WILLMARS

Neuer Kindergarten auf dem alten Schulgelände

In einem Gebäudetrakt des „Nicolhaus” befindet sich der Willmarser Kindergarten. Eine Erweiterung an Ort und Stelle scheidet aus, deshalb wird ein Neubau am Standort der Schule ins Auge gefasst. Foto: Eva Wienröder

Die Gemeinde Willmars fasst den Neubau eines Kindergartens ins Auge. Als geeigneter Standort kommt dabei die Schule in Betracht. Im Gemeinderat ist man sich einig, dass man das Projekt vorantreiben sollte.

Der Diakonieverein ist Träger des Kindergartens, für Investitionen ist aber die Gemeinde zuständig. Aktuell beschäftigt die Gemeinde noch der Anschluss des Ortsteils Völkershausen an den WZV „Willmarser Gruppe”. Nach Abschluss dieser großen Maßnahme könnte dann ab 2020 das Bauvorhaben zur Verbesserung der Kinderbetreuung finanziert und umgesetzt werden, wie Bürgermeister Reimund Voß bei der jüngsten Sitzung der Gemeindeführung erklärte.

Kapazitäten reichen nicht mehr

Voß berichtete davon, dass es im vergangenen Jahr bereits auf Initiative des Diakonievereins Gespräche von Vertretern der Gemeinde, der Verwaltung, dem Diakonieverein, dem Diakonischen Werk Schweinfurt, der Kindergartenleitung, dem Evangelischen KiTa-Verband Bayern und der Fachstelle am Landratsamt bezüglich einer möglichen Erweiterung oder eines Neubaus gegeben habe.

Die in einem Gebäudetrakt des Kinderheims „Nicolhaus” beheimatete “Flohkiste” ist baulich in die Jahre gekommen. Zudem zeichnet sich Bedarf für einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung ab, wie eine aktuelle Erhebung ergeben hat. Am bisherigen Standort reichen die Kapazitäten jedoch nicht aus, auch könnte das „Nicolhaus” zusätzlichen Platz gut gebrauchen.

Sinnvolle Nachnutzung

Als geeigneter Standort hat sich die Schule herauskristallisiert. Damit könnte auch das vom Leerstand bedrohte gemeindliche Gebäude sinnvoll genutzt werden. Momentan wird das Schulhaus noch von der „Herbert-Meder-Schule” als Ausweichquartier genutzt, da die Einrichtung der Lebenshilfe in Unsleben derzeit noch generalsaniert wird. Voß skizzierte kurz die nötigen Verfahrensschritte und den möglichen Zeitplan, wonach frühestens 2020 Baubeginn wäre. Bis dahin wäre auch die „Herbert-Meder-Schule” wieder ausgezogen.

Der Gemeinderat begrüßte das Projekt und möchte es auf jeden Fall weiter forcieren, als erster Schritt werden jetzt Angebote von Planungsbüros eingeholt.

Neues Feuerwehrauto für Völkershausen

Die Feuerwehr Völkershausen benötigt ein neues Einsatzfahrzeug, immerhin ist das alte Löschfahrzeug Baujahr 1975 und damit schon ein richtiger Oldtimer. Es weist erhebliche Mängel auf, sodass erneute Reparaturen unwirtschaftlich wären. Die Feuerwehrführung hat bereits mit Kreisbrandrat (KBR) Stefan Schmöger den Bedarf für eine Ersatzbeschaffung ermittelt. Der KBR war auch zur Gemeinderatssitzung anwesend. Er gab nähere Erläuterungen zum Bedarfsplan mit der Empfehlung, ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) für die kleine Wehr zu beschaffen. Der Gemeinderat erklärte sich damit einverstanden und fasste einen entsprechenden Beschluss.

Im diesjährigen Haushalt hatte man bereits vorsorglich 60 000 Euro eingeplant, 24 200 Euro sind an Zuschuss zu erwarten, der Antrag wird bei der Regierung gestellt. Zwischenzeitlich hört man sich um, ob eine andere Gemeinde Interesse an einem baugleichen Fahrzeug hat. Werden die Fahrzeuge zusammen bestellt, gibt es zehn Prozent mehr Förderung.

Farbe fürs Dorfgemeinschaftshaus

Der Gemeinderat hat beschlossen, dass das Dorfgemeinschaftshaus in Willmars nach den Umbauarbeiten einen neuen Farbanstrich erhalten soll. Im Haushaltsplan waren hierfür ursprünglich 6000 Euro vorgesehen. Da aber zusätzliche Arbeiten anfallen, belaufen sich die Kosten auf etwa 9000 Euro.

Bürgermeister Voß informierte über den Abschlussreport der Streutalallianz zum Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK). Der Gemeinderat erkannte das Entwicklungskonzept an, der Vorsitz der Allianz soll nun mit den weiteren Verfahrensschritten beauftragt werden.

Hotspot am Dorfladen

Gemeindeoberhaupt Voß konnte mitteilen, dass der WLAN-Hotspot am Willmarser Dorfladen jetzt freigeschaltet ist. Im Dorf, das bislang keine Mobilfunknetz-Anbindung hat, ist es so im Umfeld des Hotspots nun möglich, Sprachanrufe über „WhatsApp” zu tätigen, der Bürgermeister hat dies schon selbst getestet.

Die Kinder in Willmars, Filke und Völkershausen können sich jetzt schon auf das Ferienprogramm freuen. Gemeinderätin Dagmar Herda gab einen kurzen Überblick über das umfangreiche Angebot, das sich über die gesamten Sommerferien erstreckt. Mitte Juli geht das Programmheft an alle Haushalte heraus.

Ratskollegin Ulrike Emmert regte zum Abschluss der Sitzung an, dass sich die Gemeinde an der Aktion „DenkOrt Aumühle” zur Erinnerung an die im dritten Reich deportierten Juden beteiligen sollte. Schließlich seien damals auch zehn jüdische Mitbürger aus Willmars von dem kleinen Würzburger Güterbahnhof Aumühle weiter in Konzentrationslager deportiert worden, so Emmert. Der Gemeinderat wird sich darüber Gedanken machen.

Schlagworte

  • Willmars
  • Betreuung von Kindern
  • Diakonievereine
  • Farbe
  • Kindergärten
  • Reimund Voß
  • Stefan Schmöger
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!