RHÖN

Nachwuchs bei den Rittern der Rhöner Bäche

Erfolg: Ein tragendes Edelkrebs-Weibchen belegt, dass sich die Tiere in den Rhöner Bächen wieder vermehren. Foto: Biosphärenreservat

(top) Seit 2005 laufen besonders in der hessischen Rhön Besatzmaßnahmen mit deutschen Edelkrebsen. Inzwischen ist es zum zweiten Mal gelungen, durch Bereusung junge Krebsweibchen mit Eiern zu fangen. Damit konnte also zum zweiten Mal nach 2008 der Nachweis erbracht werden, dass sich die ausgesetzten Tiere in der Rhön offensichtlich wohl fühlen und vermehren.

Zu den interessantesten Artenschutzprojekten des Biosphärenreservates zählt der Besatz mit deutschen Edelkrebsen. Seit 2002 arbeitet das Biosphärenreservat an dem ehrgeizigen Ziel, naturnahe Bäche wieder mit dem „Ritter der Rhöner Fließgewässer“ zu besiedeln. Am Anfang standen Schulungen, Öffentlichkeitsarbeit und die Suche nach geeigneten Lebensräumen.

Seit 2004 laufen jährliche Besatzmaßnahmen mit jungen Edelkrebsen aus einer Krebszuchtanlage. Ein zentrales Hindernis ist, dass in den Hauptbächen wie Ulster, Lütter, Fulda und Haune der amerikanische Signalkrebs vertreten ist, der als Überträger der Krebspest für die deutschen Krebsarten eine Gefahr darstellt.

Nach Untersuchungen durch den Biologen Christoph Dümpelmann wurden nun über fünf Jahre hinweg Jungkrebse ausgesetzt. Nachdem bereits 2008 erstmalig ein tragendes Weibchen gefangen werden konnte, ist dieser Nachweis nun auch im Dammersbach geglückt.

Krebswart Joachim Walter gelang bei Probebereusungen der Fang eines elf Zentimeter langen Weibchens, das zahlreiche Eier am Unterleib trug. Der Leiter der hessischen Verwaltungsstelle für das Biosphärenreservat Otto Evers: „Wir sind glücklich, dass das Projekt Früchte trägt und Krebse der ersten Auswilderungsjahre, die inzwischen Geschlechtsreife erreicht haben, sich tatsächlich vermehren. Die kontinuierliche Projektarbeit hat sich gelohnt“. Dieser Erfolg sei ohne die ehrenamtlichen Krebswarten kaum realisierbar gewesen.

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