Nordheim

Nordheimer Gemeindewald sorgt für ein dickes Minus

Überall in der Flur sind Polder mit Fichtenstämmen zu finden, die derzeit schwer an den Mann zu bringen sind. Nordheim ist besonders betroffen, weil die Fichte die Baumart Nummer eins im Gemeindewald ist.
Überall in der Flur sind Polder mit Fichtenstämmen zu finden, die derzeit schwer an den Mann zu bringen sind. Nordheim ist besonders betroffen, weil die Fichte die Baumart Nummer eins im Gemeindewald ist. Foto: Eckhard Heise

Wenn Zahlen für die Bewirtschaftung des eigenen Waldes in den Gemeinden präsentiert werden, stellen sich die Mitglieder inzwischen sicherlich auf Unerfreuliches ein. Da Nordheim nicht gerade zu den Wald ärmsten Kommunen zählt und die von den Schadensereignissen am stärksten betroffene Baumart Fichte vorrangig vertreten ist, dürften die Erwartungen nicht allzu hoch gesteckt gewesen sein, als Revierförster Andre Link bei der Gemeinderatssitzung auf die jüngste Entwicklung einging.

Knapp 1500 Festmeter Holz sind eingeschlagen worden, so dass die Gemeinde in der Durchforstung deutlich hinterher hänge, berichtete Link. Positiv betrachtet bedeute dies, dass die Gemeinde sich ein Polster zugelegt hat. Aber fast die Hälfte des Einschlags gehe auf sogenannte "zufällige Ereignisse" zurück. Hinter dem Begriff verberge sich in erster Linie Zwangseinschlag wegen Borkenkäfer und Sturmschäden. Das Aufkommen des Nadelholzschädlings machten mehrfach Kontrollgänge notwendig, und ständig seien betroffene Bäume gefällt und beseitigt worden. Intensiv wurden auch Mitarbeiter des Bauhofs im Wald eingesetzt. Nordheim sei besonders von der Ausbreitung des Holzschädlings betroffen, weil Wald in erster Linie aus Nadelholz besteht.

Brutstätten für den Borkenkäfer

Zur Misere käme noch ein Preisverfall hinzu. Bei den besten Stämmen habe sich der Verkaufspreis mehr als halbiert. "Bei manch angefallenem Holz wäre es am besten, es im Wald zu belassen", doch das sei nicht möglich, weil ansonsten Brutstätten für den Borkenkäfer entstünden. Und er wolle auf keinen Fall den Kampf gegen das Baumungeziefer verloren geben, da er den Wald als gesamtgesellschaftliches Gut erhalten möchte. Da geht es eben nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern um die vielfältigen Funktionen, die der Wald wahrnimmt.

In der Abrechnung steht jedoch unterm Strich ein Minus von 6000 Euro. Der durchschnittliche Gewinn der vergangenen Jahre lag hingegen bei 18 000 Euro. Für die nächsten Jahre wird die Kalkulation angesichts des Klimawandels noch schwieriger, gab Link zu bedenken. Unter den gegebenen Umständen hofft Link in diesem Jahr bei einem Einschlag von rund 2000 Festmetern auf ein kleines Plus von 4000 Euro.

Aus dem nichtöffentlichen Teil gab Bürgermeister Thomas Fischer schließlich noch mehrere Auftragsvergaben für die Kindertagesstätte bekannt. Beträge nannte er allerdings nicht.

     

Überall in der Flur sind Polder mit Fichtenstämmen zu finden, die derzeit schwer an den Mann zu bringen sind. Nordheim ist besonders betroffen, weil die Fichte die Baumart Nummer eins im Gemeindewald ist.
Überall in der Flur sind Polder mit Fichtenstämmen zu finden, die derzeit schwer an den Mann zu bringen sind. Nordheim ist besonders betroffen, weil die Fichte die Baumart Nummer eins im Gemeindewald ist. Foto: Eckhard Heise

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