Bad Königshofen

Mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe

Diplom-Betriebswirt Xaver Weydringer als Vertreter von Rother Bräu (von links), Elmar Markert als Vertreter von "Strecks Brauhaus" und Braumeister Werner Lang erklärten das Brauhandwerk beim Pro"bier"abend in Bad Königshofen. Foto: Regina Vossenkaul

Die neun Brauereien aus Rhön-Grabfeld könnten den Landkreis vollkommen ausreichend versorgen, bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 100 Liter Bier pro Jahr und einer Biererzeugung von 80.000 Liter, berichtete Xaver Weydringer (Rother Bräu), der gemeinsam mit Werner Lang (Brauerei Lang) und Elmar Markert (Streck Bräu) beim Pro"bier"Abend in Bad Königshofen durchs Programm führte. Veranstalter war die Stadt Bad Königshofen gemeinsam mit der Kurbetriebs-GmbH.

Neun Brauereien im Landkreis

Bürgermeister Thomas Helbling begrüßte die rund 100 Gäste im Großen Kursaal und bedankte sich bei den Brauereivertretern, der Blaskapelle Merkershausen unter der Leitung von Udo Schneider, die mit flotten Melodien durchs Programm begleiteten, sowie dem Vorbereitungsteam für seine Arbeit. Die Kooperation "Wir sind Rhöner Bier", mit neun Brauereien, einer Mälzerei und heimischen Landwirten stellte Weydringer vor. Als Leader-Projekt war das Ganze gestartet, damals unter der Bezeichnung "Vom Halm zum Krug". Auch in diesem Jahr gibt es einen Videowettbewerb, für den die Prämierung in Kürze in Oberelsbach stattfindet. Den professionellen Imagefilm zeigten die Brauerei-Vertreter zum Einstieg, dann erklärte Werner Lang, wie man die Qualität eines Bieres beurteilt, wie man Farbe und Schaum anschaut und den Geruch wahrnimmt, bevor der erste Schluck die Geschmacksknospen erreicht und dem "Abgang" nachgespürt wird.

Die Blaskapelle Merkershausen unter der Leitung von Udo Schneider sorgte beim Pro"bier"abend für zünftige Stimmungsmusik... Foto: Regina Vossenkaul

Die Zutaten erläuterte Lang. Die Nummer eins ist das Wasser, das Maßstäbe oberhalb der Trinkwasserverordnung erfüllen muss. Malz, hergestellt aus heimischer Braugerste, gibt dem Bier die Farbe und trägt wesentlich zum Geschmack bei. Von der "Rhön-Malz" in Mellrichstadt beziehen die Brauereien diese grundlegende Zutat. Kurze Wege hat somit die von Landwirten erzeugte Braugerste, 80 Prozent davon werden im eigenen Landkreis verbraucht. Auch die Zutat Hopfen gibt es innerhalb Frankens zu kaufen, das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet ist allerdings die bayerische Hallertau. Was jetzt noch fehlt, ist die Bierhefe, die es in insgesamt in 580 Sorten gibt. Sie wandelt den Zucker vom Malz in Alkohol um. Die Kunst des Braumeisters ist es, die Zutaten so zu verwenden, dass der angestrebte Geschmack erzielt wird.

Geschmackstest mit neun Biersorten

Die Gäste in der FrankenTherme ließen sich insgesamt neun Biersorten schmecken, zwischendurch stärkten sie sich bei einer Brotzeit. Gestartet wurde mit dem "Bayerisch Hell" vom Karmeliter Bräu und dem Bier vom Kloster Kreuzberg, dunkel, vom Fass. Mit Lang Pils, Streck Bräu 1718 Vollbier und Öko-Weizen vom Rother Bräu ging es weiter. Probieren durften die Gäste auch das "Blonde" vom Oberstreuer Brauhaus, den Urstoff Dunkel vom Brauhaus Niederlauer, das Kupfer von der Brauerei Lang und das Rhöner Pale Ale von der Pax Bräu. Ziel der Kooperation "Wir sind Rhöner Bier" ist es, die Bedeutung der regionalen Bierherstellung für die Kulturlandschaft und die heimische Wirtschaft bewusst machen, Tradition und Heimatverbundenheit sollen bewahrt werden.

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