Bad Neustadt

Mustang Mach E: Ein Stück Bad Neustadt ist mit „an Bord“

Alexander Klamt (links) und Jürgen Gaul präsentierten mit dem neuen elektrischen Ford Mustang nicht nur ein Stück Zukunft, sondern auch ein Fahrzeugbestandteil aus dem Hause Preh. Foto: Eckhard Heise

Nur zwei Autohäuser in ganz Deutschland hatten die Möglichkeit. Der Zuschlag, den neuen, vollelektrischen Ford Mustang Mach E in einer Vorpremiere zu präsentieren, fiel passenderweise auf Bad Neustadt. Das Autohaus Gaul & Klamt präsentierte nun vor zahlreichen Gästen den neuen vollelektrischen SUV. Das Bedienteil des Autos stammt vom Bad Neustädter Autozulieferer Preh.

Die beiden Geschäftsführer Alexander Klamt und Jürgen Gaul berichteten, dass ihr Betrieb als eines von zwei Autohäusern in Deutschland auserwählt worden sei, um noch vor der offiziellen Vorstellung den neuen verbrennungsfreien SUV zu enthüllen. Ob der Stromer, der es auf eine Reichweite von bis zu 600 Kilometer bringen soll, auch im April auf der Bad Neustädter Fahrzeugschau für Elektromobilität zu sehen ist, halten die beiden Geschäftsführer jedoch eher für unwahrscheinlich.

Bedien-Tablet aus dem Hause Preh

Immerhin kann der lautlose Mustang mit einem Bestandteil "Made in Bad Neustadt" aufwarten: Das zentrale digitale Bedien-Tablet stammt aus dem Hause Preh. Das Ford-Infotainmentsystem biete eine höhere Rechengeschwindigkeit und stelle sich automatisch auf die Vorlieben des Besitzers ein, heißt es. 

Das Bedien-Tablet für das Elektro-SUV von Ford ist eine Preh-Erfindung.  Foto: Eckhard Heise

Überhaupt sei mit der Digitalisierung des Fahrzeugs die Zukunft nicht nur im Fahrzeugbau vorgezeichnet, erläuterte beispielsweise Dieter Esau von der Firma Adites, die in Brendlorenzen ihren Sitz hat.

Sein Unternehmen ist spezialisiert auf innovative Gebäudetechnik hin zu einem energie-autarken Haus, zu der auch die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gehört.

Schwierige Umstellung auf E-Mobilität

Der Adites-Geschäftsführer nahm damit den Ball von Jürgen Gaul auf, der zuvor vorgerechnet hatte, dass die komplette Umstellung auf E-Fahrzeuge nur gelinge, wenn alle Häuser der Bundesrepublik mit Photovoltaikanlagen (PV) ausgestattet werden. Denn der Strombedarf Deutschlands würde um 20 Prozent steigen, wenn nur noch E-Autos auf den Straßen rollen, so Gaul.  

Nur in zwei Autohäusern Deutschlands wurde der neue vollelektrische Ford Mustang bisher vorgestellt. Foto: Eckhard Heise

Die Umsetzung dieses großen Ziels sei durchaus technisch realisierbar, ohne dass auf konventionelle Kraftwerke gesetzt werde, beteuerte Esau. Nur müsste dann konsequent in eine dezentrale Energieerzeugung und -Speicherung investiert werden. Strom selbst zu erzeugen, beispielsweise über eine PV-Anlage, rechne sich nach etwa zehn Jahren. Neuere PV-Anlagen hätten mittlerweile eine Lebensdauer von 25 Jahren. Sein E-Auto mit dem selbst erzeugten Strom aufzuladen, sei schon jetzt keine Zukunftsmusik mehr, erklärte der Adites-Geschäftsführer bei der Vorstellung des Ford Mustang Mach E.

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