Waltershausen

Offroad-Cup: Mit dem Jeep über Stock und Stein

Fahrerisches Können ist gefragt bei den oft halsbrecherisch anmutenden steilen Abfahrten im Gelände. Foto: Autohaus Hey

Probleme mit dem Gleichgewicht oder ein ängstliches Gemüt sollte man bei dieser Sportart nicht haben. Über Stock und Stein geht es hier mit quietschenden Bremsen steile Böschungen hinunter, ein falscher Schlenker mit dem Lenkrad kann böse enden oder doch zumindest Strafpunkte einbringen. Die fängt man sich bei den Prüfungen in den Toren sowieso ganz schnell ein. Fällt die  Kugel, die auf einer der Stangen liegt, durch die der Allrad getriebene Jeep gesteuert werden muss, sind die ersten Knöllchen fällig.

Bestraft wird zudem, wer mit seinem Geländewagen die Absperrbänder zerreißt, die die Strecke markieren oder rückwärts fahren muss.  Auch Steckenbleiben ist nicht erlaubt. Das kommt aber eigentlich nur vor, wenn es vorher viel geregnet hat und die Strecke sehr schlammig ist. Dann geht ohne Allrad und Differentialsperre gar nichts mehr. Davor sind die Fahrer heuer wegen der trockenen Witterung meist verschont geblieben. Nur einmal, in Queinfeld, wurde es rutschig.

Die Trophäen-Ausbeute einer Rennsaison. Helmut Hey (rechts) aus Waltershausen holte sich mit seinem Geländewagen den Mit... Foto: Michael Petzold

 Geschwindigkeit ist bei den acht Geländestrecke-Abschnitten eh nicht gefragt, wohl aber Geschicklichkeit und fahrerisches Können. Die Prüfungen dauern in der Regel den ganzen Tag. Bei den sechs Wettbewerben über die Saison in der Klasse 1 am besten abgeschnitten hatte Helmut Hey, Chef des gleichnamigen Autohauses in Waltershausen. Damit hat sich der bald 70-Jährige zum zweiten Mal den Mitteldeutschen Offroad-Cup gegen acht Konkurrenz-Teams gesichert. Mit Ausnahme von Melsungen und Malsfeld in Nordhessen und Hameln in Niedersachsen lagen die meisten der Parcours im nahe gelegenen Thüringen, bei Sonneberg, Dietzhausen und Queinfeld.    

Große Trophäen-Ausbeute im Auto-Showroom 

Neben dem MD-Cup, an dem  Teams aus Thüringen, Hessen und Bayern teilnehmen, gibt es noch die Deutsche Geländewagen-Meisterschaft mit etwas höheren Anforderungen. Hier sind die Anfahrtswege zu den Parcours, etwa bei Kiel oder an der französischen Grenze, deutlich länger. Mittlerweile zu weit für Helmut Hey, der seit 1981 diesen Motorsport betreibt und es einmal auf Platz 2 bei den Deutschen Meisterschaften schaffte. Pokale von ersten Plätzen bei Bayerischen und Süddeutschen Meisterschaften stehen allerdings gleich mehrere auf dem langen Bord im Auto-Showroom seines Betriebes.      

Früher gab es auch ein Gelände in Wülfershausen, auf dem mit Geländewagen Motorsport betrieben wurde. Aber seit dem der Platz nicht mehr zur Verfügung steht, tut sich nichts mehr. "Bislang gibt es keine Genehmigung für einen neuen", bedauert Hey. Mit im 80 PS starken Suzuki LJ 80 als Copilot sitzt Lehrling Tim Beyer. Wenn er nicht kann, ist Michael Meyer mit von der Partie. Die Hauptaufgabe des Co-Piloten ist es, den Fahrer so durch die Hindernisse zu lotsen, dass alles wie am Schnürchen klappt.       

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