Bad Königshofen

Neue Grundschule: Bauantrag mit großer Mehrheit genehmigt

Der Neubau der Grundschule war einmal mehr Thema einer Stadtratssitzung. Diskutiert wurde aber auch über anderes, vor allem über die Nutzung des Stadtwappens.
Bauantrag mit großer Mehrheit genehmigt: Der Neubau der Grabfeldschule hat im Stadtrat einen weiteren Schritt auf dem Weg zu seiner Verwirklichung genommen.
Bauantrag mit großer Mehrheit genehmigt: Der Neubau der Grabfeldschule hat im Stadtrat einen weiteren Schritt auf dem Weg zu seiner Verwirklichung genommen. Foto: Entwurf: Büro Baurconsult

Die von der Stadt Bad Königshofen geplante Generalsanierung und Erweiterung der Grabfeld-Grundschule hat eine weitere Hürde genommen: Der Stadtrat genehmigte in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit zwölf gegen drei Stimmen den offiziellen Bauantrag, nachdem sich das Gremium bereits vor wenigen Wochen für das vorliegende Konzept ausgesprochen hatte.

Die Ansichten der neuen Grabfeldschuie. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend den Bauantrag genehmigt.
Die Ansichten der neuen Grabfeldschuie. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend den Bauantrag genehmigt. Foto: Entwurf: Baurconsult

Im Hinblick auf die von den Architekten favorisierte Dachneigung gab es allerdings eine Änderung. Statt „die Dachform ist ein Flachdach“ heißt es in der Baugenehmigung nun: „Die Dachform ist ein flach geneigtes Dach“.  Neben Christine Wehe hatten auch andere Stadträte ihre Skepsis gegenüber einem Flachdach deutlich gemacht.

Büttner will Planung stoppen

Die Planung komplett stoppen und die Abstimmung über den Bauantrag  vertagen wollte Stadträtin Susanne Büttner. Beide Anträge wurden mit großer Mehrheit abgelehnt. Zuvor hatte sie noch einmal ihren Standpunkt dargelegt: Sie setze sich für ein Gesamtkonzept und eine zeitgleiche Planung der Grund- und Mittelschule auf dem Grundstück der jetzigen Grabfeldschule ein. Dafür sei ein Abriss der Mittelschule sinnvoller als eine Sanierung. Als Beispiel nannte sie die Gemeinde Röttingen bei Würzburg, wo eine 40 Jahre alte Schule abgerissen und neu gebaut wird. Auf die Frage von Susanne Büttner, ob die Sanierung der Mittelschule nach der Entscheidung des Trappstädter Gemeinderats gegen eine Machbarkeitsstudie  zum gegenwärtigen Zeitpunkt nun gestorben sei, antwortete Geschäftsleiterin Elisa Sperl: Für Entscheidungen im Schulverband der Mittelschule reicht eine einfache Mehrheit aus.

Erinnerungsstein wird aufgestellt

Für Diskussionen sorgte ein auch von den Feldgeschworenen und Bürgermeister Thomas Helbing  gut geheißener Vorschlag des ALE Unterfranken, nach Abschluss des fast 20 Jahre dauernden Flurbereinigungsverfahrens an der Nordumgehung einen Gedenkstein aufzustellen. Dabei rieben sich einige Stadträte nicht so sehr an der Symbolik, die durchaus ihren Sinn habe, sondern an der Formgebung und den Kosten von immerhin 5800 Euro, die allerdings bezuschusst werden. So nannte Stadträtin Christine Wehe die Optik des Steins „belanglos“, während Susanne Büttner und Karlheinz Schönefeld angesichts der Kosten die Frage in den Raum warfen: „Muss das denn wirklich sein?“.

Die Außenanlagen der neuen Grabfeldschule. Unten grau dargestellt der Bestand der Mittelschule, darüber der Neubau. Ganz oben links der neue Pausenbereich der Grundschule.
Die Außenanlagen der neuen Grabfeldschule. Unten grau dargestellt der Bestand der Mittelschule, darüber der Neubau. Ganz oben links der neue Pausenbereich der Grundschule. Foto: Entwurf: Miriam Glanz

Stadtrat  Anton Fischer wies darauf hin, dass solche Gedenksteine Tradition haben und wichtig für die Grundstückeigentümer seien. Nach den enormen Ausgaben für die Flurbereinigungsmaßnahme komme es auf ein paar Tausend Euro nun auch nicht mehr an. Mit elf gegen vier Stimmen sprach die der Stadtrat schließlich für das Aufstellen eines großen Findlings aus, der auf Anregung von Joachim Treubert die Bezeichnung „Erinnerungsstein“ bekommen und neben dem Stadtwappen die Inschrift „Flurbereinigung Bad Königshofen im Grabfeld 2001 bis 2019“ tragen wird.

Stadtwappen weiteres Thema

Um das Stadtwappen ging es auch in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag auf Änderung des Verfahrens bei der Erteilung der Erlaubnis, das Stadtwappen zu nutzen, gestellt. Hintergrund: Seit vielen Jahren schon liegt die Entscheidung darüber, wer das Stadtwappen nutzen darf, in der Hand des Bürgermeisters. Zuletzt erlaubte Thomas Helbling das der Gruppierung „PRO KÖN“ und dem Betreiber des neuen Beherbergungsbetriebs am Sambachshof. Wörtlich heißt es in dem von Angelika Wilimsky und Johann Treubert gestellten Antrag unter anderem: „Es kann nicht sein, dass im Internetauftritt des Sambachhofes durch die Verwendung des Stadtwappens der Eindruck entsteht, es handle sich um eine Einrichtung der Stadt. Gleiches gilt für die Gruppe „PRO KÖN“.

Künftig entscheidet der Stadtrat

Nach kurzer Diskussion, in der Stadträtin Christine Wehe das Ausarbeiten einer Wappensatzung anregte, wie sie andere Kommunen bereits hätten, fiel die Entscheidung des Stadtrats mit 14 gegen eine Stimme deutlich aus: Künftig wird nicht mehr der Bürgermeister, sondern der Stadtrat über die Erlaubnis beschließen, wer das Stadtwappen verwenden darf. Die Genehmigungen für „PRO KÖN“ und die Einrichtung am Sambachshof werden zurückgenommen.

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