Oberelsbach

Oberelsbach: Marktgemeinde investiert kräftig in den Altort

Diskussionspunkt bei der Bürgerversammlung: Der Erwerb des prägnanten Gebäudes Marktstraße 11 in exponierte Lage gegenüber dem Rathaus durch den Markt Oberelsbach. Für das Areal wird derzeit eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Hier könnte ein Maskenmuseum entstehen. Foto: Marc Huter

Als "sehr wichtiges Thema" für den Gemeindeteil Oberelsbach bezeichnete Bürgermeisterin Birgit Erb das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, das derzeit im Hauptort der Marktgemeinde erstellt wird. Entsprechend großen Raum nahm dieses Thema bei der gut besuchten Bürgerversammlung in der Elstalhalle Oberelsbach ein. Nach nur einer Woche fand die Tour der Bürgerversammlungen in den fünf Ortsteilen damit ihren Abschluss.

Erb berichtete von zwei Bürgerwerkstätten und zwei Gemeinderatswerkstätten, die zu diesem Zweck zusammen mit der Bevölkerung durchgeführt wurden. Derzeit wird eine Eigentümerbefragung sowie eine Trägerbeteiligung durchgeführt. Am Ende des Prozesses wird ein förmliches Sanierungsgebiet stehen, in dessen Umgriff die Städtebauförderung Oberelsbach unterstützen wird und dies bereits getan hat, wie Erb informierte.

Maskenmuseum in der Marktstraße?

So wurde der Ankauf der Gebäude auf den Grundstücken Marktstraße 11 und 12, die in exponierte Lage gegenüber dem Marktplatz liegen, mit 80 Prozent gefördert. Einen ähnlichen Fördersatz erreicht die Machbarkeitsstudie, die für dieses Areal derzeit erstellt wird. Keinen Hehl machte die Bürgermeisterin daraus, dass dabei die Idee der Einrichtung eines Maskenmuseums, gegebenenfalls in Ergänzung mit dem Thema Trachten, im Fokus stehe.

Ob nicht geprüft worden sei, ob das Valentin-Rathgeber-Haus, in dem das Deutsche Tabakpfeifenmuseum untergebracht ist, nicht die Maskensammlung beherbergen könnte, wollte Jürgen Pelz wissen. "Man wird sehen, was herauskommt", antwortete Erb. "Es geht darum, den Ortskern attraktiv zu gestalten und mit Leben zu füllen." Für die Dauerausstellung im Tabakpfeifenmuseum finde in Kürze jedoch auch eine professionelle Evaluierung statt, aus der wahrscheinlich eine Überarbeitung des Konzeptes hervorgehen wird.

Gemeinde kauft ehemalige Apotheke im Auweg

Lothar Englert sei zu Ohren gekommen, dass die Gemeinde ebenso das Gebäude der ehemaligen Apotheke im Auweg gekauft habe. Dies konnte die Bürgermeisterin bestätigen: "Wenn man Innenentwicklung betreiben möchte, muss man die Möglichkeiten nutzen und auch mal das eine oder andere Grundstück erwerben", so Erb dazu. "Unterm Strich ist es sicher wirtschaftlicher, im Innenbereich neue Baugrundstücke anzubieten, als auf der grünen Weise immer wieder neue Baugebiete auszuweisen." Was genau mit dem Bereich geschehen soll, werde im ISEK herausgearbeitet. Dazu passe auch, dass sich die Gemeinde durch Erlass einer Satzung das Vorkaufsrecht für die Kleingärten im Bereich der Oberwaldbehrunger Straße gesichert habe.

Was die Einwohnerzahlen betrifft, so weist der Ortsteil Oberelsbach eine kleine Steigerung um drei Personen auf nunmehr 1082 Einwohner auf. Ärgerlich sei für die Einwohner jedoch, dass auf dem Müllcontainerstellplatz seit geraumer Zeit kein Altpapiercontainer mehr stehe, wie Jürgen Pelz verärgert anmerkte. Gerade in Zeiten des heutigen Online-Handels wisse der Oberelsbacher nicht mehr wohin mit seinen Kartonagen. Aufgrund verschiedener Vorkommnisse, unter anderem zwei Bränden, stellt der Auftragnehmer des Kommunalunternehmens seinen Container derzeit nicht mehr auf diesen Platz. Eine Überwachungskamera-Lösung, die gerade erarbeitet werde, soll Abhilfe bringen. Bürgermeisterin Erb appellierte jedoch an alle Bürger, sorgsam mit dem Platz umzugehen und "nicht immer sämtlichen Unrat abzulagern". Der gleiche Sachverhalt und Appell könne auf den Grünabfallplatz übertragen werden.

Siegfried Sitzmann monierte die Anordnung der Gemeinde, die Lagerung von Holz in den Dauerkleingärten gemäß Bebauungsplan einzustellen. Dann müsse die Gemeinde zumindest einen Holzlagerplatz in Oberelsbach anbieten. Auch sei die Straße am Oberelsbacher Spielplatz vorbei mittlerweile eine "reine Rennstrecke" für Autofahrer geworden.

Barrierefreier Zugang zum Friedhof

In den weiteren angesprochenen Themen ging es um Grundstücksgeschäfte im Zuge des Neubaus der Kreisstraße nach Oberwaldbehrungen, um die Praktikabilität der Beratungsgutscheine der Kreuzbergallianz oder auch das Thema Oberelsbacher Friedhof. Zu Letzterem konnte Erb berichten, dass bald über einen in Planung befindlichem Parkplatzbereich in der Gangolfsstraße der barrierefreie Zugang zum "Grünen Friedhof" mithilfe der Städtebauförderung hergestellt werden kann. Ebenso in Planung sei die Sanierung der Rhöner Trachtenstuben und der Elstalhalle, deren Arbeitstitel sich "Umweltbegegnungsstätte" nennt.

Der Feuerwehr dankte Bürgermeisterin Birgit Erb für ihren Einsatz und auch für die Bewirtung bei der Bürgerversammlung. Die Oberelsbacher Wehr dürfe sich nach erfolgreicher Ausschreibung sowie Kostenbeteiligung durch den Freistaat Bayern und den Landkreis Rhön-Grabfeld bald über ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 freuen.

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