OSTHEIM

Modellflieger steuern ist kein Kinderspiel

Gutes Team mit guter Laune: die Ferienkinder und die Osteimer Modellflieger beim Ferienspaß. Foto: Wienröder

„Wir bauen uns ein eigenes Modellflugzeug“ – darauf freuten sich Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren beim Ferienprogramm in Ostheim. Fachmännische Unterstützung erhielten sie von den Ostheimer Modellfliegern.

Anfangs wurden den Kindern theoretische Grundkenntnisse vermittelt. Warum fliegt ein Flugzeug? Womit wird das Flugzeug gesteuert? Und warum ist es wichtig, den Schwerpunkt richtig einzustellen? Dann wurde in den Räumen der Grundschule fleißig gebastelt.

Die Vereinsmitglieder hatten ein Modell vorbereitet, das aus einem Sperrholzrumpf bestand und mit leichten Depronflügeln versehen wurde. Das Material Depron ist eine Art hochfestes Styropor. Es lässt sich einfach mit einem scharfen Bastelmesser schneiden. Die ausgeschnittenen Formstücke mussten anschließend mit einem Schmirgelklotz nachgearbeitet und geglättet werden. Dann wurde die Klebung vorbereitet. Mit dem Klebstoff wurde die Seite benetzt, kurz an das Gegenstück angedrückt und wieder voneinander gelöst. Nach knapp zehn Minuten Ablüftzeit konnten die Bauteile dann fest miteinander verbunden werden. Während dieser Wartezeit stärkten sich die Kinder mit Kuchen und Bionade. Jetzt fehlte nur noch das Finish. Mit Farbe gestaltete jedes Kind seinen Flieger zu einem individuellen Bastelstück.

Als weiteres Highlight konnten sich die jungen Modellbauer an einem Modellflugsimulator probieren. Über einen Beamer, der ein Modellflugzeug in einer virtuellen Landschaft an die Wand projizierte, erprobten die Kinder die Wirkungsweise von Querruder, Höhen- und Seitenruder. Schnell merkten sie, dass es kein Kinderspiel ist, so ein Flugzeug zu steuern. Man muss schon sehr konzentriert zur Sache gehen, um das Flugzeug sicher zu starten und zu landen. Es ist auch unerlässlich, auf die Anweisungen des Fluglehrers zu hören. Das Gute an der Übung: Wenn im Simulator das Flugzeug abstürzt, kann man dort sofort weiterfliegen – in der Realität bedeutet es, den entstandenen Schaden erst einmal zu reparieren.

Nach dem Test im Simulator ging es an den Erstflug. Der Schwerpunkt der Modellflieger wurde ermittelt und mit Bleigewichten feinjustiert. In der Aula der Grundschule fanden dann die ersten Testflüge statt.

Die Kinder hielten die Flieger mit der Flugzeugnase leicht nach unten geneigt, und mit einem kräftigen Wurf ging es ab in die Luft. Zum Abschluss fand auf dem Ostheimer Schulsportplatz noch ein Wettbewerb statt. In den Disziplinen Weitflug und Zielflug konnten die Kinder zeigen, wie gut ihr Flugzeug fliegt und wie gut die Kinder den Wind einschätzen können. Dieser war nämlich sehr turbulent, und man musste schon genau damit „spielen“, um die richtige Flugbahn zu finden. Der Tag hat jedenfalls allen viel Spaß gemacht – und vielleicht entdeckt der eine oder andere junge Teilnehmer seine Leidenschaft für den Modellbau.

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