhalten bleiben. Dies sieht ein Kompromiss zwischen Rhönklub und Pächter vor.
Tradition bewahren: Bei der Sanierung der Milseburghütte soll der vordere Teil mit dem Gastraum erhalten bleiben. Dies sieht ein Kompromiss zwischen Rhönklub und Pächter vor. Foto: Pfeuffer

Nachdem es in der Vergangenheit einige Kontroversen über die Art der Sanierung der Milseburghütte gab, sind sich nun der Rhönklub als Eigentümer und die Pächterfamilie Kümpel offensichtlich inhaltlich näher gekommen. Der Kompromiss scheint in Richtung einer umfassenden Modernisierung des Gebäudes zu gehen, wobei der älteste Bereich der Hütte, also ihr vorderer Teil, erhalten werden soll.

Wie berichtet herrschte Uneinigkeit darüber, ob die 131 Jahre alte Hütte weitgehend abgetragen und in ähnlicher Form neu gebaut werden soll, wie das der Rhönklub plante oder umfassend saniert werden soll, wie sich das die Pächter wünschten. Ihre Sorge und die Sorge vieler Gäste bestand darin, dass das Rhöner Wahrzeichen bei einem Neubau seine einmalige, urige Atmosphäre verlieren würde.

Voraussetzung für die Annäherung waren mehrere Treffen in den vergangenen Wochen zwischen den Kümpels, dem Präsidenten des Rhönklubs, Jürgen Reinardt, den Mitgliedern des Hauptvorstands und dem Architekten.

In der vergangenen Woche übergaben Wolfgang Kümpel und Günter Meinung von den Montagssängern knapp 4400 Unterschriften an Jürgen Reinhardt, mit denen sich die Unterzeichner für den Erhalt der Hütte aussprachen.

Das Ergebnis eines weiteren Informationsaustausches, an dem neben Rhönklub-Präsident Jürgen Reinhardt, dem Wirtsehepaar Kümpel, Architekt Manfred Reith auch Vizepräsident Bernd Müller-Strauß, Hauptwanderwart Uwe Schleicher sowie Zimmermeister Rehm aus Lahrbach beteiligt waren, fasst der Rhönklub nun in einer Pressemitteilung zusammen. Demnach waren sich alle einig in dem Ziel, dass die Milseburghütte als Wahrzeichen der Rhön erhalten bleiben soll. Unstrittig sei auch gewesen auch, dass die Hütte in Kernbereichen dringend sanierungs- und umbaubedürftig ist. Sie müsse auf den neuesten technischen und baulichen Stand gebracht werden und soll dabei ihren ursprünglichen, den Berg prägenden Charakter behalten.

Alle Beteiligten unterstrichen ausdrücklich, dass Ziel der Planungen sein müsse, die Tradition der 131 Jahre alten Milseburghütte, beispielsweise des vorderen Teils des Gebäudes, zu erhalten. Im Gespräch mit der Main-Post betonte Wolfgang Kümpel, dass dieser vordere Teil „in jedem Fall“ erhalten werden soll.

Der Rhönklub befinde sich in einer Findungsphase, wird Präsident Reinhardt zitiert. Nachdem gravierende Mängel in der baulichen Substanz des Hauses festgestellt worden seien, arbeite der Rhönklub nunmehr ein zukunftsweisendes Konzept sowie einen Zeitplan aus, der auch die Bewilligung der notwendigen Fördermittel miteinbeziehe.

Reinhardt und Architekt Reith betonten ihren Gesprächspartnern gegenüber, dass noch „kein festes Konzept“ formuliert sei und alle Beteiligten, insbesondere die Pächter, das Ehepaar Kümpel, miteinbezogen würden.

Besonderer Wert in den Planungen würde auf die baulichen Verschleißerscheinungen, aber auch auf eine modernisierte Technik, eine effektive Wasserversorgung sowie eine Modernisierung der Toilettenanlage gelegt.

Reinhardt und die Wirtsleute Kümpel betonten nach dem Austausch, dass es wichtig sei, die Milseburghütte als das Rhöner Wahrzeichen so weit wie möglich zu erhalten. Dies entspräche nicht nur ihrer Zielsetzung, sondern auch den Wünschen der zahlreichen Gäste und Freunde der Milseburghütte.

Das Sanierungskonzept soll in den kommenden Monaten erarbeitet und der Hauptversammlung im Sommer vorgelegt werden. Gebaut werden soll 2017. Je nach Umfang sollen die Baumaßnahmen bis Mitte 2017 abgeschlossen sein.

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