SCHÖNAU

Neubau des Kindergartens auf den Weg gebracht

Mit dem nun beschlossenen Neubau des Kindergartens für die Gemeinde Schönau wird die Baulücke zwischen dem gemeindlichen Bauhof und dem Ortszentrum an der Rhönstraße geschlossen. Foto: Manfred Zirkelbach

Nur eine Gegenstimme für den Neubau des Kindergartens in Schönau. Die Verschuldung der Gemeinde war am Ende doch kein Problem.

Der Gemeinderat von Schönau hat den Neubau des Kindergartens endgültig auf den Weg gebracht. Er wird nach der Entwurfsplanung des Architekturbüros Albert aus Salz die Baulücke an der Rhönstraße zwischen Bauhof und Ortskern schließen.

Diskussion um das Bauvolumen

Architekt Alexander Albert erläuterte dem Gremium den Entwurf für den Neubau in eingeschossiger Bauweise. Er nahm ausführlich Stellung zu einer von den Räten gewünschten zweigeschossigen Alternative. Er sehe keine Vorteile gegenüber der eingeschossigen Bauweise. Gegenüber den ersten Entwürfen untersuchte das Büro ebenfalls Möglichkeiten der Einsparungen.

Bauvolumen reduzieren?

Es entspann sich eine Diskussion, ob man das Bauvolumen nicht reduzieren sollte, da sich die Kinderzahlen auch vermindern. Albert bezeichnete eine Reduktion als nur sehr schwer durchführbar. Die Förderrichtlinien des Staates forderten einen Mindeststandart bei Kindergartenneubauten, der sich nach den prognostizierten Kinderzahlen in den kommenden Jahren zu richten hätten. Mit einer Reduzierung werde die notwendige staatliche Förderung aufs Spiel gesetzt.

Die Suche nach Einsparungen hat allerdings doch einen Betrag von rund einer halben Million Euro erbracht, sodass die jetzt vorgelegten Gesamtkosten mit 3,54 Millionen Euro veranschlagt werden. Weitere Ersparnisse seien nicht mehr möglich: „Da ist jetzt endgültig die Luft raus“, wie es Albert formulierte.

Schönau verschuldet sich noch mehr

Zur Finanzierung nahm Nikolas Harich von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft ausführlich Stellung. Die Maßnahme sei nach dem Finanzausgleichsgesetz förderfähig und bereits durch die Regierung von Unterfranken ausgiebig geprüft und positiv bewertet worden, so seine Ausführungen. Bei den nun genannten Gesamtkosten würde die voraussichtliche Fördersumme 2,1 Millionen Euro betragen. Für die Gemeinde verbliebe ein Eigenanteil von 1,45 Millionen Euro.

Harich machte deutlich, dass damit neben den laufenden Baumaßnahmen im Jahr 2019 eine weitere Kreditaufnahme von 1,26 Millionen Euro notwendig würde. Damit würde sich die Gemeinde „bis über beide Ohren“ verschulden, war daraufhin aus dem Gemeinderat zu hören. Das würde weitere notwendige Maßnahmen in der nahen Zukunft zunächst vollkommen ausschließen und weiter in die Zukunft verschieben. Die Verschuldung erreiche damit einen Landkreisspitzenwert. Der Beschluss zum Neubau fiel allerdings mit einer Gegenstimme doch recht komfortabel aus.

Zukunft des weißen Rosses

Recht intensiv diskutierte die Gemeinde ein Schreiben, welches von den zuletzt für die Seniorenbetreuung Verantwortlichen an den Gemeinderat gerichtet wurde. Hierbei ging es vor allem um Vorschläge für ein generationenübergreifendes Projekt in der Zukunft und damit auch um eine mögliche Erhaltung des im Gemeindebesitz befindlichen ehemaligen Gasthauses „Zum weißen Ross“. Die Wünsche und Anregungen sollten im Rahmen des derzeit laufenden Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) gemeinsam mit den Bürgern und den Vorschlägen aus der Rahmenplanung erörtert werden. Dabei soll dann auch grundsätzlich über die Zukunft des ehemaligen Gasthauses entschieden werden.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Rudi Zehe bekannt, dass zum derzeitigen Breitbandausbau der Firma Telekom im Innerort ein Angebot für die Verlegung von Pflaster und Borden im Bereich Bushaltestelle Rhönstraße eingeholt wurde. Nachdem die Maßnahme rund 20 500 Euro kosten soll, hat der Gemeinderat beschlossen, die aufgebrochenen Flächen wieder zu asphaltieren. Zur Errichtung einer Außenstelle des geplanten „Markusgartens“ zu Ehren des verstorbenen Ortspfarrers Karlheinz Mergenthaler an der Pfarrkirche in Burgwallbach wird sich auch die Gemeinde an der geplanten Spendenaktion mit Arbeitsleistungen durch die Bauhofmitarbeiter beteiligen.

Beim derzeitig laufenden Ausbau der Waldstraße hat die ausführende Firma SST für den Abbau und die Entsorgung der bestehenden Stahlbetonlichtmasten und der Herstellung einer Abgrenzung zwischen Gehweg und Grünfläche im Bereich Kreuzung Wald/Bergstraße mit Radiensteinen ein Nachtragsangebot vorgelegt. Der Gemeinderat hat den Auftrag mit einer Nachtragssumme von 6181 Euro genehmigt.

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