Bad Königshofen

Nichtwähler haben kein Recht zum Nörgeln

Peter Ebner aus Aub. Foto: Regina Vossenkaul

"Ich gehe selbstverständlich zur Wahl, weil ich auch Europäer bin", sagt Peter Ebner aus Aub. "Auch für unsere Gegend ist es wichtig Leute im Parlament zu haben, die unsere Anliegen kennen und vertreten." In seiner beruflichen Tätigkeit habe er immer wieder festgestellt, dass man in den Gremien sein muss, um etwas zu bewirken. "Wer nicht wählt, hat auch kein Recht zum Nörgeln und muss mit dem, was entschieden wird, zufrieden sein", ist seine Meinung.

Simone Bohn aus Aubstadt. Foto: Regina Vossenkaul

Simone Bohn aus Aubstadt ist die Wahl wichtig. "Nur wer wählt, kann mitsprechen. Nicht wählen heißt, EU-Gegnern die Stimmen zu überlassen", sagt sie. Von den Vertretern im EU-Parlament wünscht sie sich allerdings eine größere Unterstützung des Mittelstands, den Ausbau von Radwegen auch in den Städten und weniger Bürokratie. In ihrem Geschäft gebe es immer mehr Papierkram, der viel Zeit kostet.

Tobias Buhrt aus Irmelshausen. Foto: Regina Vossenkaul

Tobias Buhrt aus Irmelshausen geht zur Wahl, weil es für ihn wichtig ist seine Stimme für eine demokratische Partei einzubringen, damit eventuelle EU-Gegner keine Mehrheit finden. "Ich gehe wählen, obwohl ich meine, dass sich die EU zu sehr in Details einmischt - manche Verordnungen sind einfach schwachsinnig", meint er. Es gebe andere Themen, um die man sich vorrangig kümmern müsste wie Umwelt- und Klimaschutz und weniger Bürokratie.

Angelika Hey aus Aubstadt. Foto: Regina Vossenkaul

Angelika Hey aus Aubstadt hat ihre Stimme schon per Briefwahl eingebracht. "Mitbestimmung ist mir sehr wichtig. Wenn man schon gefragt wird, sollte man sich auch beteiligen und die Repräsentanten wählen, die das vertreten, was man will", sagt Hey. Themen, die ihr besonders am Herzen liegen, sind Umwelt- und Klimaschutz, Tierschutz und gerechte Renten. Auch das Flüchtlingsproblem sollte besser gelöst werden. Es dürfe nicht passieren, dass die Leute, die die Flucht übers Mittelmeer gewagt haben, tagelang unversorgt umherirren und keiner sie an Land nehmen will.

Winfried Christ aus Unsleben. Foto: Regina Vossenkaul

Für Winfried Christ aus Unsleben ist die Demokratie ein hohes Gut. Wer nicht wähle, überlasse seine Stimme den radikalen Parteien. "Ich bin froh über die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments mitbestimmen zu dürfen. Ich kann nicht verstehen, dass manche Laute auf ihr Stimmrecht verzichten. Menschen in anderen Ländern währen froh, wenn sie wählen dürften", sagt Christ. Man sollte sich bewusst machen, wo Europa nach 1945 stand. "Der Frieden in Europa ist so unendlich viel mehr wert als so manches Ärgernis durch die EU", meint er. Themen, die vorrangig behandelt werden sollten, sind Klimaschutz, Energiewende und die soziale Gerechtigkeit, damit die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter aufgeht.

Hans-Bernd Bader aus Aubstadt Foto: Regina Vossenkaul

Auch Hans-Bernd Bader aus Aubstadt hat bereits an der Briefwahl teilgenommen. "Das Recht auf freie Wahlen, ist ein deutliches Zeichen für eine freiheitlich, demokratische Grundordnung in einem Staat. Wir haben das besondere Glück, dass dieses Recht in unserem Grundgesetz und in den einzelnen Länderverfassungen fest und für alle Bürgerrinnen und Bürger in gleicher Weise verankert ist", stellt Bader fest. Davon leite sich aber auch die ungeschriebene Verpflichtung für jeden Wahlberechtigten ab zur Wahl zu gehen und mit seiner Stimme Einfluss auf die Gestaltung der jeweiligen Institutionen zu nehmen. Im Zuge der Globalisierung der Märkte, der Bildung weiterer Marktanteile im Bereich neuer Technologien und mit dem Ziel einer friedlichen und kooperativen Zusammenarbeit der Einzelstaaten hält er es für sehr wichtig mit der Stimmabgabe Verantwortung für die Entwicklung Europas zu übernehmen. "Ein starkes Europa braucht auch aktives Handeln", ist seine Meinung.

Rückblick

  1. Das Personalkarussel in Brüssel dreht sich
  2. Warum Schwarz-Rot nicht mehr bei jungen Wählern ankommt
  3. Rasanter Zuwachs in Unterfranken: Warum die Grünen so boomen
  4. Wie die Volksparteien die Jugend verlieren
  5. Europawahl: Wo die AfD nur drei Stimmen holte
  6. Grüne Bilanz: "Schöner Wahlkampf, tolles Ergebnis"
  7. Kommentar:Der Auftrag der Bürger lautet: Macht eure Arbeit!
  8. Welche Würzburger von etablierten Parteien enttäuscht sind
  9. Europawahl: Wie eine Wahlbeteiligung von 78 Prozent gelingt
  10. Europawahl: Für Christian Staat hat es nicht gereicht
  11. Der europäische Gedanke liegt vorne
  12. Standpunkt: Eine gute Wahlbeteiligung stärkt Europa
  13. Was der grüne Erfolg für die Zukunft bedeutet und was nicht
  14. Landkreis Bad Kissingen: Die Grünen sind jetzt zweite Kraft
  15. Europawahl: SPD verliert im Landkreis Würzburg deutlich
  16. Platz eins: Grüne fahren in Würzburg den nächsten Erfolg ein
  17. Unterfranken im EU-Parlament: Westphal draußen, Staat hofft noch
  18. Drei Gewinner und drei Verlierer der Europawahl
  19. Alles, was Sie zur Europawahl wissen müssen
  20. Auch Main-Spessarts Grüne auf der Überholspur
  21. "Weil uns Europa nicht egal ist"
  22. Der Sieger heißt Europa
  23. Europawahl: Blaues Auge für die CSU -Grüne großer Gewinner
  24. Europawahl-Kommentar: Die Jugend krempelt das Parteiensystem um
  25. Krumme Gurken: Die EU hat drängendere Probleme
  26. So lief die Europawahl
  27. 24 Stunden mit der EU: Wie Europa unseren Tag begleitet
  28. Europawahl: Wie die Linken in Würzburg um Stimmen kämpfen
  29. Von A bis Z ohne Y: Schnellkurs Europa
  30. Nichtwähler haben kein Recht zum Nörgeln
  31. Europa ist nicht nur ein bisschen Frieden
  32. Warum Grünen-Chef Robert Habeck die Kanzlerfrage nervt
  33. Europastadt Röttingen – auf dem Papier, oder auch im Herzen?
  34. Mein Europa: voller Liebe, Frieden und Kinder
  35. Was Würzburgs Schüler über Europa denken
  36. Nirgendwo in Deutschland so viele Briefwähler wie in Würzburg
  37. Beispiel ZF: Wie die Wirtschaft auf die Europawahl schaut
  38. Was bringt uns Europa? Acht Beispiele aus Main-Spessart
  39. Europawahl 2019: So funktioniert das Wahlsystem
  40. Was tut die EU für die Region Würzburg?
  41. Quiz zur Europawahl 2019: Nichts als krumme Gurken bei der EU?
  42. Verschenkte Stimmen: Eine Generation geht nicht wählen
  43. Kurz vor der Wahl: So schauen junge Unterfranken auf Europa
  44. Europawahl: Warum kleine Parteien bessere Chancen haben
  45. CSU-Mann Christian Staat: Von Büchold nach Brüssel
  46. Das steckt hinter der Kunstaktion vor dem Würzburger Dom
  47. Kern der EU: Sie überwindet Hürden und sorgt für Frieden
  48. Ska Keller:„Je später wir reagieren, je unschöner wird es"
  49. EU in der Schule: Ein Stuhlkreis für Europa
  50. EU-Briefwahlunterlagen kommen mit Verzögerung

Schlagworte

  • Bad Königshofen
  • Regina Vossenkaul
  • EU-Gegner
  • Europawahl
  • Europäische Union
  • Europäisches Parlament
  • Irmelshausen
  • Klimaschutz
  • Mittelstand
  • Parlamente und Volksvertretungen
  • Soziale Gerechtigkeit
  • Soziale Unterschiede
  • Verordnungen
  • Winfried Christ
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!