Wollbach

Motto in Wollbach: Neues Jahr - Alte Herausforderungen

Aktuell ruhen zwar die Arbeiten an der Neugestaltung des Dorfplatzes. Doch aus der Bevölkerung gibt es bereits Kritik an den massiven Fertigbetonteilen, die im Bereich des künftigen rampenartigen Aufgangs von der Joachim-Baumeister-Straße zum Dorfplatz eingebracht wurden. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Das neue Jahr begann mit alten Herausforderungen für die Wollbacher Bürgervertreter.  Die Bauarbeiten an der Umgestaltung des Dorfplatzes ruhen gerade, teilte Bürgermeister Thomas Bruckmüller mit. Ein Bauzaunbanner soll angebracht werden, auf dem der künftige Dorfplatz abgebildet ist. Die fördergerechte Planung des Feuerwehrgerätehauses sei vorangeschritten. Im Waldgebiet "Ochsenbühl" wurden vom Landschaftspflegeverband zwei größere Feuchtgebiete angelegt, wie das Ortsoberhaupt  bekannt gab. Nach wie vor sehr aktiv ist der Biber im Gemeindegebiet. Sehr zum Ärger der Anlieger, die mit überschwemmten Wiesen und Ackerflächen zu kämpfen haben.

Zur Zukunft des "Räumle" informierte Jugendbeauftragter Konrad Werner über ein Gespräch, das im Treff mit Jürgen Hesselbach vom Kreisjugendring  und den Nutzern vor einigen Tagen stattgefunden hat. Dabei waren  ausführlich über Möglichkeiten der Gründung eines Trägervereins, aber auch versicherungsrechtliche Fragen  diskutiert worden. Außerdem war angesprochen worden, ob ein Nutzungs- bzw. Mietvertrag abgeschlossen werden sollte. Tendenziell geht es in Richtung "Bildung einer nicht eingetragenen Interessengemeinschaft", so Konrad Werner, wobei  auch einige Jugendliche als Verantwortliche gefunden werden könnten. "Dadurch, dass wir jetzt offen miteinander kommunizieren, ist das Verhältnis zwischen Gemeinde und den Besuchern des Treffs wesentlich entspannter geworden ", stellte er fest. "Wir bleiben dran und klären die versicherungsrechtlichen Fragen ab", versprach Bürgermeister Bruckmüller.  

Wird ein Nachhaltigkeitsbeauftragter gebraucht?

"Brauchen wir wirklich einen externen Nachhaltigkeitsbeauftragten – Wollbach for future ?", fragten sich einige Ratsmitglieder, die den Gedanken von Ute Bernhardt-Fiedler kritisch sahen. "Die Idee ist von mir initiiert worden, damit der Vorschlag eventuell in der nächsten Legislaturperiode aufgegriffen und weiter verfolgt wird", rechtfertigte die Gemeinderätin ihren Antrag. Dabei sollte man aus ihrer Sicht Fragen nachgehen, wie beispielsweise das Thema Klima- und Umweltschutz. Dabei forderte sie, auszuloten, ob die Gemeinde eventuell über ein Regionalbudget hierzu einen Experten finanzieren kann. Sie sah Parallelen zu Jugend- bzw. Seniorenbeauftragten, die ebenfalls für ihren Bereich anregen, Ideen einbringen und neue Blickwinkel eröffnen sollen. Nach intensiver Diskussion über das Für und Wider sprach sich das Ratsgremium dafür aus, dem neuen Ratsgremium die Installation eines Nachhaltigkeitsbeauftragten  zu empfehlen.  Bis dahin soll das Aufgabengebiet näher definiert werden.

Aus  nichtöffentlichen Sitzung gab das Ortsoberhaupt bekannt, dass die Firma Nöth Bedachungen GmbH aus Bad Bocklet mit den Dachsanierungsarbeiten an der "Wollbacher Halle" zum Preis von 152 232 Euro beauftragt worden ist. Außerdem erhielt das Ingenieurbüro Baur Consult aus Haßfurt den Auftrag, die Gemeinde bei der Beantragung der Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis zur Entnahme von Grundwasser für die Trinkwasserversorgung  fachtechnisch zu unterstützen. Dies bedeutet Kosten von 9758 Euro.

Auch das Thema Trinkwasserversorgung stand auf der Agenda

Ebenfalls zum Thema Trinkwasserversorgung gehörte die nächste Auftragsvergabe: Die Erneuerung der speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) der Brunnen wurde an die Firma Rittmeyer GmbH, Nürtingen, zum Angebotspreis von 59 029,20 Euro vergeben. Schließlich erhielt die Firma Hubert Memmel aus Schönau den Auftrag für elektrotechnische Arbeiten bei der Modernisierung der Wasserversorgung  für 3413 Euro. Da die Leuchtmittel für die "Wollbacher Halle" inzwischen nicht mehr lieferbar sind, soll nun über ein Förderprogramm nach neuen, energiesparenden Lampen Ausschau gehalten werden. Für den Babybasar erließ der Gemeinderat wiederum die Nutzungsgebühr für die Wollbacher Halle.

Gegen den Bebauungsplan der Nachbargemeinde Heustreu über das "Sondergebiet Solar Streu 2017", der die Zusammenführung der bestehenden Freiflächenphotovoltaikanlage mit einer neuen, derzeit geplanten Anlage in Unsleben zum Inhalt hat, hatte der Gemeinderat ebenso nichts einzuwenden.

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