Bad Neustadt

Nacht der Nationen: Wie die Kreisstadt die Massen lockte

"Nacht der Nationen" war das Motto der diesjährigen Einkaufsnacht. Die Gäste strömten zu Tausenden in die Kreisstadt. Sie erlebten magische Momente.
Spektakulär geriet die Lasershow auf dem Marktplatz von Bad Neustadt bei der Nacht der Nationen am Freitagabend. Foto: Gerhard Fischer

Gegen 19.30 Uhr am Freitagabend wagten es einige Regenwolken, ihre Last über Bad Neustadt abzuladen. Ein kurzer Schauer nur, aber man musste schon etwas bangen für die "Nacht der Nationen" in der Kreisstadt mit offenen Geschäften bis spät in den Abend, musikalischen Darbietungen, Leckereien und zwei tollen Lasershows auf dem Marktplatz.

Prächtig illuminiert war auch das Hohntor wieder. Foto: Gerhard Fischer

Wohlklang vertreibt die Regentropfen

Vielleicht war es der Wohlklang der Männerstimmen des Sängerkranzes, die hoch von der Sängerstube des Hohntores weihnachtliche Weisen schmetterten wie das "Oh Du Fröhliche", weshalb die Regentropfen nur kurz über der Stadt niedergingen.

Einzigartige Ausblicke hatte man vom Hohntor. Foto: Gerhard Fischer

Schnell waren sie vergessen und die Zuschauermassen strömten begeistert durch die Einkaufsmeile der Stadt. Noch einen Stock höher versetzte Stadtführerin Monika Iffert die Gäste in das alte Bad Neustadt mit intarsienbesetzten Kart-Tischen, einem winzigen Ehebett und einem Beispiel für eine "Stehbrunz-Unterhose" mit ganz speziellen Öffnungen. Erfinderisch waren die Neuschter schon immer.

Food Trucks, Eisbahn-Spaß, Samba-Rhythmen, Blasmusik oder stille Klänge in der Stadtpfarrkirche mit Könnern der Kreismusikschule boten für jeden Geschmack etwas. Das Motto des Shopping-Events "Nacht der Nationen" trat nicht überdeutlich in den Vordergrund. Aber die mitreißenden Samba-Rhythmen der Percussion-Gruppe "Pocoloco" waren ein deutlicher Gruß aus Südamerika, während zum Beispiel der Infostand von "Schulen für Nepal" von Rainer Brust und Bernd Pieper auf das Hilfsprojekt für diesen armen Teil der Welt aufmerksam machte.

Passend dazu gab es eine Länder-Gewinnspiel-Aktion des Stadtmarketing-Vereins. Und weil Völkerfreundschaft am liebsten durch den Magen geht, gab es dicht umlagerte Foodtruck-Angebote mit kanadischen, mexikanischen oder kubanischen Gaumenkitzeln.

Samba satt gab es mit dem Ensemble Pocoloco. Foto: Gerhard Fischer

Moderne Weihnachtsbeleuchtung

Bestaunt wurde auch die neue, moderne Weihnachtsbeleuchtung von Hohnstraße und Spörleinstraße, die mit silbernen und goldenen Kugeln den Geschmack vieler traf. Mit ganz zufriedenem Blick schlenderte auch Bürgermeister Bruno Altrichter durch die Straßen der Keisstadt.

Fotoserie

Nacht der Nationen

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Wer dem Trubel entfliehen wollte, fand in der Stadtpfarrkirche beruhigende Gitarrenklänge. Foto: Gerhard Fischer

Folk- und Rock-Klassiker servierte wieder "Lucky's Good Stuff" in der Hohnstraße. Dem einen oder anderen mag der Trubel in den Einkaufsstraßen und am Marktplatz etwas zuviel gewesen sein. Für den war zum Beispiel die Stadtpfarrkirche ein Zufluchtsort. Wie viele Gebäude wurde auch sie von Laserlicht angestrahlt. Innen verströmte Kerzenlicht Ruhe, während Musiker der Kreismusikschule von Querflötenmusik bis zur virtuosen Solo-Gitarre die Bandbreite ihres Könnens demonstrierten.  

Honige und ganz spezielle Marmeladen konnten in der Tourist-Info verkostet werden, wo sich die Dachmarke Rhön vorstellte. Dazu gab es Klänge von Shirley Schwarz. Märchen aus aller Welt gab es schließlich in der Buchhandlung Schmitt in der Spörleinstraße, dazu Klänge von Stefan Hiby.

Laser-Spektakel zu Klängen von Disturbed

Ein Höhepunkt für die Zuschauer war bei zwei Vorführungen die Lasershow auf dem Marktplatz mit Klängen aus den Carmina Burana wie auch die "Sounds of Silence"-Version der Hardrocker von Disturbed. Die Lichteffekte und zeichentrickartigen Motive per Laserstrahl machten Groß und Klein staunen.

Enttäuscht dürfte keiner gewesen sein, auch nicht die Gewerbetreibenden, aus deren Geschäften massenweise Kunden strömten. Den Organisatoren dürften Stimmen Lohn genug sein, die man immer wieder hörte: "Neuscht lässt sich immer was Gutes einfallen".

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