BISCHOFSHEIM

Nur kleine Probleme in Wegfurt

Hier soll das neue Urnengräberfeld entstehen: Bürgermeister Georg Seiffert erläutert dem Stadtrat vor Ort die auf dem Friedhof von Wegfurt anstehenden Maßnahmen. Foto: Thomas Pfeuffer

Der Bischofsheimer Stadtrat hat seine Besuchsrunde in den einzelnen Stadtteilen beendet. Zum Abschluss nahm das Gremium jetzt die städtischen Anwesen in Wegfurt genauer unter die Lupe. Dabei ging es nicht darum, wie Bürgermeister Georg Seiffert mehrfach betonte, irgendwelche Beschlüsse zu fassen, sondern die einzelnen Objekte und Problemfälle vor Ort einmal kennenzulernen. Man solle einen Eindruck davon zu haben, wenn einmal darüber beraten oder beschlossen werden soll. Dabei zeigte sich, dass es zwar manchen Handlungsbedarf gibt, Wegfurt aber insgesamt doch gut dasteht.

Problemfall „Kleine Schul“

Erste Station der von den Wegfurter Ratsmitglieder vorbereiteten Runde war die sogenannte „Kleine Schul“, in der bis zum Anfang der 60er Jahre die kleineren Kinder unterrichtet wurden. Das Gebäude, dessen obere Etage vermietet ist und in dessen Erdgeschoss der Musikverein Wegfurt seine Proben abhält und die Anlage lagert, sieht von Außen betracht gut aus. Darüber waren sich die Stadtratsmitglieder und Verwaltungschefin Ulla Schröder einig.

Dass der äußere Schein trügt, was den inneren Zustand des Gebäudes betrifft, machte der Vorsitzende des Musikvereins, Sebastian Wappes, bei einer kleinen Führung durch das Haus deutlich. Elektrik, Sanitäranlagen, Türen, Fenster überall herrscht offensichtlich Sanierungsbedarf. Auch der Zustand des Daches müsste wohl einmal von einem Fachmann untersucht werden. Ein Projekt also, über dessen mögliche Kosten sich manche Stadträte besorgt zeigten. Bürgermeister Seiffert war am Ende der Besichtigung allerdings zuversichtlich, dass ein akzeptabler Weg für alle Beteiligten gefunden werden könne.

Der nahe Kindergarten feiert im kommend

Schiefe Markise

en Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Die stellvertretende Vorsitzende des Kindergartenvereins, Ulrike Zirkelbach, informierte die Stadträte über einige kleinere bauliche Mängel. Die Eingangstüre hätte wohl einen Anstrich nötig, die Markise hängt schräg über die Terrasse und einige Risse im Putz müssten beseitigt werden. Insgesamt machte das Gebäude auf die Ratsmitglieder einen guten Eindruck.

Das galt auch für die nächste Station, den Friedhof, wo in der Vergangenheit einige Arbeiten sehr zur Zufriedenheit auch der Wegfurter Ratsmitglieder erledigt wurden. Wie Bürgermeister Seiffert informierte, sollen hier demnächst auf einer Grünfläche 15 Grabstellen für bis zu vier Urnen eingerichtet werden. Auch wenn es im Detail vielleicht noch Besprechungsbedarf gibt, kam das Vorhaben bei den Stadträten sehr gut an.

Weiter ging's zum Ellerweg. Der geschotterte Weg mit einigem Gefälle wird bei Regen ausgeschwämmt, was bei den Anliegern zu Verärgerung führt.

Hübsche Ensemble rund um die Kirche

Zufrieden sind die Wegfurter offensichtlich mit dem „gelungenen Sanierungsprojekt Große Schule“. Das Gebäude werde als Dorfgemeinschaftshaus gut genutzt, berichtete zweiter Bürgermeister Egon Sturm. Mit der nahen Kirche, die ebenfalls saniert wird, ist hier ein attraktiver Ortsmittelpunkt entstanden, hieß es weiter. Noch verbessert wird der Eindruck wohl, wenn das alte Pfarrhaus in unmittelbarer Nähe saniert ist. Das Gebäude wurde verkauft, die Vorbereitungen für die Renovierung laufen.

Platz für Pläne der Feuerwehr

Keine Beanstandungen gab es am Feuerwehrhaus. Allerdings könne man sich in der Zukunft eine Erweiterung vorstellen. Kommandant Karl-Heinz Weikard wollte daher wissen, welche Pläne die Stadt mit den Nachbargrundstücken hat, die sie kürzlich erworben habe. Hier gebe es die verschiedensten Gerüchte. Darauf bekam er vom Bürgermeister eine klare Antwort: Die Stadt habe die Grundstücke gekauft, um bei künftigen Planungen der Feuerwehr handlungsfähig zu sein.

Die letzte Station war schließlich der Spielplatz am Pfarrstreich. Hier, so zweiter Bürgermeister Egon Sturm, könnten sich Eltern vor allem noch Spielgeräte für kleinere Kinder vorstellen. Er nannte eine Kleinkinderschaukel, ein Schaukelnetz und für die älteren eine Slackline.

Im Probenraum in der „kleinen Schule“ von Wegfurt informierte Musikvereinsvorsitzender Sebastian Wappes (rechts) die Stadträte über verschiedene bauliche Mängel im Gebäude. Foto: Thomas Pfeuffer

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