Bad Königshofen

Neubau der Berufsfachschule für Musik im September fertig

Nach der Grundsteinlegung im September ist der Rohbau der neuen Berufsfachschule bereits fertig gestellt. Das Richtfest soll im Februar gefeiert werden, die offizielle Einweihung ist für September 2020 vorgesehen. Foto: Hanns Friedrich

Der Neubau der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen geht zügig voran. Das berichtete Schulleiter Professor Ernst Oestreicher vor dem Berufsfachschulausschuss in Würzburg. Geplant ist das Richtfest für kommenden Februar, die Fertigstellung soll im September 2020 sein. In den vergangenen Tagen wurde die Decke eingebaut, nun  kommen die Fenster und der Innenausbau an die Reihe. Begonnen haben die Arbeiten im Bereich Sanitär, Elektro und Lüftung. Gleichzeitig werden derzeit Innenausstattung und Möblierung geplant. Die Baukosten erhöhten sich allerdings um zehn Prozent und belaufen sich nun auf 4,7 Millionen Euro.

Gründe sind die höheren Kosten für die Entwässerung und die Bohrpfahlgründung. Auch die Baupreise gingen nach oben. Der Neubau sei aber richtig und wichtig, da die Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen über die Landkreisgrenzen hinaus, bayern-, ja deutschlandweit einen hervorragenden Ruf genießt, hieß es dazu.

Fester Bestandteil der Kulturarbeit 

Der Schulleiter informierte die Ausschussmitglieder auch darüber, dass die Ausschreibung für die Neubesetzung seiner Stelle angelaufen ist. Ende des kommenden Jahres geht Oestreicher in Ruhestand, ebenso Stephan Adam. Dessen Stelle wird im Januar ausgeschrieben. Es geht hier um die Fächer Tonsatz, Gehörbildung, kirchenmusikalische Fächer und Korrepetition. Aktuell unterrichten 25 Lehrkräfte 64 Schüler. Der Unterricht im Pflichtfach Klavier und Singen habe in diesem Schuljahr erstmals seit vielen Jahren wieder ohne Kürzungen stattfinden können. Die Stunden für die Fächer Gehörbildung, Tonsatz und Partiturspiel reichten aber nicht mehr aus, so dass eine Lehrkraft mit sechs Stunden befristet eingestellt werden musste.

Im Rohbau der neuen Berufsfachschule sind die Innenarbeiten angelaufen. Foto: Hanns Friedrich

Oestreicher blickt auf verschiedene Veranstaltungen zurück, er nannte das Konzert der  Jungen Philharmonie in der Stadthalle Bad Neustadt, die Konzertreise nach Griechenland mit dem Chor der Schule und das Adventskonzert in Bad Königshofen. Die Berufsfachschule für Musik gestaltete auch die Verabschiedung von Regierungspräsident Paul. Beinhofer.  Am 8. März steht in der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen das Abschiedskonzert von Schulleiter Oestreicher mit "Die Schöpfung" an. "Die umfangreiche Liste der öffentlichen Veranstaltungen zeigt, dass sich die Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen in vielfältiger Weise in die kulturelle Arbeit des Bezirks und des Landkreises Rhön-Grabfeld einbringt," stellte Ernst Oestreicher fest.

Notwendig werden neben der Anschaffung einiger Instrumente vor allem im Neubau Investitionen im Bereich Möblierung für 100 000 Euro. Geplant ist die Anschaffung für Schrankwände, Spiegel, Akustikvorhänge, Spinde, Regale, Schreibtische und Lehrerzimmer. Hinzu kommt die Digitale Ausstattung mit Computerraum, digitalen Tafeln, Computer für Verwaltung. Notwendig wird die Generalreinigung und Revision der Hey-Orgel. Überlegen sollte man, ob in diesem Zusammenhang nicht auch der Boden im Orgelsaal saniert wird. 

Guter Ruf über die Bezirksgrenzen

Nach wie vor im Gespräch ist die weitere enge Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Würzburg. Professor Ernst Oestreicher geht es  darum, dass die in Bad Königshofen angelegte Basisausbildung der qualifizierten Leiter auch an den Hochschulen weitergeführt wird. Dies geschieht bislang in den Lehramtsstudiengängen für die allgemein bildenden Schulen. Ähnlich wie im Studienfach Elementare Musikerziehung ist ein neuer Bachelorstudiengang "Ensembleleitung instrumental und vokal" als Ergänzung und Fortführung der bisherigen Ausbildung angedacht. Eine Kombination aus instrumentalen/vokalen Hauptfach und Leiten eines Ensembles. "Die neue Hochschulleitung steht dem Projekt positiv gegenüber." 2020 sollte es zumindest zu grundsätzlichen Beschlüssen kommen.

Insgesamt, so Oestreicher, genieße die Schule weit über die Bezirksgrenzen hinaus einen guten Ruf als Ausbildungsstätte für staatlich geprüfte Ensembleleiter. Die Übertrittsquoten in weiterführende Musikausbildungsinstitute sind nach wie vor sehr hoch und zeugen von einem hoch qualifizierten und engagierten Lehrerkollegium.

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