Waltershausen

Milzgrundsingen _ seit 59 Jahren Tradition

Der Sängerkreis Waltershausen war diesmal der Ausrichter des 59. Milzgrundsingens. Foto: Rudolf Merz

Das 59. Milzgrundsingen fand diesmal im Waltershäuser Gästehaus statt. Musikalisch wurden die Chöre und die Zuhörer vom gastgebenden Chor und dessen Vorsitzenden Helmut Rittweger willkommen geheißen. Dann war der Sängerkranz Waltershausen unter der Leitung von Liliya Houda dran. Die Sänger trugen die Lieder "Singen ist Leben”, "Von Singen bewegt” und "Aus der Ferne” vor.

Kultveranstaltung

Waltershausens Bürgermeister Norbert Bauer bezeichnete das 59. Milzgrundsingen als eine Kultveranstaltung, die man als Vorreiter der Gebietsreform auf musikalischer Ebene bezeichnen könne. Er habe als ehemaliger Irmelshäuser von Volker Seifert zwar nicht das Singen, dafür aber das Tanzen gelernt. Bauer würdigte die Pflege des Liedgutes als einen wesentlichen und unverzichtbaren Teil der heimatlichen Kultur. Ursula Wetzstein fand für die Sängergruppe Rhön-Grabfeld nur lobende Worte, angesichts der langen Zeit, in der diese Veranstaltung regelmäßig alle Jahre stattfindet. Ihr Wunsch ist es, dass man auch in der Zukunft unter den sechs Vereinen wie bisher so zusammen hält und sich gegenseitig aushilft, wenn ein Verein einmal nicht singfähig ist. Um den Fortbestand der Chöre zu sichern, werde dringend Nachwuchs gebraucht, betonte sie.

Die Zuhörer beim Gemeinschaftslied. Foto: Rudolf Merz

Diakonin Caroline Dennerlein, die erstmals einer solchen Veranstaltung beiwohnte, hob die Vorzüge des Singens hervor. Ihre These lautete: "Singen stiftet Frieden”, "Singen tut gut in der Gemeinschaft” und die "Arbeit gelingt leichter mit Musik”. Der stellvertretende Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Bernhard Friedl unterstrich die Gemeinsamkeit der Sänger und Musiker.

Musikalische Unterstützung

Dann waren die Sänger aus Aubstadt an der Reihe. Unter der Leitung von Wolfgang Abschütz und Emily Samaan sangen sie folgende Lieder: "Liebe das Leben”, "One Way Wind”, und "Junger Adler” vom Gesangverein Eintracht. Musikalisch unterstützt wurden die Sänger von Gustav Raab auf der Gitarre. Gemeinsam mit dem Chor Klangvoll gaben die Sänger mit "Manchmal brauchst du einen Eingel” und "Sing mit mir eine Melodie” eine Kostprobe ihres Könnens. Weiter brachte der Chor Klangvoll die Lieder "On rising Wind”, "Szellö Züg” und "Hevenu Shalom” zu Gehör.

Der Dorfchor Rothausen unter der Leitung von Roswitha Jucht trat wegen eines Trauerfalles zahlenmäßig geschwächt auf. "Aufstehen, aufeinander zugehen”, "Was wirklich zählt auf dieser Welt” und "Gut wieder hier zu sein” mit musikalischer Begleitung auf dem Keybord, Querflöte und Trommel boten sie bei ihrem gelungenen Auftritt.

Gemeinschaftslied zum Abschluss

Gut vorbereitet zeigte sich auch die Singgemeinschaft Höchheim-Irmelshausen unter der Leitung von Volker Seifert. "Musica, die ganz liebliche Kunst”, "In die Ferne” ein wunderschönes altes Volkslied von Friedrich Silcher und "Es zogen auf sonnigen Wegen” interpretierten die Sänger eindrucksvoll. Der Liederkranz Rappershausen unter der Leitung von Ute Bach-Schleicher erfreute das Publikum mit "Und keiner soll sagen”, Ein frohes Herz” und "Ode an die Freude”. Der Gesangverein Gollmuthhausen unter der Leitung von Ellen Kneuer hatte folgende Lieder einstudiert: "Gib mir die richtigen Worte”, "Wochenend und Sonnenschein” und "Samba lele, kleiner Chico”.

Mit dem Gemeinschaftslied "Nehmt Abschied Brüder” endete der Liederabend. Zwei Stunden präsentierten die Sängerinnen und Sänger einen Liederreigen, der alle Facetten des Chorgesangs in sich barg. Mitwirkende und Besucher waren sich einig, dass es ein schöner gemeinsamer Liederabend war, bei dem auch die Geselligkeit in der schön geschmückten Halle nicht zu kurz kamen. Der Vorsitzende überreichte den Chorleitern noch eine kleine Aufmerksamkeit und machte auf die Jubiläumsveranstaltung im kommenden Jahr aufmerksam. Sie findet am 28. März 2020 in Aubstadt statt. Dann findet das Milzgrundsingen bereits zum 60. Mal statt.

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