Bischofsheim

Namensänderung von Bischofsheim wohl im nächsten Jahr

Das Gerberviertel ist der letzte Baustein der Innenstadtsanierung. Die Gespräche über die Gestaltung werden derzeit mit den Anliegern geführt, berichtete Bürgermeister Georg Seiffert in der Bürgerversammlung. Foto: Marion Eckert

Die Bürgerversammlungen stellt Bürgermeister Georg Seiffert heuer unter das Motto: "Wenn du schnell gehen willst, geh alleine, wenn du weit gehen willst, geh mit anderen". So sieht er das miteinander in Bischofsheim und den Stadtteilen. "Nur gemeinsam und miteinander erreichen wir unsere Ziele."

Die Bürgerversammlung in Bischofsheim selbst war von über 30 Bürgern besucht. Im Gegensatz zu den Versammlungen in Wegfurt und Unterweißenbrunn waren diesmal fast die Hälfte der Besucher Frauen, was der Bürgermeister ausdrücklich betonte. Bischofsheims Einwohnerentwicklung bezeichnete er als stabil mit insgesamt 5234 Einwohnern. Bischofsheim selbst habe 1840 Einwohner. Zwölf Geburten hat es laut Seiffert in diesen Jahr bereits gegeben.

Kosten im Rahmen

Die geplante Änderung des Namens von "Bischofsheim an der Rhön" in  "Bischofsheim in der Rhön", bezeichnete Seiffert als einen "richtig guten Clou". Die mediale Aufmerksamkeit sei unbezahlbar gewesen. "Wir sind stolz auf unsere Städtchen und dass wir Rhöner sind", betonte er und konnte mitteilen, dass es die Umbenennung wohl im kommenden Jahr offiziell vollzogen werden könne. "Bischofsheim ist so was von mitten drin. Mit ‚an der Rhön‘ hat niemand mehr was anfangen können."

Aus der Versammlung heraus wurde Seiffert gefragt, welche Kosten auf die Bürger zukommen werden und ob neue Ausweise nötig seien. Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, dass die Kosten sich im Rahmen halten werden. Die Stadt werde neue Stempel und Siegel anschaffen müssen, neue Aufkleber auf den Ortsschildern und den Feuerwehrfahrzeugen und neue Ärmelabzeichen für die Bischofsheimer Feuerwehr. Das alles sei aber bezahlbar. Neue Ausweise benötigen die Bürger nicht. Was Firmen angehe, sei nachgeforscht worden, dass keine die amtliche Bezeichnung ‚an der Rhön‘ im Firmenname führe. Wenn ein Verein betroffen sei, könne bei der nächsten Hauptversammlung eine Satzungsänderung vorgenommen werden.

Noch kein Standort für Biodiv-Zentrum

Im Zuge der Umbenennung soll auch das Image der Stadt über ein sogenanntes Corporate Design angepasst werden, in das die bereits vorhandenen Themen Umwelt, Natur, Biodiverstität, Citta-Slow und Genussort eingearbeitet werden.

Damit war Seiffert beim Biodiversitätszentrum, das derzeit aufgebaut werden soll. Im Moment werde aber erst definiert, welche Inhalte abgedeckt werden sollen. Der Standort sei noch nicht klar. Allerdings habe die Stadt schon Vorschläge unterbreitet.

Eine weiteres Vorhaben ist das "Kreativhaus", das aus der Thematik rund um die Veranstaltungshalle entstand. Ein "Kreativhaus" in unmittelbarer Nähe der Holzbildhauer-, Landwirtschafts- und Mittelschule könne mehrere potentielle Nutzer ansprechen. Konkretere Planungen konnte Seiffert noch nicht vorstellen, sicherte aber zu, dass alle Fördermöglichkeiten ausgelotet werden.

Die Sanierung des Gerberviertels sei der letzte Baustein der Innenstadtsanierung. Die Anliegergespräche laufen bereits, um die Areale Gerberzwinger, Fastnachtsgasse und Mühlgasse zu gestalten. Da es keine Straßenausbaubeiträge für Anlieger mehr gebe, seien die Gespräche deutlich einfacher zu führen, als in der Vergangenheit bei vergleichbaren Vorhaben, so der Bürgermeister.

Braunsmühle wird hellgrau

Die Tartanbahn am Schulsportplatz wurde mit 90-prozentiger Förderung erneuert. Sie steht den Schülern und allen Bürgern zur Nutzung zur Verfügung. Allerdings nicht für Nordic-Walking mit Stöcken ohne Schutz über den Spitzen. Das Thema Wildschweine am Finkelberg ist den Bürgermeister bekannt. Er verwies auf den Jäger, dessen Aufgabe es sei, das Problem in den Griff zu bekommen.

Eine E-Ladesäule gibt es am Friedhofsparkplatz. Roland Ehmig wollte wissen, ob weitere folgen werden. "Ist es tatsächlich die alternative Energieform?", fragte Seiffert und gab die Antwort selbst: "Ich sage nein". Doch eine Diskussion über Elektromobilität wollte er in der Bürgerversammlung nicht führen. Eine weitere Säule sei derzeit nicht vorgesehen.

Die Braunsmühle, eine Dauerbaustelle in Bischofsheim. Seiffert: "Ich hoffe, das sie bald fertig wird." Roland Ehmig wusste vom Bauleiter, dass es der 1. März sein soll. Seiffert konnte verraten, dass die Braunsmühle nicht mehr braun sondern künftig hellgrau werde, wie sie es wohl früher einmal war. Aber die Mühle trage nicht wegen der Farbe, sondern wegen der Inhaberfamilie den Namen.

Schlagworte

  • Bischofsheim
  • Marion Eckert
  • Ausweise
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Feuerwehren
  • Hauptversammlungen
  • Mittelschulen
  • Sanierung und Renovierung
  • Schutz
  • Standorte
  • Städte
  • Unterweißenbrunn
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!