NORDHEIM

Nächstenhilfe ist ein Kinderspiel

Werbetrommeln für den guten Zweck: Vor allem die jungen Percussionisten der Kreisfachschule für Musik in Bad Königshofen überzeugten beim Benefizkonzert in der Kulturscheune Nordheim. Foto: Fotos (3): Thomas Hälker

„Auch wenn mein Budget eng begrenzt ist, die Miete für unsere neue Kulturscheune kann ich ihnen erlassen und als Spende für die Veranstaltung mit auf den Weg geben“, gab Bürgermeister Thomas Fischer bei der Benefizveranstaltung in Nordheim bekannt. Somit war das Gemeindeoberhaupt an diesem Abend mit einer der ersten Spender, die für die Aktion „Kinder helfen Kindern - Musik schafft Zukunft“ in das Portemonnaie gegriffen haben.

„Catania – Hilfe für traumatisierte Kinder“ heißt die Hilfsorganisation, die aus einer Initiative Deutscher Musikschulen gemeinsam mit der Opern- und Konzertsängerin Friederike Meinel ins Leben gerufen wurde. Die Opernsängerin führte auch durch das Programm und hatte mit ihrer natürlichen und liebenswerten Art die Besucher und hier vor allem die kleinsten Zuhörer auf ihrer Seite.

Standfest in Sachen Rock

Am Samstag wurde die Nordheimer Kulturscheune zum ersten Mal auf ihre Standhaftigkeit in Sachen Rockmusik geprüft – mit Erfolg. Denn von 16 Uhr bis spät in den Abend waren viele Besucher gekommen, um sich vom Benefizkonzert „Rock For Kids“ begeistern zu lassen.

Zunächst legten die Musikschüler der Musikschule des Landkreises Rhön-Grabfeld aus Bad Königshofen ein enormes Tempo vor und zeigten, was an Schlaginstrumenten alles möglich ist. „6-4-U“, ein Stück das Frank Stäblein für den Wettbewerb „Jugend Musiziert“ geschrieben hat, vereinte Musik, Sport und die Perfektion mit Percussion und Schlagzeug eine Einheit einzugehen.

Abwechselnd spielten Jugendliche in unterschiedlichen Tempi und Rhythmen ein Solo nach dem anderen und vollführten einen regelrechten Rundlauf an den Instrumenten.

Zufrieden war auch Ulrich Wehner, der als Zaungast das Treiben beobachten konnte und auf ein hohes Niveau an Musikerinnen und Musiker blicken konnte.

Ob Schlagzeugensemble, oder Saxophonquartett: Die Leistung und die Spielfreude war überdurchschnittlich und begeisterte sowohl die anwesenden Eltern wie auch die Zuhörer. Erste Sahne war das Schlagzeugsolo von Jannik Stäblein, der von der amerikanischen Band Dream Theatre das Stück „Metropolis Part 1“ wiedergab und die Komplexität von Rhythmen, Tempowechsel und Taktwechsel beeindruckend vorführte.

Etwas ruhiger, aber mit nicht weniger Power gab Friederike Meinel drei spanische Stücke zum Besten, die vom Gitarristen Johannes Tappert begleitet wurden. Passend als Übergang ging mit den Musikschülern aus Bad Königshofen der erste Teil des Abends zu Ende und machte Platz für die härtere Fraktion der Rockmusik.

Bands und Musiker aus ganz Unterfranken haben ihr ehrenamtliches Auftreten zugesagt um dem Benefizkonzert eine passende Note zu verleihen. Das Duo Berkhaim und Partner aus Berlin um Markus Roscher stimmte auf die zweite Runde ein, die vom Schirmherr der Veranstaltung, dem Nordheimer Bürgermeister Thomas Fischer mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Georg Smolorz von der Band A(c)coustic Jam, Braun aus Zeilitzheim, Sänger Carry & Marco aus Nordheim am Main sowie Isabell Heck mit ihrer Band „So Izzy“ aus Gernach heizten im Anschluss den Rockfans so richtig ein und brachten die Zuschauer auf Touren und die den Spendenboxen reichlich Geld für den guten Zweck.

Indie Pop von Shaky Foundation aus Würzburg, oder Hip-Hop, Jazz und Rockvon Creamhild's Jazzpants aus Bad Königshofen. Die Initiatoren Cheap Thrills aus Nordheim/Rhön und Volkach haben es in der Kulturscheune richtig krachen lassen. Ein besonderes Special war die Versteigerung von signierten CDs und DVDs, die für dieses Event von Nena, Luxuslärm, Status Quo und Saga zugesandt wurden und auf reißenden Absatz gestoßen sind.

„Kinder helfen Kindern – Musik schafft Zukunft“ das Benefizkonzert hat seinen Zweck erfüllt und Geld für die deutschlandweite Organisation Catania zugunsten traumatisierter Kinder eingespielt. Eine Idee, die auch musikalisch den Hörnerv getroffen hat.

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder unter rhoengrabfeld.mainpost.de

Ruhigere Klänge: Auch die gab es neben viel Schlagzeug-Sounds und Rock-Musik in der Kulturscheune Nordheim.
Sax as Sax can: Toller Sound wurde in Nordheim geboten.

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